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5 Pönis= Einsame Spitze
4 Pönis= Richtig gut
3 Pönis= Geht so
2 Pönis= Mäßig
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Kinowoche 21/2013 ab 23.05.2013: 5 Jahre Leben, Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte, Der Dieb der Worte und Mutter & Sohn

5 JAHRE LEBEN“ von Stefan Schaller (Co-B + R; D/Fr 2011/2012; K: Armin Franzen; M: Enik; 96 Minuten); es war furchtbar - die schrecklichen, grauenvollen, widerwärtigen Terroranschläge vom 11. September 2001 haben nicht nur die USA, sondern die ganze Welt verändert. Ein Stück „weitere Unschuld“ unserer Zusammengehörigkeit ging böse verloren. Die menschliche Zivilisation wurde einmal mehr entsetzlich verletzt. Übel getroffen. Verändert. Fortan radikalisierte sich das Motto noch mehr: Die Welt ist schön, die Menschen machen sie hässlich. Die Fragen „danach“ lauteten: Wie „damit“ umgehen? Wie „darauf“ „angemessen“ reagieren? Mit und bei dieser Wut, der Empörung, dem vielen Schmerz? Rache? Ja, lautete die Antwort und Handlung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush. Der Kriegszustand wurde ausgerufen. Bestimmt. GUANTANAMO BAY auf Kuba wurde zu einem kriegerischen Symbol. Ein Gefangenenlager, in dem „Schuldige“ festgesetzt wurden. Ohne Anklage, ohne Rechtsbeistand, ohne jedwede menschenwürdige Behandlung. Schließlich waren es ja „ausgemachte Terroristen“. Oder zumindest Verdächtige. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wie du mir so ich dir. Bibelmotive in Terrorzeiten wie diesen. DU hast angefangen, ich reagiere. Doch nur. „Entsprechend“. “War on Terror“ (G.W. Bush). Um jeden Preis. Die „starke“ Demokratie-Zivilisation. Im ersten Jahrzehnt dieses Neuen Jahrhunderts. Angreifbar wie schwächelnd. Vorsichtig ausgedrückt.

Natürlich ist das, pardon, dusslig. Naiv. Gefährlich. Eigentlich selbstmörderisch. Wenige Wochen nach diesen barbarischen Anschlägen vom 11. September 2001 fliegt der in Bremen geborene 19jährige Deutsch-Türke Murat Kurnaz Anfang Oktober 2001 von Frankfurt nach Karatschi in Pakistan, um dort in einer Koranschule den Islam zu studieren. Murat Kumaz, ein stark verunsicherter, Halt suchender junger Bursche, der nach dem gewaltsamen Tod eines „Milieu“-Freundes nach „richtigen“ Perspektiven sucht. Er wird bei einer Routinekontrolle vor Ort in Pakistan festgenommen und schließlich den Amerikanern übergeben. Gilt fortan als „Terrorist“. Landet schließlich in Guantanamo.

Wer ist Murat Kurnaz. Und warum sollte sich eine sowie schon von den schlimmen Terror-Ereignissen aufgescheuchte, aufgewühlte Öffentlichkeit für ihn und seinen Fall, seine Person, überhaupt interessieren? Die deutsche Regierungs- und Geheimdienst-Chefetage jedenfalls sieht in Murat Kurnaz „Gefahrenpotenzial“. Will „den Typen“ nicht in Deutschland „zurückhaben“. Vereinfacht gesagt - Murat Kurnaz hat die volle Arschkarte gezogen und wird in diesem US-Gefangenenlager auf Kuba 1725 Tage, von Januar 2002 bis August 2006, verbringen. Müssen. Obwohl sich keinerlei „Schuld“ belegen, feststellen, nachweisen lässt.

Der Film „5 Jahre Leben“ erzählt davon, wie ein Mensch, den man „amtlich“ für einen Verbrecher hält, in unseren modernen Zeiten „behandelt“ wird. Um ihn „zu brechen“. Um ein Schuldeingeständnis zu bekommen, das „diese Justiz“ rechtfertigt. Stichwort: Barbarische Verhöre, ständige physische wie seelische Folter, Schikanen, Demütigungen zuhauf. Die Aberkennung jedweden menschlichen, gesellschaftlichen „Anspruchs“. Privat wie rechtlich. Ein System der permanenten Willkür. Geschaffen aus Hysterie, Wut, Unsicherheit. Angst. Schmerz. Fassungslosigkeit. Ob der vielen „eigenen“ Opfer. Der Film beschreibt dies als spannendes Duell. Zwischen dem US-Verhörspezialisten Gail Holfort (BEN MILES) und Murat Kurnaz (SASCHA ALEXANDER GERSAK). Motto: Zuckerbrot und Peitsche. Holfort soll „dringend“ herausbekommen, was es mit diesem „Deutschen“ auf sich hat, den die „Deutschen“, sprich die Bundesregierung und die Amtsstellen, nicht zurückhaben wollen, mit DEM „Amerika“ aber auch nichts „anzufangen“ weiß. Also beginnt ein unbarmherziges Duell. Zwischen „Herr“ und „Knecht“. Allerdings, was Gail Holfort immer mehr nervt, trotz ungleicher „Gegebenheiten“, fast stets „auf Augenhöhe“. Dabei müsste doch Murat Kurnaz längst „K.O.“ sein. Mit jeder Pore seines geschundenen Körpers.

STEFAN SCHALLER, geboren am 9. Juli 1982 in München, studierte seit 2005 an der Filmakademie Baden-Württemberg „szenische Regie“. „5 Jahre Leben“ ist sein Langfilmdebüt und sein Diplomabschlussfilm. Ein erstaunliches Werk. Das Drehbuch entstand mit Beratung von Murat Kurrnaz und dessen Anwalt Bernhard Docke sowie nach dem Buch „Fünf Jahre meines Lebens“ von Murat Kurnaz und beschränkt sich auf einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. Im Lager. Der Film geht unter die Haut. Haut vehement in den Denkapparat. Beschreibt das Scheitern eines Rechtsstaats. Der sich – dermaßen attackiert – auf einem rechtlosen Kreuzzug befindet. Um „Gerechtigkeit“ zu schaffen. Hält sich in den „schwierigen“ (Folter-)Szenen zurück, weil diese mit Sicherheit „realitätsnah“ nicht (mehr) zu ertragen wären, und argumentiert mit Folgebildern im Kopf des Betrachters. Setzt ganz auf diese beiden großartigen Darsteller, deren „Spiel“ packt. Dicht, nah, furios: Der 44jährige Brite BEN MILES („V wie Vendetta“) als listiger, grausamer Manipulator und der junge Baden-Württemberger SASCHA ALEXANDER GERSAK in seiner ersten großen Kinohauptrolle als geschundene Menschenkreatur sind außerordentlich beeindruckende, ausdrucksstarke Protagonisten. Ohne jemals „heldisch“ zu sein, zu wirken. Ganz im Gegenteil, ihre starke innere Kraft ist ungeheuerlich. Tiefgehend. Wirkungsvoll. Ohne jede Übertreibung. Nachvollziehbar. In Trauer und „ziviler“ Grausamkeit. Was für exzellente, präsente, aufregende Sog-Schauspieler!

Der Film „5 Jahre Leben“ ist ungemein interessant. Informativ. Spannend. Berührend. Im allerbesten Sinne - angehend. Uns alle (= 4 ½ PÖNIs).

DAS MÄRCHEN VON DER PRINZESSIN, DIE UNBEDINGT IN EINEM MÄRCHEN VORKOMMEN WOLLTE“ von Steffen Zacke (B+R; D 2012; 89 Minuten); basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Susanne Straßer. Wobei der Titel ‚Programm’ ist. Bedeutet. Es war einmal. In einem überschaubaren Königreich. Mit zwei Prinzessinnen am Hofe. Die Ältere heißt Quendolin. Ist „die Brave“. Fleißige. Die, die sich stets vornehm zu benehmen weiß. Alles „korrekt“ macht. Und ihre jüngere Schwester Clara (HANNA MERKI) gar nicht mag. Clara gilt als Tollpatsch. Die nichts „vernünftig“ auf die Reihe kriegt. Immer nur für „Schäden“ sorgt. Dabei strengt sich Clara ungemein an. Auch so zu sein oder zu werden wie die Anderen. Und als das nichts bringt, kommt sie auf d i e Idee: Wenn sie es „so bringt“ wie all die Prinzessinnen in dem alten Märchenbuch, wo Frösche geküsst werden und die Heldinnen Dornröschen, Aschenputtel oder Rapunzel heißen, dann wird sie bestimmt dem häuslichen Anspruch, eine „richtige Prinzessin“ zu sein, gerecht. Gedacht – getan. Narr Michel, ihr bester Freund am Hofe (MICHAEL KRANZ), gerät ein ums andere Mal ins Grübeln und Schwitzen. Weil „die Aktivitäten“ von Clara ziemlich vielen Stress mit sich bringen. Und den garstigen Papa, König Heinrich, noch mehr verstimmen. Lassen. Was er wiederum an eben Michael „auslässt“. Die Ziegen bekommen zu tun.

„Lass uns zusammen seltsam sein“, lautet der finale Bedeutungssatz des Films. Als der Traumprinz auftaucht. Prinz Pfauenherz. Fürs Clärchen. Die so lieb und nett und freundlich und bemüht ist. Und einfach authentisch. Was aber gar nicht erwünscht ist. Von wegen der Etikette. Also muss sie für ihre Selbstfindung und ihr Glück einige komische Umwege gehen. In Kauf nehmen. „Das Märchen….“ ist ein Kinderfilm mit hübschen Slapstick-Einlagen, aber auch – in den Nebenparts – mit eindimensionalen, langweiligen Figuren. Der König „bewegt“ sich nur eintönig, die blöde Quendolin ist nur fies, der Jäger Fridbraht überbeknackt. Dafür ist Clara ein niedliches Temperamentsbündel, die knackig – charmant herumpoltert. Mit phantasievollem Abenteuer-Fieber. Und die mit dem pfiffigen Michel-Narren einen Kumpel und spaßigen Seelenverwandten zur Seite hat.

Sei so wie du bist, dann bist du genau „richtig“. Gewiss. Kommt als naive Botschaft ganz sympathisch ´rüber. Während Sängerin Maite Kelly mit dem Titelsong für diesen Kinderstreich ebenso herzhaft punktet: „So wie du bist“. Ist es ganz okay (= 3 PÖNIs).

DER DIEB DER WORTE“ von Brian Klugman + Lee Sternthal (B+R; USA 2011; 102 Minuten); das Regie-Debüt der beiden schon seit Kindertagen befreundeten Autoren kann mit einem namhaften Ensemble aufwarten: Bradley Cooper („Hangover“; „Silver Linings“), „Oscar“-.Preisträger Jeremy Irons (gegenwärtig noch mit „Nachtzug nach Lissabon“ in den Kinos), Dennis Quaid („The Day After Tomorrow“) sowie Zoe Saldana („Colombiana“ und Olivia Wilde (diese Woche auch in meiner Heimkino-Empfehlung „Cold Blood“ mitmischend). Dennoch „funktioniert“ der Film nur am Anfang.

Ebene 1: Wenn Dennis Quaid als Schriftsteller Clay Hammond einem vollbesetzten Auditorium aus seinem neuen Roman „The Words“ vorzulesen beginnt. Thema: Die Lüge. Von wegen Ideenklau. Der New Yorker Jung-Autor Rory Janson (Bradley Cooper) kriegt seinen ersten Roman nicht hin. Ideenblockade, Mittelmäßigkeit. So etwas in der Nichtschreibart. Als ihm seine attraktive Frau Dora (Zoe Saldana) eine alte antiquarische Aktentasche schenkt, beginnt sein Aufstieg. In dieser Tasche befindet sich ein altes, vergilbtes, mit Schreibmaschine getipptes Roman-Manuskript. Natürlich, er „übernimmt“ das gute Stück und steigt zum gefeierten Literatur-Neuling auf. Ebene zwei. Ein namenloser alter Mann bestreitet Ebene drei (Jeremy Irons). ER gibt sich als wahrer Verfasser des Erfolgsbuches zu erkennen. Und erzählt Rory ausführlich, was es mit dieser traurig-schönen Liebesgeschichte wirklich auf sich hat. Dass „die Buchstaben“ auf tatsächlichen Begebenheiten aus seiner Vergangenheit beruhen. Ende des Zweiten Weltkriegs, als er sich in eine Französin verliebte. Und ihre Beziehung zerbrach, als ihr Kind verstarb. Und er, um dieses Schicksal zu bewältigen, seinen Roman schrieb. Um ihn dann in jener Aktentasche zu verlieren.

Ein „richtiger“ Autor und seine „lebendig“ werdenden Fiktionsfiguren. Der Film schwingt zwischen diesen drei Ebenen hin und her. Vermag dabei kaum zu fesseln, weil sich weder die Heute-Gestern-Vorgestern-Ebenen „verstehen“ noch die Darsteller etwas „zu reißen“ vermögen. Trotz ständiger bedeutungsschwangerer musikalischer Beigaben von Geigen und Piano (Komponist: Marcelo Zarvos). Und einem (wenigstens) etwas knisternden Ehedrama zwischen Fälscher Rory und seiner wütenden Gattin Dora. Die die gemeinsame Zukunft infrage stellt, als sie vom Plagiat ihres Mannes erfährt. DER aber wird von einem (Mit-Produzenten) Bradley Cooper mehr schlecht als recht dargeboten. Mehr quälend denn gequält. Und auch die Anderen vermögen kaum, spannend zu inspirieren. Ihre Emotionen sind auf Kühlhausniveau langweilig angerichtet. Ein komplizierter Streifen voller leerem Unmoral-Puder, dargeboten als verwobenes Kuddelmuddel-Puzzle. Um wenig. Fast nichts (= 2 PÖNIs).

MUTTER & SOHN“ von Calin Peter Netzer (Co-B + R; Rumänien 2012; Co-B: Razvan Radulescu; K: Andrei Butica; 107 Minuten); das rumänische Kino ist derzeit eines der spannendsten in Europa. „Nicht zufällig wird das rumänische Filmschaffen so gefeiert. Das ist ein Kino, das etwas will“, notierte Kollegin Anke Westphal in der „Berliner Zeitung“ anlässlich der Aufführung dieses Films am 8. Februar 2013 im Wettbewerb der Berlinale. Der Hauptpreis, der „Goldene Bär“, fand dann auch viel Zustimmung und Beifall. Für „Mutter & Sohn“. Nach „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ von Cristian Mungiu, der als erster rumänischer Film im Mai 2007 bei den Filmfestspielen von Cannes mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet wurde, durfte sich Film-Rumänien wieder als Gewinner feiern. Und in der Tat, „Mutter & Sohn“ ist ein intelligentes, hochkarätiges Denk-und Emotions-Juwel.

Wenn gerade „allgemein“ über Rumänien gesprochen wird, fallen Worte wie Armut, Roma, Korruption. Banden. Dass dort auch „Normalleben“ existiert, wird gerne ausgeklinkt. Hier steht im Zentrum eine wohlhabende Familie. Mutter Cornelia ist eine etwa 60jährige Architektin und Setdesignerin. Ehemann Relu ein anerkannter Chirurg. Sohn Barbu dagegen, 35 und von Zuhause ausgezogen, bereitet ihr Kummer. Weil er ihrer Kontrolle immer mehr „entweicht“. Dabei ist sie es gewohnt, ihn zu finanzieren, ihn zu „beraten“, ihn „zu lenken“. Zu leiten. Zu steuern. Zu dirigieren. Besitzergreifend wie eine ewige Glucke. Die immer auf „ihr Küken“ aufzupassen gedenkt. Barbu aber zeigt sich nur noch genervt. Angewidert. Will nicht mehr „mitmachen“. Muss es aber, weil er „Mist“ gebaut hat. Großen. Hat bei einer Autofahrt mit überhöhter Geschwindigkeit ein Kind überfahren. Die polizeilichen Ermittlungen laufen, aber „Mama“ hat schon längst alle Fäden in der Hand. Übernommen. Stichworte: Money und „Verbindungen“. Wen man halt so kennt. Innerhalb dieser Oberschicht-Klasse. Das kann man doch sicherlich „hinbiegen“. Mit Telefonaten, Gesprächen. Voller Andeutungen und „Erwartungen“. Doch dann spielt Barbu nicht mit. Nicht mehr mit.

Natürlich: Der siegreiche Kapitalismus. Auch in Rumänien. Gibt es „Schichten“. Zwangsläufig. Als NATO- (seit 2004) und EU- (seit 2007) Mitglied. Man baut sich was auf. Mutter Cornelia ist es gewohnt, dass es stets „gut“ läuft. Nach ihren Wünschen. Nach ihrem Willen. Zum Wohle der Ich-Sippe. Dominant bestimmt sie die Regeln. Was „das Beste“ ist. Für sie. Und ihre Real-Wünsche. Klar und deutlich. Doch bei ihrem Sohn Barbu beißt sie auf Granit. Er denkt nicht mehr daran, hierbei „vorgegeben“ mitzumischen. Doch als er die Familie des von ihm getöteten Kindes aufsuchen soll, kriegt er das nicht hin. Die Mutter und die Schwiegertochter in spe stellen sich. Dort. Persönlich. Vor. Was ihn innerlich „aufmischt“.

Keine Hexe. Cornelia Kerenes ist keine Hexe. Sondern vielmehr eine starke „Henne“, die ihr Kind verteidigt. Verteidigen will. Koste es was es wolle. An Nerven, Geld, Kraft. Innerhalb einer Gesellschaft, wo demokratische Statuten immer noch in den Anfangsschuhen stecken. Gesetze und Ordnung „willkürlich“ „ausgelegt“ werden. Können. Wenn „so eine“ wie Cornelia heranprescht. Co-Drehbuch-Autor und Regisseur Calin Peter Netzer, im rumänischen Patrosani am 1. Mai 1975 geboren und in Stuttgart aufgewachsen, hat mit seinem dritten Spielfilm ein ungemein packendes, dichtes Gesellschaftsdrama geschaffen. Bei dem man buchstäblich wie wunderbar klug aufgescheucht „an den Worten“ und dem körpersprachlichen Ausdruck SÄMTLICHER Beteiligten „hängt“. Fasziniert. Mitgenommen. Als Bestandsaufnahme nicht nur der rumänischen Gesellschaft. Sondern mit Zeichen und Spuren überall, auch zu uns, hin. Aufregend ist das. Spannend allemal. Authentisch wirkend. Dank der großartigen „Aktivitäten“ des exzellenten Ensembles. Dass die „vehemente“ LUMINITA GHEORGHIU als Cornelia Kerenes phantastisch kühl, monströs, dabei durchsichtig menschlich wie grandios - kraftvoll anführt. Was für eine brillante darstellerische Meisterleistung! Zwischen Ekel und bewunderungswürdig. DAS muss man erst mal hinkriegen. „So“. Mit klugen Worten als ungeheuerliche Sinn-Waffen. Meine Güte, KINO kann so etwas von wunderbar reich sein…. (= 4 ½ PÖNIs).

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