Filmtitel von Sha-Sho

Legende:

5 Pönis= Einsame Spitze
4 Pönis= Richtig gut
3 Pönis= Geht so
2 Pönis= Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis= Grottig

Anfang der 70er Jahre schlug sich das wachsende Selbstbewußtsein des Schwarzen Amerika auch in Hollywood nieder. Mit “Shaft“ war 1971 erstmals ein tougher Afro-Amerikanischer Action-Held in den Kinos. Ein Meilenstein wie sich herausstellen sollte. Denn “Shaft“ war damals die Geburtsstunde eines gänzlich neuen und dann sehr erfolgreichen Genres: Nämlich das der BLAXPLOITATION MOVIES. Die kommerzielle Verwertung schwarzer Themen und Figuren sowie schwarzer Musik im US-Mainstream-Kino nahm ihren Lauf. Heute, rund 30 Jahre danach, taucht

SHAFT“ von John Singleton (B+R; USA 2000; 99 Minuten; Start D: 26.10.2000) wieder auf.

Allerdings nicht mehr in Gestalt des Originaldarstellers Richard Roundtree, sondern in Persona von SAMUEL L. JACKSON. Dem 42jährigen Star aus Filmen wie “Pulp Fiction“ und “Die Jury“. Doch die Produktion hat sich einen hübschen Gag ausgedacht: In der Neuauflage von “Shaft“ haben Onkel und Neffe ein Date, der Onkel wird vom besagten Richard Roundtree gespielt, der Neffe ist Samuel L. Jackson.

Der Job im Polizeidienst von New York ist heutzutage keineswegs leichter als damals. Korruption in den eigenen Reihen, der alltägliche kleine und große Rassismus und die ausufernde brutale kriminelle Energie machen dem coolen Gerechtigkeitsfanatiker mächtig zu schaffen. Doch bei seinem neuen Fall scheint die Lösung klar zu sein: ein weißer Yuppie-Fiesling hat einen schwarzen Studenten bestialisch erschlagen. Einfach so. Aus gemeiner Lust und böser Laune. Die einzige Zeugin aber ist verschwunden. So kommt der Mörder gegen eine hohe Kaution auf freien Fuß. Und kann sich erst einmal in die Schweiz absetzen. 2 Jahre später taucht er aber wieder auf. Sehr zur Freude von John Shaft. Denn der will den reichen Bubi immer noch und unbedingt hinter Gitter bringen. Die neuerliche Jagd kann beginnen. Mit einem glänzend aufgelegten und aussehenden Samuel L. Jackson als Jäger. Sein John Shaft ist nicht nur irgendein cooler Typ mit schnellen Sprüchen und ebensolchem Schießeisen. Sondern: Er zeigt ihn mehr als großen, starken Bären, der seine Kräfte intelligent wie grundsätzlich vor allem gegen die aggressiven und rassistischen Attacken des Mobs einsetzt. Und der deswegen auch im Kollegenkreis aneckt, umstritten ist und ständig unter Druck gerät. Nur seine Erfolgsquote lässt ihn auch weiterhin die Polizeimarke tragen: Ein schwarzer “Dirty Harry“ im Jahr 2000.

Regisseur, Mit-Produzent und Co-Autor von “Shaft ist JOHN SINGLETON. Dessen Karriere begann Anfang der 90er Jahre mit seinem aufsehenerregend Ghetto-Drama “Boyz N the Hood“. Ein mitreißendes Debüt. Das ihm damals - als 23 jährigen - die Auszeichnung einbrachte, der jüngste und gleichzeitig erste Afro-Amerikaner zu sein, der jemals eine “Oscar“-Nominierung als “bester Regisseur“ erhielt. Mit “Shaft“ ist ihm ein harter, spannender und in jeder Beziehung vorzüglicher schwarzer Thriller gelungen (= 4 PÖNIs).

SHAKESPEARE IN LOVE" von John Madden (USA/GB 1998; B: Tom Stoppard; 123 Minuten; Start D: 04.03.1999)

Es war einmal...anno 1593. Da leidet ein junger, aufstrebender Autor namens William Shakespeare unter einer...SCHREIBBLOCKADE!!! Nichts geht mehr. Die Worte sind weg, sind ihm ausgegangen. Ausgerechnet jetzt, wo er doch schon einen beträchtlichen Vorschuss von seinem Impresario für sein neues Stück bekommen hat. Doch woher "nehmen“, wenn der Kopf wie leergefegt ist? Eine verzwickte Situation. Dabei hat William doch schon laut und, vernehmlich von seinem nächsten Bühnenschatz getönt: Er soll “Romeo und Ethel - Die Piratentochter“ heißen und eine Komödie sein. Was aber macht man, wenn einem die Gedanken und Ideen abhanden gekommen sind: Ganz klar, man begibt sich, 300 Jahre vor Freud, natürlich auf die Liege beim nächsten Psycho-Quacksalber.

Wie ist das doch gleich: Das Leben inspiriert die Kunst. Oder umgekehrt? Jedenfalls: Eine Muse muss her. Aber nicht irgendeine, sondern d i e Muse. Und sie existiert natürlich auch, gleich in der Nähe. Hört auf den Namen Lady Viola und ist jung, schön und die Tochter eines reichen Vaters. Zudem: Ihr Herz gehört den schönen Künsten. Lady Viola würde sonst was dafür geben, sieh auf den Brettern, die bekanntlich die Welt bedeuten, austoben zu können. Doch zu jener Zeit ist das für eine Frau praktisch unmöglich, die weiblichen Rollen wurden von Jünglingen ohne Bartwuchs dargestellt. Also: Was ist zu tun? Sich anpassen? Entmutigt resignieren? Aufgeben? Sich gar in den eigenen goldenen Käfig zurückziehen? Für Lady Viola gar keine Frage: Für eine selbstbewusste Frau in den 90ern, in den 15hundert-Neunzigern, egal ob adlig oder nicht, gilt nur eines: Es darf getrickst werden, um doch ans ersehnte Ziel zu gelangen. Schließlich steht das eigene Schicksal auf dem abwechslungsreichen Spiel. Während die Amme sanft, aber bestimmt dagegenzuhalten versucht. Und das wiederum ist jetzt natürlich das Stichwort für William. SIE gibt es, seine Muse; er verliebt sich rettungslos in die energische, attraktive Lady. Zwar wurde sie schon von ihrem Vater und auf Geheiß der Königin, der bissigen Elizabeth I., an einen Anderen verschachert, doch das kann beide nicht aufhalten: Topf und Deckel haben sich gefunden. Aber da ist ja noch ihr Bühnen-Wunsch?!? Also tauscht sie die Kleidung und ist fortan ihrem Geliebten auch tagsüber in seiner Schauspieltruppe ganz nahe. Ohne dass er das anfangs mitkriegt. “Romeo und Julia“ entsteht, im Leben wie in der Kunst.

Ein zauberhafter, intriganter Reigen um Glut und Worte, um Poesie und Gefühle, um Liebe, Hiebe und ...DIE WAHRE LIEBE! Eine köstliche, eine schelmische, eine ironische, eine kluge, eine sinnliche, eine IMPOSANTE Film-Komödie: “Shakespeare in Love". Voller Humor und Spiel-Lust, voller Leichtigkeit und Schönheit, voller Temperament und Leidenschaft. Und: Voller moderner Anspielungen. Das Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard steckt an in seinem Enthusiasmus; die Inszenierung von John Madden ist ein einziger Augen- und Ohrenschmaus. Während das Ensemble bis in die kleinste Rolle prächtig besetzt ist, begeistern GWYNETH PALTROW und JOSEPH FIENNES als hin- und mitreißendes Liebespaar.

Der neue Kinofilm “Shakespeare in Love“ bietet Unterhaltung vorn Allerfeinsten (= 5 PÖNIs)!

SHARAYET – EINE LIEBE IN TEHERAN“ von Maryam Keshavarz (B, Co-Prod.+R; USA/Fr/Iran 2010; M: Gingger Shankar; 105 Minuten; im Original mit deutschen Untertiteln; Start D: 24.05.2012); du bist jung, voller Elan, hast – auch musikalisches – Fieber im Blut. Willst LEBEN. Nach deinem freien Willen. Willst probieren. Ausprobieren. Was das stürmische Dasein alles so bietet. Willst dich bewegen. Ständig. Viel. Oft. Hast Lust. Große Lust. Auf alles. Bist neugierig. Kurzum: Du besitzt Power, viel Power, die volle Energie, und willst diese gerne nutzen. Benutzen. Motto: Wir sind jung, also geben wir Gas. Mit Volldampf. LEBEN. Jetzt und sofort. Nach eigenen Regeln. Und Launen. Was an vielen Orten der Welt auch machbar und möglich ist. Nur eben nicht hier. Im Iran. Du stammst zwar aus einem gutbürgerlichen, vergleichsweise komfortablen und liberalen Elternhaus, aber das „schützt“ dich nun auch nicht mehr. Wie bisher. Denn - du bist ein Mädel. Eine junge „wertlose“ Frau. Mit dynamischem Ego.

Doch Atafeh Hakimi (NIKOHL BOOSHERI), ebenso schön wie clever, akzeptiert dies nicht. Nutzt den häuslichen vorgegebenen Freiraum und geht „heimlich“ nachts auf die Jagd. Nach der Lust. Und dem Lebensvergnügen. Gemeinsam mit ihrer attraktiven Schulfreundin, der Vollwaise Shireen (SARAH KAZEMY). Man „probiert“. Besucht illegale Partys. Wo Kids beiderlei Geschlechts mit Musik, Sex und Drogen „experimentieren“. Wo die leidenschaftliche Lebens-Post abgeht. Tagsüber der Schleier, abends tobt ausgelassen das wahre Ich. In Ideen und Phantasien. „Dabei“ verlieben sich Atafeh und Shireen ineinander. Eine lesbische Beziehung? Im Iran? Wo alles Illegale sofort in etwas Staatsfeindliches umgedeutet wird? Die Moral-Polizei tritt auf den Plan. „Aufgeweckt“ durch den in die Familie zurückgekehrten Bruder Mehran (REZA SIXO SAFAI). Der einst vielversprechende Musiker hat einen Drogenentzug hinter sich und sucht seinen weiteren Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus. „Überwacht“ in der geräumigen Wohnung stasihaft seine eigene Sippe. Um eventuelle Unmoral „aufzudecken“. „Ich bete, also bin ich rein“, lautet sein neues Lebensmotto. Damit rechtfertigt er die Unterwanderung in der eigenen „unsauberen“ Familie. Die Eltern müssen sich anpassen: „Manchmal müssen wir uns mit der Wirklichkeit abfinden“, resigniert die Mutter. Auf die neuen „Vorkommnisse“. Sprich, auf die hausgemachten „regimefeindlichen Aktivitäten“, wie es nun heißt. Der Vater, einst selber ein Revolutionär, der gegen das Schah-Regime kämpfte, sieht sich mittenmal in der Defensive. Arrangiert sich zerknirscht. Mit Geld und Abmachungen: „Du bestimmst über deine Tochter, ich über meine Frau“, gibt Sohn Mehrin die neue Richtung vor. Als er Shireen „kauft“. Zugesprochen bekommt. Was Atafeh nicht mehr aushält. Und ausbrechen lässt.

George Orwell im Jahre 2010. „1984“, der allgegenwärtige, mächtige „Große Bruder“. Mit seinen Überall-Augen. Und –Ohren. Fundamentalistisch, aggressiv, zerstörend. Gegenüber DENEN, die sich nicht „arrangieren“. Wollen. In und mit dieser widerlichen Männer-Domäne. Und ihrem traditionellen Gedankengut von Ewig-Gestern. Ein widerwärtiger Unterdrückungsapparat, angeführt und ausgeübt von bigotten, religiösen Fanatikern. „Keiner kann der Zerstörung durch die Gewaltherrschaft entkommen“, erklärt die Regisseurin im Presseheft. Und: „Ich hoffe, der Zuschauer hat aber genauso viel Mitleid für den Gefängniswärter wie er es für den Inhaftierten hat“. Der Film basiert zum Großteil auf eigenen Erfahrungen der Drehbuch-Autorin und Regisseurin MARYAM KESHAVARZ. Einst kulturelle Wanderin „zwischen den Welten“ Iran – USA lebt sie derzeit „komplett“ in den USA. Mit ihrem Spielfilm-Debüt folgt sie einem persischen Sprichwort: „Zwei Herzen, die eins sind, reißen Gebirge nieder“.

„Circumstance“, wie der Film im Original heißt, „Umstand“, wurde in Beirut, im Libanon, gedreht und ist eine faszinierende Gesellschaftsparabel auf den iranischen Mittelstand, der im Sommer von 2009 von der sog. „Grünen Welle“ der Opposition erfasst wurde. Erzählt von aufgeklärten Vertretern des liberalen Bürgertums, die bislang „ihre Interessen“ an individuellen Freiheiten mit Geld und öffentlicher Anpassung „durchsetzen“ konnten, dies nun aber nicht mehr vermögen. Ein selbstbestimmtes Existieren, Da-Sein, inmitten fundamentalistisch religiösen, hasserfüllten Beobachtungs- und Verfolgungswahns, ist nun nicht mehr zu verwirklichen. „Die Diktatoren“, die Hardliner, setzen sich immer mehr rüde durch. Wie anhand der „offiziell“ „unmöglichen“ Liebe zwischen zwei normalen jungen Frauen beispielhaft wie außerordentlich sinnlich, zärtlich und sensibel geschildert wird. „Circumstance“ ist ein prächtiger kluger Unterhaltungsfilm. Besetzt mit einem überzeugenden Ensemble, aus dem die beiden weiblichen Hauptakteure in ihrer unangestrengten, feinfühligen körpersprachlichen wie seelischen Mienen-Sprache herausragen. Nikohl Boosher und Sarah Kazemy sind hier ein unglaublich packendes, spannendes Paar.

Auf dem renommierten „Sundance Festival“, wo der Film im Januar 2011 uraufgeführt wurde, erhielt „Sharayet –Eine Liebe in Teheran“ den Publikumspreis. Wir hier sollten ihn – im derzeit angesagten übervollen Programmfieber – auf keinen Filmfall übersehen: Ein Klasse Außenseiter-Movie. Mit schon viel pfiffig-emotionalem Kultgeschmack (= 4 PÖNIs).

SHERLOCK HOLMES“ von Guy Ritchie (USA/Austr/GB 2008/2009; B: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham + Simon Kinberg; R: Guy Ritchie; 128 Minuten; Start D: 28.01.2010); der 41jährige Brite Ritchie begann (1995) als Werbefilmer und Regisseur für Musik-Videos. Machte mit „schrägen“ Spielfilmen wie „Bube, Dame, König, grAs“ (1998); „Snatch – Schweine und Diamanten“ (2000/mit Brad Pitt) oder zuletzt „Rock N Rolla“ (2008) ebenso auf sich aufmerksam wie mit seiner Ehe-Verbindung zu „Madonna“ (2000-2008). Während ihr gemeinsamer Film „Stürmische Liebe – Swept Away“ (20023) mit zu den Desaster-Ereignissen der jüngeren Filmgeschichte zählt und mit gleich 5 Anti-„Oscar“-Trophäen, den „Goldenen Himbeeren“ („Razzie Awards“), abgestraft wurde. Daß ausgerechnet ER den Job bekam, einen neuen Sherlock-Holmes-Film zu inszenieren, bedeutete natürlich, daß nun in Sachen HOLMES „eine neue Zeitrechnung“ beginnen soll.

Kannten wir den britischen Meisterdetektiv bislang im Film nur als älteren, Pfeife rauchenden, im altertümlichen Kostüm gekleideten, stets perfekt-analytisch denkenden und mit scharfzüngigen Schlußfolgerungen auftretenden Spitzenaufklärer von typisch britischem Arroganz-Überlegenheits-Charme, so dürfen wir DAS bzw. DEN jetzt SO vergessen. Holmes ist jetzt im HEUTE angekommen, obwohl sein neuer Fall natürlich weiterhin im britischen GESTERN angesiedelt ist, im späten 19. Jahrhundert. Dort, wo ihn auch sein Erfinder, der schottische Arzt und Schriftsteller Sir ARTHUR CONAN DOYLE (22.5.1859 – 7.7.1930), anfangs aktivierte, um ihn dann in insgesamt 56 Kurzgeschichten und 4 Romanen, die bis in das frühe 20. Jahrhundert eintauchten, zu verewigen. Und noch eine weitere personelle Maßnahme hat sich dieser neue Holmes-Krimi mit Bond-Geschmack vorbehalten: Aus dem guten alten, etwas plärrigen Stichwortgeber-Kumpan Dr. Watson, der mehr fragte denn wußte, ist ein „gleichrangiger“, dynamischer Schnüffler-Kollege geworden. Der 1:1, „auf Augenhöhe“, agiert und Holmes schon mal handfest „Paroli“ bietet.

Der neueste Film-Fall für Holmes & Watson betrifft einen grausamen Serienmörder. Dabei handelt es sich um den Schwarzen Magier LORD BLACKWOOD. Als sie DEN „zur Strecke“ gebracht haben, kann der Fall keineswegs zu den Akten gelegt werden, ganz im Gegenteil: Denn der Hingerichtete „lebt“ offensichtlich weiter. Und richtet weiterhin viel Schaden an. Und sorgt dafür, daß Holmes und Kollege nicht zur Ruhe kommen. Sondern permanent auf Trapp gehalten werden. Kopfmäßig wie vor allem auch körperlich, physisch. Denn im Gegensatz zu den herkömmlichen Holmes-Filmen wird hier auch kräftig gefightet. Holmes prügelt sich, gleich am Anfang, in „bester China-Art“ mit exzellenten Martial-Arts-Fähigkeiten. Holmes gibt nicht nur den brillanten Denker und Analytiker, sondern auch den brillanten Hau-Drauf-Taktierer. Meisterlich wie reihenweise werden die Gegner „handwerklich durchdacht“ abgewehrt und niedergerungen. Eine vollendete Fusions-Symphonie zwischen starkem Kopf und „klugen Fäusten“. Bzw. umgekehrt. Und natürlich dürfen hier nun auch Frauen aktiv „mittun“: Von sehr unterschiedlichem Charakter. Eingebunden zwischen „undurchsichtig“, zwiespältig, und „angenehm selbstbewußt weiblich“.

„SHERLOCK HOLMES“ – der neue Film ist modernes Popcorn-Kino. Den alten Staub abstreifend, die Holmes-Figur innen wie außen „vermenschlichend“, nunmehr ohne Morphium und Kokain, dafür mit viel Alkoholkonsum, bestechend charismatisch und vor allem natürlich mit exzellenter, einzigartiger, rational-scharfer Ausnahme-Intelligenz ausgestattet. Die Betulichkeit ist weg, jetzt dominiert der viktorianische Exzentriker und BOND-Charmeur, Mit tollkühner Akrobatik, unterwegs in Explosionen, mit zynischen Sprüchen, egoistischen Eitelkeiten, zünftigen Tricks und amüsanten sarkastischen Gags. Ein spannender Modern-Typ, dieser alte Sherlock. In dessen „Schatten“ sich auch heute „Dr. Watson“ ziemlich abzustrampeln hat, um einigermaßen „mit dem Chef“ mitzuhalten. JUDE LAW (37) sieht schön aus und gibt sich alle Mühe, ein ebenbürtiger Partner (in jeder Hinsicht) zu sein, dennoch vermag er dem 44jährigen ROBERT DOWNEY junior, der ja vor zwei Jahren schon als „Iron Man“ glänzte und 1992 für die Titelrolle in „Chaplin“ sogar eine „Oscar“-Nominierung bekam, „nicht das Wasser“ reichen.

Downey, der ja buchstäblich eine lange Durststrecke benötigte, um sich aus seinem Drogen-Tief zu befreien, um dann in Filmen wie „Zodiac – Die Spur des Killers“ von David Fincher (2007), „Tropic Thunder“ von und mit Ben Stiller (2008/“Oscar“-Nominierung) und „Der Solist“ (kürzlich/neben Jamie Foxx) zu brillieren, ist ein Klasse-Holmes. Faszinierend, piekend, originell, schwarz-witzig. Daß er soeben für diesen Part mit einer „Golden Globe“-Auszeichnung bedacht wurde, trifft es: ROBERT DOWNEY JUNIOR steht gerade in der vollen Blüte seines außengewöhnlichen Talents und „packt“ es jetzt anscheinend. Dank seiner unbändigen Kraft, seiner formidablen Ausstrahlung und seiner augenzwinkernden Lässigkeit ist „Sherlock Holmes“ ein tolles Kintopp-Vergnügen geworden, das launig unterhält. Motto: Es lebe der cineastische, bunte Jahrmarkt, der circensische Rummelplatz der Spaß-Unterhaltung! Mit Fortsetzungs-Ansage(n).
P.S.: Wie vor einiger Zeit zu hören war, ist ein weiterer Holmes-ULK-FILM in Planung; mit SASCHA BARON COHEN („Borat“) als Holmes und Comedian WILL FERRELL („Ricky Bobby – König der Rennfahrer“) als Dottore Watson…..(= 4 PÖNIs).

SHERLOCK HOLMES: SPIEL IM SCHATTEN“ von Guy Ritchie (USA/GB 2010/2011; B: Michele & Kieran Mulroney; 129 Minuten; Start D: 22.12.2011); wer hätte das gedacht - dass die einst vom britischen Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930) erfundenen viktorianischen Schnüffler-Figuren Sherlock Holmes & Dr. John Watson auch heute noch solch wuchtigen „Bestand“ haben. Sowohl im Kino wie neulich auch im Fernsehen. Wo die hervorragende BBC-TV-Serie „Sherlock“ die beiden Meisterdetektive in das heutige London versetzte und atemberaubende Abenteuer erleben ließen. (Die zweite Staffel mit drei weiteren Folgen wird ab 1. Januar 2012 in GB gesendet und läuft dann demnächst auch wieder in der ARD). „SHERLOCK HOLMES“, der Kinofilm, war Ende Januar 2010 auch bei uns DIE imponierende Leinwandüberraschung. Der britische Regisseur Guy Ritchie (u.a. „Snatch – Schweine und Diamanten“/2000; „Rock N Rolla“/2008) entstaubte die historische Britannien-Szenerie des späten 19. Jahrhunderts zünftig, stattete seinen exzentrischen Sherlock Holmes als historischen Bond-Charmeur mit tollkühner Akrobatik und sarkastischen Sprüchen aus und stellte ihm Dr. Watson gleichrangig an die Ermittler-Seite. „Sherlock Holmes 1“ war tolles, modernes Popcorn-Kino. Das prächtig unterhielt. Und indem der eklige okkulte Frauenmörder Lord Blackwood ein für alle Mal zur Strecke gebracht, sprich vernichtet wurde. Doch sein Auftraggeber, ein Professor Moriarty, blieb unbehelligt. Allerdings ohne die Maschinenwaffe, die er damals unbedingt für seine üblen Macht-Absichten begehrte. Benötigte. 1:0 für Sherlock Holmes. Abspann.

Auch in der Fortführung sind wieder „Ami“ ROBERT DOWNEY Junior, 46, und sein britischer Kollege JUDE LAW, 38, das kriminalistische Genie-Gespann. Beziehungsweise Paar. Das eigentlich getrennte Bürger-Wege fortan zu gehen beabsichtigte. Sherlock als bekannt scharfsinniger und weiterhin auch äußerst arroganter Beobachtungsanalyst; John Watson als zur Ehe eingestellter „Normalo“. Natürlich kommt alles anders. Holmes „kann nicht“ ohne Watson. Ermitteln. Sich duellieren. Im ironischen Verbal-Clinch wie mit „rüden Handgriffen“. Und überhaupt: Sie sind, sie benehmen sich, sie drücken sich aus wie ein altes „scharfes“ Ehepaar. Das sich ständig in Konfrontation befindet, aber „ohne“ einfach nichts zustande bringt. Da gerät dann schon mal der wilde, feudale Junggesellenabschied ebenso aus den anständigen Fugen wie auch die geplante Hochzeitsreise von Dottore & Gattin.

Der Grund: Sherlock Holmes wittert – völlig zu Recht – Unheil. An der irdischen Front. Wo es, scheinbar zufällig wie zusammenhanglos, überall mörderisch kracht. In Indien und China ebenso wie in Straßburg und Wien. Anno 1891, ein Jahr nach der Verabschiedung aus dem ersten Sherlock-Neu-Abenteuer, explodieren Bomben. Sind Aufruhr und Chaos an der politischen wie gesellschaftlichen Tagesordnung. Der Tod eines amerikanischen Stahl-Magnaten „interessiert“ Holmes ebenso wie der vermeintliche Selbstmord des österreichischen Kronprinzen. Während man amtlicherseits kleingeistig denkt und ermittelt, ist Sherlock gedanklich stets weiter. Hintergründiger. Entdeckt ein bewusst geknüpftes Netz von Intrigen, Fäden und Folgerungen. Blickt auf ein Komplott von ungeheuerlichem Ausmaß. Wenn es denn funktioniert. Funktionieren würde. Und so stehen sich die beiden Schach-Genies endlich „auf Augenhöhe“ gegenüber: Der satanische Machtmensch Dr. Moriarty und der zynische Weltpolizist Sherlock Holmes. Das Duell kann beginnen. Und führt Holmes & Watson kreuz und quer durch Europa. Von London über Frankreich und Deutschland bis in die Schweiz. Inmitten einer „bombastischen“ Friedenskonferenz. Der Völker. Wo der ebenfalls anwesende Professor Moriarty bereits seine düsteren Zerstörungsfäden listig ausgebreitet hat. Niemand ist ihm gewachsen. Ist er sich diesmal ganz sicher.

Natürlich kann man diesen Sherlock Holmes heute auf der Leinwand nur noch genießen, wenn man die modernen Kino-Spielregeln akzeptiert: Nicht mehr das klassische Pfeifen-Original ist annonciert, sondern der pfiffige Muskel-Held, der längst kräftigst mit-anpackt. Holmes als Action-Hero. Also auch physisch äußerst „lebendig“. Gefährlich. Austeilend. Inmitten prächtiger Schauwerte: Ausstattung, Bauten, Kostüme. Exzellente Räume. Vom Feinsten. Als Krimi-Revue auch für die Augen. „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ ist ein ständig verblüffendes, originelles, witziges wie raffiniertes Thriller-Puzzle. Mit exzellenten wie süffisant-variablen Spezialeffekten. In einer permanent unverschämten Mischung aus spannender Kopflastigkeit und virtuoser Phantasie. „Ruhe“ gibt es nicht. Mehr. Dauerhafte An-Spannung ist angesagt. Angezeigt. Mit viel temperamentvollem Nahkampf. In den bestechenden Motiven. Die flott wie „amüsant“ zusammengeschnitten wurden. Und mit dieser „explosiven“ Musikalität (von HANS ZIMMER) begleitet werden. Sowie der eigenwilligen Einbindung der klassischen Franz Schubert-Melodie „Forelle“. Was für ein flotter, prächtiger Holmes-Spaß 2011! Plus einer zünftigen Schluss-Pointe. Um eine köstliche Tarnung.

Eine wieder gute Show. In der diese beiden vollmundigen „Unschlagbaren“, „Heroes“, Downey & Law, brillante Mitspieler einbinden: Professor Moriarty, in den Doyle-Romanen nur zweimal „richtig“ auftauchend („Das letzte Problem“ + „Das Tal der Angst“) und in fünf anderen lediglich erwähnt, wird vom 49jährigen britischen Mimen JARED HARRIS (der Finanzbuchhalter Lane Pryce aus dem US-TV-Serienhit „Mad Men“) herrlich cool-kalt interpretiert. Wie ein unantastbares Stück böses Denkmal-Beton. Prächtig eisig. Der wunderbare britische Darsteller- & Dichter-Freigeist STEPHEN FRY interpretiert den (erstmals auftauchenden) exzentrischen Sherlock-Bruder Mycroft Holmes mit köstlicher Briten-Nonchalance. Und in ihrem ersten englischsprachigen Film ist die Schwedin NOOMI RAPACE, unvergessen als faszinierende Lisbeth Salander aus den skandinavischen „Millenium“-Adaptionen „Verblendung“/“Verdammnis“/“Vergebung“ nach Stieg Larsson, eine geheimnisvolle Wahrsagerin, die mit Holmes & Watson paktiert.

Also - dieser mit 125 Millionen Dollar budgetierte neue Sherlock Holmes-/Dr. Watson-Auftritt ist prima-aufwändiges Tollhaus-Theater der gehobenen Unterhaltungsgüteklasse. Pures Kintopp sozusagen (= 4 PÖNIs).

SHE´S THE MAN" von Andy Fickman (USA 2006; 105 Minuten; Start D: 21.09.2006); einem anerkannten/erfolgreichen Bühnen-Regisseur aus L.A., der kürzlich mit seinem (freundlich- "durchgeknallten") Regie-Erstling "Kifferwahn" (= der Adaption seiner erfolgreichen Bühnen-Produktion) auch bei uns etwas auffiel.

Hier verharmlost er das bekannte Shakespeare-Gefühlverwirrspiel "Was ihr wollt" als lahmen Teenie-Plot: 14jährige Schülerin (Amanda Bynes) verkleidet sich als ihr Bruder, um an seinem Internat ins Fußballteam zu gelangen. Natürlich verliebt sie sich "kompliziert". Geschlechtertausch-Klamotte mit Klischee-Geschmack: Blondinen sind immer blöd, Intellektuelle stets unscheinbar. Ha, ha. Nur mäßig unterhaltsames, vorhersehbares sowie darstellerisch simples Popcorn-Filmchen (= 2 PÖNIs).

SHINE A LIGHT" von Martin Scorsese (USA 2007; 122 Minuten; Start D: 04.04.2008); war der Berlinale-Eröffnungsfilm in diesem Jahr. Zusammen sind sie 252 Jahre alt: Der "Oscar"-Preisträger MARTIN SCORSESE (65/"Departed - Unter Feinden"), der sich mit Klassikern wie "Hexenkessel" (1973), "Taxi Driver" (1976), "Wie ein wilder Stier" (1980), "Die Farbe des Geldes" (1986), "GoodFellas" (1990), "Casino" (1995) und "Aviator" (2004) zu einem der besten und einflussreichsten Regisseure des späten 20. Jahrhunderts emporgearbeitet hat, und die seit 1962 existierende Rock-Band THE ROLLING STONES, als da wären - MICK JAGGER (64), KEITH RICHARDS (64), RON WOOD (60), CHARLIE WATTS (66).

Im Herbst 2006 hat Scorsese zwei Stones-Konzerte im New Yorker "Beacon Theatre" mit 16 der besten Kameraleuten überhaupt eingefangen. Herausgekommen ist d e r definitive Konzert-Film; herausgekommen ist ein Film über die SCHÄRFSTE Oldie-Rock-Band der Welt (Motto: Die Pflegefall-Generation mit Gitarre anstatt Rollator...); herausgekommen ist ein phantastischer Blick auf bzw. in die SEELE des Rock ´n´ Roll. Losgelöst vom "Siegen-/Überzeugen-Müssen", von all den blöden wie ertragreichen Business-Allüren, können die Stones die Bühne als IHREN PRIVAT-KOSMOS betrachten, um dort mit Genuss loszulassen/abzuheben/loszuhotten.

Dabei kommt man eben SO porentief-NAH an die Urgesteine des Rock heran wie es vor Ort, bei einem Live-Konzert, nie möglich wäre. ERLEBT ihre Songs, sieht ihre Bewegungen, ihre Reaktionen, ihre Poker-Faces so dicht, spannend, pointiert wie noch nie. Dazu: Klasse Gast-Auftritte von Jack White von den "White Stripes", Christina Aguilera und der Blues-Legende BUDDY GUY. "Shine A Light", zwischendurch-gewürzt mit süffisanten Interview-Fetzen von Annodunnemal ("Wie lange wollen Sie das eigentlich noch machen?"/1964; "Können Sie sich vorstellen, auch noch mit 60 Musik zu machen?") sowie mit heutigen Aussagen, ist ein filmischer wie musikalischer Show-/Entertainment-Meilenstein und strahlt Spiel - Spaß - Spannung - Show - Staunen - Stimmung, Charisma +Lust, also EMOTIONEN-PUR auf allerhöchstem Niveau aus. Die Bunte-Bühne-KINO als Klasse-Power-Fieber-Melder in Sachen Rock ´n´ Roll bzw.: Ein wunderbares wie stimmungsvolles wie höchst-vergnügliches Dokument über d i e Populärkultur überhaupt.

Mit einer hübschen Schluss-Pointe: Die Schlacht ist geschlagen, die Show vorüber, die Helden sind merklich müde, man dackelt in Richtung Ausgang, darunter auch Keith Richards. Ein Männeken steht herum, Keith spricht ihn ruhig an: "Können Sie mir mal bitte in den Mantel helfen?" Köstlich. (= 5 PÖNIs).

Kino fürs Herz und Hirn bietet der britische Hit „SHIRLEY VALENTINE — Auf Wiedersehen, mein lieber Mann“ von Lewis Gilbert (GB/USA 1989; 108 Minuten; Start D: 22.02.1990).

In dem geht es um eine englische Hausfrau und Mutter in den besten Jahren. Deren Ehe ist nur noch Routine und Farce, der Alltag grau und langweilig, während die Träume längst vergilbt oder eingefroren sind. Anlässlich einer Griechenland-Reise mit einer Freundin entdeckt sie sich auf ganz einfache, aber wirkungsvolle Weise selbst und fängt neu zu leben an. Was Ehemann und Bekannte ebenso irritiert wie entsetzt.

“Shirley Valentine“, in der Hauptrolle die großartige PAULINE COLLINS, basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Willy Russell. Das steht auch bei uns seit zwei Jahren auf dem Programm der Staatlichen Bühnen und ist eine sympathische, kluge Komödie. Die Leinwand-Adaption hält die Balance zwischen Weisheit und Sentimentalität und erweist sich als pointierter, intelligenter Frauenfilm, der besonders auch Männern gefallen dürfte.

Ein unterhaltsamer Kino-Treffer: “Shirley Valentine" von Lewis Gilbert (= 3 ½ PÖNIs).

SHOOT ´EM UP" von Michael Davis (B+R; USA 2007; 86 Minuten; Start D: 20.09.2007; etwa: "Knall sie ab!"/wörtlich: "Zerschieß´ Sie!".

Davis, Jahrgang ´51, ist ein hierzulande gänzlich unbekannter amerikanischer Illustrator, Drehbuch-Autor + Regisseur. Bisherige Filme u.a.: "Mein Traummädchen von nebenan"/Debüt 1996; "Eins, Zwei, Pie - Wer die Wahl hat, hat die Qual"/2000; "Monster Man - Die Hölle auf Rädern"/2002).

Mit seinem neuen Genre-Werk tritt er in die besten Fußstapfen von QUENTIN TARANTINO ("Pulp Fiction"/"Kill Bill"): "Shoot ´em up" ist ein Kugel-Ballett vom Allerfeinsten; ist eine glänzend wie komisch inszenierte, herrlich dauer-unanständige "Baller-Orgie"; ist ein ideenreicher, origineller, scharf-witziger, phantastisch-schmutzig choreographierter ROCK ´N´ROLL-THRILLER-DJANGO-WESTERN: Ein Mann. Mr. Smith. Sitzt spätabends auf der Bank an der Bus-Haltestelle. Eine hochschwangere Frau rennt an ihm vorbei. Ihr wütend-grinsender Verfolger scheint Übles im Sinn zu haben. Will die Frau wohl killen. Mr. Smith greift ein. Und wie! Während sie ihr Kind kriegt, zerlegt/zerschießt er die Angreifer. Denn dieser unscheinbare Mr. Smith ist DIE EXPLOSION höchstpersönlich. Ist so heißblütig wie jähzornig, ist ein hartgesottener Gerechtigkeitsfanatiker, der vor allem Karotten/Mohrrüben liebt. Wegen Vitamin B für die Augen, aber AUCH ALS Klasse-WAFFE. Außerdem hält sich Mr. Smith eine intelligente Ratte als Haustier, die in seiner abbruchreifen Behausung bestens "funktioniert". Mr. Smith ist ab sofort gefordert. Denn die Gangster interessieren sich nicht für die Nunmehr- und bald tote Mama, sondern FÜR DAS BABY. Dieses kleine süße Wesen wollen sie mit aller Macht killen.

Also hilft Mr. Smith diesem kleinen neuen Erdenbürger, nennt ihn OLIVER (nach Oliver Twist), wird dabei zum coolsten Adoptiv-Papa-ALPHATIER in der Geschichte des Action-Films, beschützt natürlich ab sofort den kleinen Bengel vehement. Obwohl die Verfolger nicht aufgeben, im Gegenteil: Je mehr sie dezimiert werden, um so mehr tauchen neue auf. Doch Smith ist cleverer, schneller, härter, ist dabei aber auch KOMISCHER als ALLES, was bisher auf der Leinwand auftrat: Die Bonds/die Jason Bournes dieser (Kino-)Welt werden MIT SEHR VIEL Stimmungs-SCHMACKES "in die Spur" verwiesen... Doch: Was wollen DIE bloß, angeführt von diesem schrecklichen Mr. Hertz, von dem kleenen Oliver? Was hat DER/was bedeutet ER/was IST ES, was so wichtig für diese Fieslinge ist?

"SHOOT ´EM UP" oder Wie bringe ich die ALLERschärfsten Schieß-Duelle/Baller-Szenen zustande, OHNE dass es blöd, albern, dämlich langweilt??? Antwort: Indem ich, von Anfang an, ALLES dermaßen cool-prollig-dampfend-heiß-übertrieben-anmaßend-frech durchziehe, dass der Spaßfaktor klappt. Duelle während einer Geburt, beim finalen Sex, sogar in der Luft an Fallschirmen und schließlich als DJANGO (= Edel-Schmutz-Western von Sergio Corbucci von 1969/mit Franco Nero in der Titelrolle, der zum Schluss, auf dem Friedhof, mit buchstäblich "blut-toten Fingern", die Bösen KREUZWEISE ins Jenseits befördert...): Eine urige wie pointierte Zitaten-Show. Von Jean-Pierre Melville ("Der eiskalte Engel") über die Rache-Western eines Sergio Leone ("Spiel mir das Lied vom Tod") über den willensstarken Underdog-Spezi "Rocky" über die Schieß-Thriller-Tänze eines John Woo ("The Killer"), gemixt von Django bis Tarantino; es kracht so mit Voll-Erinnerungen, verblüffenden Neu-Dazu-Taten, unterhaltsamer Rock ´n´ Roll-Choreographie: DAS IST GENRE-ENTERTAINMENT in Reinkultur; das hat/macht Spaß, besitzt die nötige Kracher-Distanz/den Anarcho-Charme der totalen Übertreibung. Und ist letztlich, Gipfel des Zynismus bei dieser "genüsslichen" Dauer-Ballerei, sogar ein cleveres Plädoyer gegen die Waffenlobby in den USA!!!

Beeindruckend bei dieser cool-schrägen Faszination auch die 3 Haupt-Mitwirkenden: MONICA BELLUCI ("Der Zauber von Maléna") zeigt als stillende Muttertier-Nutte Herz und Scherz; PAUL GIAMATTI, kürzlich erst als Softie in dem Wein- + Kumpel-Abenteuerfilm "Sideways" erste Sahne, mimt den amtlichen Attentäter-Schurken mit wunderbar-schelmenhaft-sadistischer Bösartigkeit, während der 42jährige Beinahe-Neu-Bond CLIVE OWEN aus England (zuletzt "Children Of Men", davor z.B. "Sin City") als zynisch-schwarzhumoriger Solo-Engel (mit "netter Wut" auf unzivilisierte Mitbürger wie z.B. auf eine unflätig ihren kleinen Sohn öffentlich attackierende Mutter) aber so etwas von ironischer Coolness und GROSSartiger Typen-Spannung atmet, dass es Einen kaum im Sessel hält. Ein KAROTTEN-HELD der Superlative.

Also: "Shoot ´em up" , das ist ein herrlich-ungehöriges Ironie-Kracher-Meisterwerk des tabu-brechenden, faszinierend-zweideutigen, STÄNDIG SEHR unterhaltsamen Genre-/ACTION-Kinos (= 5 PÖNIs).

SHOOTER" von Antoine Fuqua (USA 2007; 124 Minuten; Start D: 19.04.2007); der mit Filmen wie "Training Day" (2001/"Oscar" für Denzel Washington), "Tränen der Sonne", "King Arthur" auch bei uns bekannt wurde.

In seinem neuen Action-Thriller erzählt er eine bekannte Geschichte: Desillusionierter Ex-Scharfschütze der US-Marines wird vom Geheimdienst "zurückgeholt". Mit seinen unübertroffenen Präzisions-Schießfähigkeiten soll er ein drohendes Attentat auf den Präsidenten zu verhindern helfen. Damit aber begibt er sich in eine teuflisch konstruierte Falle, die ihm bösartige Verschwörer aus dem inneren Machtzentrum der USA gestellt haben, die ein honoriges "Bauernopfer" brauchen. Aus dem Jäger wird ein Gejagter und dann natürlich ein "erstklassiger Solo-Rächer". Effektvoller wie durchaus pointierter Paranoia-Reißer um einen perfekten Überlebenskämpfer: Bob Lee Swagger fightet nämlich nicht nur für sich, sondern auch gegen das fiese/mörderische Regierungs-Establishment mit ihren dunklen (Öl-)Geschäften und der Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Soldaten-"Team"-draußen.

Muskelpaket MARK WAHLBERG (gerade erst in "Departed - Unter Feinden"; "Boogie Nights") gibt die gewalttätige, militarisierte Gefühlslage der USA solide wider, wenngleich politischer Tiefgang hier nicht weiter gefragt ist. Dennoch: Ein spannend-akzeptabler USA-Thriller mit einigem (gedanklichen) Realitätsgeschmack (= 3 PÖNIs).

SHOOTOUT – KEINE GNADE“ von Walter Hill (USA 2011; B: Alessandro Camon; K: Lloyd Ahern; M: Steve Mazzaro; 92 Minuten; Start D: 07.03.2013); die Musik hämmert den Blues. Signalisiert „abwegige“ Rock-Stimmung. Sorgt sogleich für knallende Laune. Hey, hier wird es gleich, wenn der Vorspann durch ist, ganz bilder-heiß. Fetzt dieser bärige Drummer-Sound. Und man erinnert sich gerne - wir befinden uns endlich mal wieder im dampfenden, urwüchsigen ACTION-KINO des WALTER HILL.

Es waren einmal…die 1980er Kino-Zeiten. Die Helden hießen RAMBO, TERMINATOR oder ROBOCOP. Muskelpakete wie SYLVESTER STALLONE, ARNOLD SCHWARZENEGGER und PETER WELLER (= heute vergessen) traten als moderne Tarzan-Figuren auf. Und an. Um die Gegner reihenweise „und nicht sehr fein“ auszuschalten. Zu killen. „Weil sie es nicht anders verdient haben“. DIE oder ICH, lautete das kämpferische Überlebensmotto. Auf der überhitzten Genre-Leinwand. Für den Drehbuch-Autoren und Regisseur WALTER HILL, geboren am 10. Januar 1942 im kalifornischen Long Beach, waren die Endsiebziger- beziehungsweise die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts seine „goldenen“. Mit Filmen wie „Driver“ (mit Ryan O’Neal) „Die Warriors“, „Die letzten Amerikaner“, einem der besten politischen Action-Streifen der damaligen Epoche, der Action-Hit-Komödie „Nur 48 Stunden“ (Eddie Murphy & Nick Nolte), dem Endzeit-Hammer-Western „Straßen in Flammen“ (mit dem sagenhaften Rockoper-Sound von Jim Steinman) und „Red Heat“ (mit Arnold Schwarzenegger als sowjetischer Cop/1988) hatte er seine filmische Blütezeit. 1996 trat er mit der Neuverfilmung von Akira Kurosawas Klassiker „Yojimbo – Der Leibwächter“ & dem Remake „Für eine handvoll Dollar“ von Sergio Leone noch einmal „größer“ in Erscheinung: „LAST MAN STANDING“ von 1995, mit Bruce Willis als Toshiro Mifune/Clint Eastwood, ist einer jener Reißer, die beim zigsten Wiedersehen immer stärker wurden/werden. Danach wurde es um Walter Hill, dem Auch-Produzenten, ruhiger. Jetzt hat er sich wieder in den Dreh-Ring begeben und ein heißes Ding von coolem Ramba-Zamba-Action geschaffen, das an die 80er Movie-Handarbeitsjahre gut erinnert. Und dabei SEHR proper, also robust, unterhält.

SYLVESTER STALLONE, inzwischen „präparierte 66“, neulich als lächerlicher „Expendables“ wieder unterwegs, mimt hier Radau-Bruder Jimmy Bonomo. Einen „makellosen“ Profikiller. „Er folgt nur einem Prinzip: Töte niemals einen Unschuldigen“ (Presseheft). Als bei einem Job in New Orleans doch etwas schiefläuft und sein Kollege umgebracht wird, beginnt er seinen privaten Rachefeldzug. Motto: „Immer auf die Bösen“. Was einem jungen Cop aus Washington, der extra für diesen Fall nach New Orleans geschickt wurde, gar nicht gefällt. Denn Detective Taylor Kwon (SUNG KANG) ist ein ausgesprochener Gerechtigkeitsfanatiker und will Jimmy überführen. „Ans Leder“. Obwohl DER ihm ein ums andere Mal aus der Patsche hilft und sogar das Leben rettet. Nein, der Junge ist ein ewiger Gerechtigkeitsidealist. Und bleibt es nicht mehr ganz, als die (attraktive) Tochter von Jimmy aus ihrem Tätowierstudio entführt wird. Jetzt müssen „die Partner“ zusammen ´ran. Um den Mob endlich auszulöschen.

Natürlich, es wird gekloppt, was die Fäuste hergeben; es wird geballert, was die Knarren ausspucken; es wird explosiv, was die Pyrotechnik nur so choreographiert. Und, ganz klar: Es wird cool gezotet, was die Mäuler nur so herauslassen. Kurzum: Nix ist hier „richtig“, logisch, möglich, sondern die volle Kanne Dampf- & Action-Karacho. Mit urigem lakonischem Schwarzhumor, frechen Bonmots zum Grinsen und in Gänze prima unmoralisch. Und wenn sich schlussendlich der neue „Conan“, Riesentype JASON MOMOA, mit dem doppelt so alten Stallone zünftig prügeln, wirkt es nur noch saukomisch. Überhaupt: „Gute Reflexe für einen alten Knacker“ - Sylvester Stallone zieht stoische Mine und stakst durch diese „unsensible“, „überschaubare“ Story wie ein „ständig angesäuerter“ Samurai-Ritter aus den besseren Jahrhunderten. Nur unedler. Mit Colt und Dauerwut. Und umgekehrt. Übrigens - die Show hier basiert auf der Graphic Novel „Du plomb dans la tête“ von Alexis Nolent alias „Matz“. Und CHRISTIAN SLATER, inzwischen 41, was ist bloß aus DEM geworden („Der Name der Rose“), darf sich einige Zeit als schmieriger Anwalt probieren und wird dann zünftig abgemurkst. Auch schön (= 3 PÖNIs).

SHOPAHOLIC – Die Schnäppchenjägerin“ von P.J. Hogan (USA 2008/105 Minuten; Start D: 12.03.2009); einem australischen Regisseur, der gleich nach seinem fulminanten Regie-Debüt „Muriels Hochzeit“ (1994/mit Toni Collette/4 australische „Oscars“, darunter als „Bester Film“) von Hollywood „eingekauft“ und für Spaßfilme wie „Die Hochzeit meines besten Freundes“ (1996/mit Julia Roberts + Cameron Diaz); „Wer tötete Victor Fox?“ (2002) und der Realverfilmung von „Peter Pan“ (2003) eingesetzt wurde. Sein neuester Streich basiert auf dem Bestseller „Confessions of a Shopaholic“, wie auch der amerikanische Originaltitel des Films lautet. Die 5bändige „Shopaholic“-Buchreihe von SOPHIE KINSELLA aus den Jahren 2000 bis 2007 wurde, lt. Produktionsangaben, weltweit über 15 Millionen Mal verkauft.

Thema: Zickenalarm im Kaufhaus: Die New Yorkerin Journalistin Rebecca Bloomwood (nett-rothaarig: ISLA FISHER/“Vielleicht, vielleicht auch nicht“; „Blind Wedding – Hilfe, sie hat ja gesagt“) ist arbeitslos, überschuldet, mit Schuldeneintreiber im Nacken und kaufsüchtig. Shopping forever. Konsum auf Dauer-Pump. Und anstatt, wie erhofft, bei einem populären Modemagazin endlich viel MEHR Geld zu verdienen und Karriere zu machen, landet sie „versehentlich“ wie „vehement“ als – dann erfolgreiche - Kolumnistin in der Redaktion eines Wirtschaftsmagazin desselben Verlages. Mit natürlich höchst attraktivem Boß (Hugh Dancy) und viel Verwechslungs-Trabbel.

Mitunter hysterisches Bunte-Bühne-Aschenputtel-Kintopp, mit einer ebenso tollpatschigen wie hysterischen wie „niedlichen“ Hochstaplerin, mit SEHR viel Gerede und allerlei emotionalen „Hoppalas“, wenn Schränke aufplatzen wegen der vielen Klamotten; Ballkostüme sich plötzlich auflösen, Frauen herumkreischen und peinliche Enthüllungen wie gehabt grundsätzlich vor „großem Publikum“ passieren. Ein amerikanisches Mädel lebt fröhlich über ihre Verhältnisse, mit 10 und mehr überzogenen Kreditkarten, vor einem Jahr gedreht, als heute „obszön“ wirkende oberflächliche Komödie auf den belämmerten „amerikanischen Zustand“, Motto: Ich kaufe, also bin ich. Von wegen. Dabei schließlich erkennend, natürlich ganz Märchenkino, daß an den wichtigsten Dingen im Leben kein Preisschild klebt. Ha ha (= 2 PÖNIs).

P.S.: Der schönste Satz des Films kommt von ihrem „armen“ Vater (JOHN GOODMAN), der voller Überzeugung feststellt: „Meine Tochter wird das überstehen, wenn doch die USA Milliarden von Dollar Schulden haben“…..

SHOPPEN" vom Münchner Debütanten RALF WESTHOFF (B+R; D 2006; 91 Minuten; Start D: 03.05.2007).

Westhoff, Jahrgang ´69, Studium der Wirtschaftswissenschaften, freier Radioreporter, Nachrichtenredakteur; Autor, preisgekrönter Kurzfilmer (u.a. Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis, Kurzfilm-Förderpreis beim Max-Ophüls-Festival + Preis für den "besten Kurzspielfilm" beim Internationalen Filmfestival von Melbourne für "Der Plan des Herrn Thomaschek"/2002). In 20 Tagen entstand im Juni 2006 - während der Fußball-WM - sein Debüt-Spielfilm, der seine Uraufführung bei den 40. Hofer Filmtagen im letzten Oktober hatte, wo er zum Publikumsfavoriten avancierte.

Thema: Ach Gott, die Liebe. Die wahre. Große. Ewige. Die einzigartige. Bzw. die Suche danach. Nach d e m Partner. Nach dem Traumprinzen/der Traumprinzessin. Nach schließlich d e m Pendant. Wer will schon EINSAM sein/bleiben? Aber: Wo/wie/wen oder was suchen/finden/festhalten? Mitten in d e r Single-Großstadt, München. Zudem: Die Konkurrenz ist enorm. Hört sich thematisch ziemlich uncool, fade wie natürlich und vor allem deutsch-filmisch bekannt/blöde/verbraucht/verbrannt an (wie "Suche impotenten Mann fürs Leben", so in dieser klamaukig-verklemmt-peinlichen Art...). Und dann DAS: "SPEED-DATING" heißt das moderne Such-Stück, lautet die neue "Zauberformel". Wie bitte???: SPEED-DATING. Niemand hat mehr Zeit, viele sind nach stressiger Tages-Arbeit geschafft, um sich noch auf die "herkömmliche" , traditionelle Suche zu begeben (Disco/Kneipe...), die Gefühle/Wünsche/Träume, zwischen Bangen/Hoffnung/Resignation, PASSIERT DA überhaupt noch was??? Also eben: SPEED-DATING: Ist NATÜRLICH aus den Staaten herübergeschwappt, "die neue amerikanische Sitte": 18 paarungswillige Solisten, 9 Männer/9 Frauen, zwischen 25 und 40, treffen sich zum Fließband-Schnuppern/-Flirten; kommen in einem großen, kargen Raum zusammen, sitzen gegenüber, um sich in kurzen, auf 5 Minuten festgelegten Einzelgesprächen "kennenzulernen". Sich originell wie optimal "zu verkaufen", um beim Gegenüber Neugier zu erwecken. Wenn die Stoppuhr klingelt, wird weitergerückt, wird der Gesprächspartner gewechselt. Speed-Dating. Der Schnelldurchlauf in Sachen Gefühle/Sicht/Identität.

Du meine Güte. Was könnte DAS in die filmische Hose gehen: Visuell gibt´s nischt, dafür unendliches Gequatsche/Gelaber. Doch RALF WESTHOFF schafft daraus eine Art KÖSTLICHEN Spagat zwischen Woody Allen + "Harry & Sally": Sein Film zeigt sich unglaublich amüsant, frech, pointiert; führt clever Verletzlichkeit, Unnahbarkeit, Selbstbewusstsein vor; besitzt die TEMPOREICHE, spannende, atmosphärische, fortwährend neugierige wie augenzwinkernde Balance zwischen Anteilnahme, Dicht-Dran-Sein an den Personen und eigenem Wieder-Erkennungseffekt. Ohne dabei zu denunzieren oder mit Klischees zu triefen, trifft er einen emotionalen wie gesellschaftlichen Zeit-Nerv: Eine erwachsene Generation mit vielen Defiziten, möchte gerne KIND(isch) bleiben, weiter"spielen" und doch nicht alleine-sein/-bleiben.

Mit dabei/als Außenansicht: Der selbstzufriedene Schönling (der sich "als Designerstück" bezeichnet und sein Gegenüber "als Schnäppchen"); der Workaholic (der gleich eine Liste mit Fragen mitgebracht hat, die er abhakt); das frustrierte Scheidungsopfer; die traurige Krankenschwester; die Schönheit (mit genau DIESEM "Problem"); die zickige Emanze; der Öko-Fanatiker; die penetrante Quatsch-Liese (aus Brandenburg).....; Westhoff gibt/schenkt jeder Figur authentische PERSÖNLICHKEIT, Charisma, Typen-Charme; ganz unangestrengt, ziemlich kribbelnd, herzhaft-nah. Legt ihnen "Sprache" in den Mund, die intelligent-antörnt, komisch ist, "Wirkung" zeigt. Dass dies funktioniert, hat aber natürlich/zuallererst mit diesem GROßARTIGEN Ensemble zu tun: Westhoff hat es geschafft, völlig unverbrauchte, neugierig-machende, richtig gute, SPANNENDE Klasse-Akteure zusammenzubringen: Klassisch ausgebildete (Bühnen-)Schauspieler, die ihr Handwerk BLENDEND beherrschen und ihre jeweilige Type vortrefflich wie überzeugend vorzuführen verstehen. Selten waren in einem deutschen Film Darsteller SO AUFREGEND-anregend wie hier. Denn DIE verstehen es tatsächlich, allesamt, glaubwürdige Charaktere zu entwickeln, denen man gerne wie respektvoll zuhört/zusieht.

Ein erstaunlicher, weil eben SEHR unterhaltsamer neuer deutscher Beziehungs-Film (= 4 PÖNIs).

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