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Filmtitel von Stat - Stez

Legende:

5 Pönis= Einsame Spitze
4 Pönis= Richtig gut
3 Pönis= Geht so
2 Pönis= Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis= Grottig

THE STATEMENT" von Norman Jewison (Kanada/GB/Fr 2003; 120 Minuten; Start D: 23.06.2005), dem inzwischen 77jährigen Hollywood-Veteran und "Oscar"-Preisträger ("In der Hitze der Nacht"), der hier von unmöglicher Vergebung oder Sühne anhand des Falles eines Nazi-Handlangers in Frankreich erzählt, der erst 1992 von seiner blutigen Vergangenheit als Scharfrichter eingeholt wird. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Brian Moore entstand ein packender Polit-Thriller, in dem großartige Akteure wie MICHAEL CAINE, TILDA SWINTON und CHARLOTTE RAMPLING brillieren. Ein aufwühlender Spannungsfilm (= 4 PÖNIs).

STATE OF PLAY – Stand der Dinge” von Kevin MacDonald (USA 2008/127 Minuten; Start D: 18.06.2009); einem am 28. Oktober 1967 in Glasgow/Schottland geborenen britischen Regisseur, Drehbuch-Autor und Produzenten. Zudem: Kevin MacDonald ist der Enkel des ungarisch-britischen Drehbuch-Autors und Regisseurs Emeric Pressburger (1902-1988/“Die roten Schuhe“, 1948). Der sich anfangs mit TV-Dokumentationen (über Filmkünstler wie Charles Chaplin, Howard Hawks und den kinetischen Bildhauer George Rickey) einen guten Namen machte. 1998 porträtierte er den schottischen Filmregisseurr Donald Cammell, der sich zwei Jahre zuvor, nach Fertigstellung seines Thrillers „Wild Side“, das Leben genommen hatte. Der Dokumentarfilm „Donald Cammell: The Ultimate Performance“ lief in ausgewählten britischen Kinos und wurde auf dem Filmfestival von Chicago (mit dem „Silbernen Hugo“) ausgezeichnet. 1999 knüpfte MacDonald mit „EIN TAG IM SEPTEMBER“ an diesen Erfolg an. Für die Dokumentation über die Geiselnahme von München während der Olympischen Sommerspiele von 1972, die auch in den amerikanischen Kinos gezeigt wurde, erhielt der Filmemacher, gemeinsam mit dem Schweizer Produzenten ARTHUR COHN, den „Oscar“ als „Bester Dokumentarfilm“. Nach weiteren Porträts über Filmemacher wie Errol Morris und Humphrey Jennings (1907-1950) sowie über den „Rolling Stones“-Frontsänger Mick Jagger folgte 2003 der Dokumentarfilm „STURZ INS LEERE“, der auf dem 1988 erschienenen preisgekrönten Buch „Touching the Void“ des britischen Extrembergsteigers Joe Simpson basiert.

Das Werk kam im Dezember 2003 in die britischen und im Januar 2004 in die amerikanischen Kinos und avancierte zum ERFOLGREICHSTEN ENGLISCHEN DOKUMENTARFILM ALLER ZEITEN, setzte sich – noch vor den Spielfilmen „In This World – Aufbruch ins Ungewisse“ von Michael Winterbottom und „Unterwegs nach Cold Mountain“ von Anthony Minghella – als beste britische Kino-Produktion des Jahres durch. Der erste Kinospielfilm von Kevin MacDonald kam 2006 in die Lichtspielhäuser: „DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND – In den Fängen der Macht“. Die Geschichte um Nicholas Garrigan, den schottischen Leibarzt des ugandischen Diktators Idi Amin (1928-2003), wurde hervorragend aufgenommen und bewertet; FOREST WHITAKER bekam den „Oscar“ als „Bester Hauptdarsteller“ zugesprochen. Für seinen 2. Kinofilm adaptierte MacDonald die 6teilige, jeweils rd. einstündige britische BBC-Erfolgsminiserie „MORD AUF SEITE EINS“ von 2003. Originaltitel: „State of Play“; Regie: David Yates; deutschsprachige Erstausstrahlung ab 5. Januar 2008 auf ARTE.

Im Blick- und Mittelpunkt des nun amerikanischen Spielfilms: Der altgediente, „zottlige“, aber hellwache Chef-Reporter der (fiktiven) Zeitung „Washington Globe“, Cal McCaffrey. Der fährt ein klappriges Alt-Auto, wirkt übergewichtig, nicht besonders gepflegt, ziemlich unordentlich, also absolut glaubwürdig. Authentisch. Denn Cal nimmt seinen journalistischen Beruf noch ernst, ist einer jener Haudegen, die es sich nicht nehmen lassen, ebenso zeitaufwendig wie kritisch zu recherchieren. Mit Bleistift, Block und Papierbergen auf dem Schreibtisch trotzt er dem Internet-Zeitalter. Um die Wahrheit herauszufinden. Was in der heutigen Zeit und vor allem innerhalb der Zeitungslandschaft samt ihrer aktuellen Finanzkrise plus Leserschwund nicht so einfach mehr ist, ganz im Gegenteil. Die äußerst toughe Chefredakteurin Cameron Lynne (in einer wunderbaren Neberolle: „Oscar“-Lady HELEN MIRREN/“The Queen“) sitzt ihm ein ums andere Mal im Nacken von wegen Zeit, Kosten, schnellere Fakten und überhaupt…; doch Cal ist wegen seines untrüglichen Instinkts für „heiße Stories“ geachtet wie – noch – unantastbar.

Sein neuer Fall scheint ziemlich unspektakulär und eher „klein“; es geht um einen Mord an einem Drogendealer. Gleichzeitig erhält seine junge, forsche Nachwuchskollegin aus der Online-Redaktion, Della Frye (RACHEL McADAMS), den Auftrag, dem mysteriösen Tod einer jungen Frau nachzugehen, die unter U-Bahn-Räder „gelangte“. Die junge, technisch versierte Della belächelt solch journalistische „Oldie-Rabauken-Typen“ wie Cal, dennoch müssen sie zusammenarbeiten. Und sich zusammenraufen. Denn: Der alte und der neue Journalismus stoßen auf einen brisanten und anscheinend zusammenhängenden, hochkarätigen Polit-Skandal. Mit darin verwickelt: Der aufstrebende Kongreßabgeordnete Stephen Collins (BEN AFFLECK/“Good Will Hunting“), der gerade dabei ist, die Machenschaften eines gigantischen Privat-Sicherheitskonzerns aufzudecken, deren Angestellte/Söldner anscheinend mit Duldung des Pentagons im Irak und in Afghanistan „amtliche“ Greueltaten verübten. Dafür bekommt Collins gerade viel „politischen Gegenwind“, muß Attacken sogar aus den eigenen Partei-Reihen einstecken. Stephen Collins ist aber auch zugleich ein alter Freund von Cal und hat dessen frühere „Spusi“ Anne (ROBIN WRIGHT PENN/“Message in a Bottle“) geheiratet. Und es stellt sich heraus, daß die junge U-Bahn-Tote eine Sekretärin des Politikers war und - seine Geliebte.

UND: Im Handy der Toten befindet sich die Telefonnummer des umgebrachten Dealers. Beide Ereignisse besitzen also einen Zusammenhang; Cal und Della haben fortan mächtig zu tun. Und stoßen auf ebenso hochkarätige wie „lukrative“ kriminelle Verstrickungen in Politik und Wirtschaft. Nochmal bzw. mal wieder: Ein Journalisten-Krimi. In der besten Tradition von spannendem Enthüllungsjournalismus wie dem Watergate-Klassiker “Die Unbestechlichen“ von 1976 (mit Robert Redford/Dustin Hoffman). Die 4. Gewalt im Staate als „funktionierende Demokratie-Basis“: Kevin MacDonalds raffinierter Thriller über neue Medien und alte Seilschaften, über Macht und Moral sowie vor allem über die korrupte Einflußnahme der amerikanischen Wirtschaft und ihrer geschäftigen Lobbyisten auf den Regierungsalltag ist intelligent, verblüffend, außerordentlich spannend und natürlich von immenser politischer wie gesellschaftlicher AKTUALITÄT. (Und sicherlich nicht nur für die USA). Der Journalist als Detektiv, als Quasi-Polizist, der im Sumpf, im Dreck des schmutzigen Alltags hinter den Kulissen, hinter den glänzenden Fassaden unbeirrt, störrisch wie couragiert ermittelt. Und sich einfach nicht ´runterkriegen, geschweige denn – teuer – „einfangen“ läßt. Cal McCaffrey als EINER VON UNS, als einer der noch an Gerechtigkeit glaubenden „Normalos“, der einfach nicht aufzuhalten ist. Sein unbedingtes, starrköpfiges Dauer-Medien-Motto: Immer-QUALITÄT statt Oberflächen-QUOTE! Um jeden Preis.

Ein exzellenter Spannungsfilm, mit dann auch verblüffenden Pointen, auf der Tastatur von Intelligenz und Gefühl klasse-zubereitet und spielend. Mit denkwürdigen Sätzen wie „GUTE REPORTER HABEN KEINE FREUNDE, SIE HABEN NUR QUELLEN“ (Cameron Lynne, Chefredakteurin von „The Washington Globe“) ummantelt und mit einem grandiosen Vollblut-Hauptakteur „im Ring“ aufwartend: RUSSELL CROWE. Der 45jährige, in Wellington/Neuseeland geborene australische Star hat bekanntlich Filme wie „L.A. Confidential“; „Insider“ (1999); „Das Comeback“ (2005); „Todeszug nach Yuma“ (2007) und „Der Mann, der niemals lebte“ (2008) geadelt. Für die Darstellung des römischen Generals Maximus Decimus in Ridley Scotts Historienfilm „GLADIATOR“ bekam er im Jahr 2000 den „Oscar“ als „Bester Nebendarsteller“. In der britisch-französischen Ridley-Scott- „Wein-Produktion“ „Ein gutes Jahr“ stellte er sich 2006 als letztlich überzeugender Romantiker amüsant vor. Hier nun dringt er, als Auslaufmodell von glaubwürdigem Reporter, fintenreich-tief in den Morast vom heutigen Washington ein, der mit Tiefgaragen, Kellerverliesen und U-Bahn-Schächten düster-eindringlich verbildlicht wird (Kamera: RODRIGO PRIETO). Dabei wirkt der charismatische Crowe als angeschmuddelter Starschnüffler sehr ausdrucksstark und präsent, angenehm unangestrengt, angenehm unaufgeregt wie prima kinolike, also „heldisch“-hellwach-reizvoll. Ein spannender, ein cleverer Typ, dem man gerne folgt. „State of Play“ ist schon auf dem besten unterhaltsamen Gedanken-Weg, ein Genre-Klassiker zu werden (= 4 PÖNIs).

STAY" (USA 2005; 99 Minuten; Start D: 23.02.2006) von Marc Forster, dem in Ulm geborenen und in der Schweiz aufgewachsenen Regisseur von Filmen wie "Monster`s Ball" (2001/"Oscar" für die Hauptdarstellerin Halle Berry) und neulich "Wenn Träume fliegen lernen" (2004) mit Johnny Depp als Peter-Pan-Autor J.M. Barrie.

Hier geht es verwirrend-kirre um einen Psychiater (EWAN McGREGOR/"Star Wars"/"Moulin Rouge"/"Die Insel"), der einen Kunststudenten vor dem angekündigten Suizid bewahren/retten will und mehr und mehr in "dessen Welt" gefährlich eintaucht. Dabei entsteht so etwas wie ein traumatischer Irrlauf, irgendwo angesiedelt zwischen Realität und Illusion, ziemlich verschachtelt und einigermaßen unübersichtlich. Ein mattes Thriller-Rätselspiel, in dem sich auch NAOMI WATTS (die Freundin vom aktuellen "King Kong"), BOB HOSKINS und Neuling Ryan Gosling als selbstmordgefährdeter Künstler zwischen dem Dies- und Jenseits bemüht tummeln (= 2 PÖNIs).

STELLUNGSWECHSEL" (D 2007; 97 Minuten; Start D: 03.10.2007) von Maggie Peren; einer in Heidelberg geborenen Autorin, Schauspielerin, Produzentin + Regisseurin vom Jahrgang ´74; hat mal ganz beachtliche Skripts für Filme wie "Vergiß Amerika" (2000) und "Napola - Elite für den Führer" (2004/"Deutscher Filmpreis"), hat aber auch ziemlich einfältige Drehbücher für Filme wie die "Mädchen, Mädchen" (2001) und "Mädchen, Mädchen 2 - Loft oder Liebe" (2005) verfasst. In ihrem Regie-Erstling kopiert sie das britische Erfolgsmuster aus "Ganz oder gar nicht" (1997). Waren es dort 6 arbeitslose Stahlarbeiter, die eine Striptease-Boy-Group gründen, geht es hier um 5 Münchner Typen "nach der Klischee-Stange", die eines verbindet: Knappe Kasse, fast gar kein Liebesleben.

So tun sie sich schließlich, nach einigem ganz ulkigen, bisweilen pointierten Abtasten, als Call-Boys "mit Orgasmusgarantie" zusammen: Der einfühlsame Frauenversteher und Doktor der Philologie Frank (FLORIAN LUKAS); der in die Jahre gekommene nette Olli mit dem insolventen Feinkostladen (GUSTAV-PETER WÖHLER); der gescheiterte und mittlerweile für "zu alt" befundene Manager (HERBERT KNAUP); der jugendliche Grünschnabel, der zwar wie der junge Antonio Banderas ausschaut, aber noch "Jungfrau" ist und kaum was auf die Reihe kriegt (Kostja Ullmann) sowie der unterbelichtete, sich mächtig überschätzende Polizisten-Macho Gy (SEBASTIAN BEZZEL/"Schwere Jungs"). Man kabbelt und brabbelt, man brunst und windet sich, man plappert, staunt und puzzelt nett herum.

Gott sei Dank, keine blöde Geschlechter-Klamotte, keine depressive Sozial-Schmonzette, auch keine teutonischen Diskussionen über die "neue Rollenverteilung" der Paare, sondern eine ganz liebe, freundliche, sympathische Unterhaltungs-Lockerheit in Sachen "Nur-mal-so-deutsche Komödie". Ist zwar harmlos wie unangestrengt, auch vorhersehbar, ist dabei aber auch um ein Vielfaches amüsanter als so viele dieser überdick auftragenden Schema-F-Bonbon-Übersee-Doof-Importe (= 3 PÖNIs).

STEPFATHER“ von Nelson McCormick (USA 2009; 101 Minuten; Start D: 31.12.2009); einem langjährigen US-TV-Regisseur, der hier nach seinem Splattermovie-Remake-Debüt „Prom Night – Eine gute Nacht zum Sterben“ von 2008 seinen zweiten Kinospielfilm vorstellt. Wieder als Remake: Das Original heißt „The Stepfather“, stammt von 1986, wurde damals von Joseph Ruben nach einem Drehbuch des bekannten Krimi-Schriftstellers Donald E. Westlake inszeniert, kam hierzulande als Video-Premiere am 28.6.1988 heraus, entpuppte sich als „Juwel des B-Films“ und hatte bei uns danach verschiedene Titel wie „Kill, Daddy, kill“ oder „Spur in den Tod II“ oder „The Stepfather – Kill, Daddy, Kill“. Deutsche DVD-Premiere hat dieses kultige Psycho-Movie mit zeitgenössischem Grusel-Geschmack (Reagan-Ära) übrigens gleich nach dem Kinostart des Remakes, in der nächsten Woche.

Alles ist von Anfang an für den Zusehenden klar: Dieser nette Witwer David Harris (DYLAN WALSH) ist keineswegs der liebenswerte Zeitgenosse, für den er sich ausgibt. Und er hat auch nicht, wie er tönt, vor einem Jahr bei einem Unfall Frau und Kind verloren, ganz im Gegenteil: David, wie er sich jetzt nennt, ist ein „Psycho“. Der übelsten Sorte. Ein Serienmörder. Der sich in „freundliche Familien“ täuschend-geschickt wie berechnend einschleicht, um eine „Familie“ zu gründen/zu haben/zu bekommen/zu besitzen. Sollten sich DANN allerdings „personelle Unklarheiten“ oder Mißtrauen häufen und eine Enttarnung bevorstehen, killt er seine familiäre Umgebung eiskalt, um sich einer neuen zuzuwenden. Dabei ist und bleibt unklar, wer er nun genau ist, wie er wirklich heißt und welche Motive ihn zu seinen blutigen Taten wirklich bewegen. Ein Wahnsinniger in der Maske eines Biedermanns. Diese menschliche Doppelbödigkeit wird auch hier „genüßlich“ wie trivial wie aber auch ziemlich schal ausgereizt, ausgespielt. David und seine neue Family. Während die neue Gattin, die geschiedene Susan (SELA WARD), ganz aus dem ahnungslosen emotionalen Häuschen ist, bleibt der fast erwachsene Sohn Michael (PENN BADGLEY) von Anfang an mißtrauisch. Und hartnäckig. Natürlich halten ihn Sexy-Freundin Kelly (AMBERT HEARD) und seine Mutter bei seinen Mutmaßungen für paranoid, aber Michael bleibt „dran“. Und natürlich kommt es wie es halt so kommen muß…..

Vorhersehbarer, wenig originell oder pointiert inszenierter und mit „Bedienungsakteuren“ versehener Kleinkram von Spannungsfilm, bei dem des Hausherrn ständige Bemühungen, seine Paranoia im Zaum zu halten, ebenso ermüdet wie die „Anstrengungen“ der Beteiligten, dies unlogisch ignorieren zu müssen. Und weil WIR im Parkett ja alles wissen (und kennen), langweilt diese wenig atmosphärische Spannungschose mehr und mehr. Auf DVD hätte man diese ausgelatschte Genre-Gruselei schnell(er) durchgehabt…..(= 2 PÖNIs).
P.S.: Das Wieder-Sehen mit dem Originalfilm auf DVD (Kaufstart: 8.1.2010, unter dem Titel „The Stepfather – Kill, Daddy, Kill“)) jedenfalls ist weitaus spannender, hintergründiger, unterhaltsamer, also empfehlenswerter.

STERBEN FÜR ANFÄNGER" (USA/GB/D/NL 2007; 90 Minuten; Start D: 19.07.2007) von FRANK OZ, einem gebürtigen Engländer, der viel in Hollywood gearbeitet hat ("Der kleine Horrorladen" mit Rick Moranis; "In & Out - Rosa wie die Liebe" mit Kevin Kline; "Zwei hinreißend verdorbene Schurken" mit Michael Caine und Steve Martin). Abgesehen von seinen Leistungen als Komödien-Experte für die Leinwand hat sich Oz aber auch auf "ganz andere Art" einen unsterblichen Platz in der TV- + Kinogeschichte gesichert: Als einer der kreativen Köpfe hinter den legendären "MUPPET SHOW" von Jim Henson und als Jedi-Meister YODA aus den "Star Wars"-Filmen: Frank Oz spielte und sprach MISS PIGGY, FOZZIE-BÄR, den Schlagzeuger DAS TIER und andere Figuren des 70er Jahre-TV-Highlights "Die Muppet Show"; YODA spielte und sprach er in "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter".

Hier nun geht es "abgedreht-britisch" zu. In einem feinen Bürger-Haus soll eine Bestattung stattfinden bzw. ausgerichtet werden. Doch erst wird eine falsche Leiche angeliefert, dann nehmen die kleinen, feinen, schwarz-komischen Zufalls-Katastrophen ihren Lauf, weil plötzlich Psycho-Drogen für eine nicht nur traurige Stimmung bei so manchen Beteiligten sorgen. Oz lässt in einem überschaubaren Haus, mit stimmungsvollem Ensemble, die MENSCHLICHEN (Boulevard-/Klischee-)Puppen tanzen. Inmitten komisch-sarkastischer Situations"herrlichkeit". Das macht er ganz witzig, locker; mit schrägen Figuren, ebensolchen Dialogen und guten Akteuren.

Eine freundlich HALLUZINIERENDE Komödie, die aus "britischem Timing" bisweilen feine schwarze Ironie-Funken schlägt (= 3 PÖNIs).

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