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Filmtitel von Te - Tg

Legende:

5 Pönis= Einsame Spitze
4 Pönis= Richtig gut
3 Pönis= Geht so
2 Pönis= Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis= Grottig

TED” von Seth MacFarlane (Co-B, Prod.+R; USA 2011; 106 Minuten; Start D: 02.08.2012); “lang” heißt er Seth Woodbury MacFarlane, er wurde am 26. Oktober 1973 in Kent im US-Staat Connecticut geboren, studierte Animation und Design an der „Rhode Island School of Design“, und er ist außerordentlich vielseitig tätig. Als Schauspieler, Synchronsprecher, Drehbuch-Autor, Komiker, Filmproduzent, Regisseur und Sänger. SETH MacFARLANE ist Schöpfer der auch hierzulande bekannten TV-Trickserien „FAMILY GUY“ und „AMERICAN DAD“. Als Schauspieler trat er in mehreren kleinen Rollen in Film- und Fernsehproduktionen auf. Für „Family Guy“, wo er Familienoberhaupt Peter Griffin sowie weitere Figuren spricht, bekam er 2006 den Synchron-„Oscar“, den „Annie Award“, für seine Synchronisierung von Stewie Griffin. Für die TV-Serie selbst bekam er als Produzent zweimal die begehrte „Emmy“-Trophäe (2000, 2002), vergleichbar als TV-„Oscar“. Für seinen ersten eigenen Kinofilm dachte sich das dreiköpfige Drehbuch-Team Alec Sulkin, Wellesley Wild sowie MacFarlane etwas ganz „Spezielles“ aus: Einen ganz und gar rüpelhaften Teddybären. Namens TED. Dabei hatte der Teddybär ja eigentlich überall - bislang - einen tadel- wie makellosen Ruf: „Stoffbär als Kinderspielzeug“. Notiert der „Duden“. Doch nun DAS.

Weihnachten 1985. Der kleine John fühlt sich einsam. Wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sein Teddy und allerbester Freund lebendig wird. Ein paar Minuten und eine Sternschnuppe später passiert es. Tatsächlich. Magie. Oder so etwas. Jedenfalls wird „Teddy“ lebendig. Kann sogar sprechen. Erst ist die Aufregung in der Family, in der Nachbarschaft und in den Medien groß, dann gewöhnt man sich schnell an- und miteinander. „Ted“ übersteht internationale Schlagzeilen, absolviert routiniert Talk-Shows wie „The Tonight Show“ mit Johnny Carson und wird zum „normalen“ Haus-Kumpel von John. Mitbewohner. Mit-Bürger. Man schwört sich immerwährende innige Freundschaft. Die Jahre vergehen. Und mit ihnen Johns Pubertät, Johns Volljährigkeit. Heuer ist er 35, hat einen Job bei einer Autovermietung und weiterhin den „patenten“ Ted an seiner (auch Bett-)Seite. Zu dessen Lieblingshobbys täglich kiffen, viel saufen, viel Sex und noch mehr häusliches Party-Chaos zählen. Die volle Kanne Spaß. Was auf die Dauer aber den eigentlich gerne weiterpubertierenden John (MARK WAHLBERG) in einige Probleme stürzt. Denn seine Angebetete, die attraktive Lori (MILA KUNIS), ist keineswegs gewillt, Ted so nahe bei John bzw. überhaupt bei sich zusammen (in der Wohnung) zu akzeptieren. Also - entweder der Teddy oder ich.

Wie soll sich „Mann“ entscheiden? Nach sooooo vielen Jahren Gemeinsamkeit mit seinem flippigen, unartigen, „motivierenden“ Stoff-Partner an seiner Seite??? Ein heilloses Durcheinander. Im emotionalen Befinden des doppelt „liebenden“ John. Doch die Chose wird noch verzwickter. Als ein schwer gestörter Typ namens Donny (GIOVANNI RIBISI) mit seinem ebenfalls schwer bekloppten fetten Sohn Robert auftaucht. Und Ted entführt. Jetzt heißt es - Kräfte bündeln. Und: Endlich wird in einem amerikanischen Film auch mal ein hässliches, gemeines Kind prima „gemaßregelt“. Schließlich mischt auch SAM J. JONES tüchtig, also lautstark und trinkfest mit. Sie kennen Sam J. Jones nicht? Ich hatte DEN auch schon längst vergessen: Sam J. Jones, inzwischen 57, mimte 1980 den Supertypen „Flash Gordon“ in dem gleichnamigen Comic-Film. Hier darf an ihn voll-cool erinnert werden. Eine Verbeugung von Seth MacFarlane an eine Pop-Ikone der phantastischen 80er Hollywood-Ära. Ach so ja, und die hübsche Soul-Diva NORAH JONES als Ted-Freundin ist dann auch noch mit von der funkigen Party. Wie schön.

Was also lernen wir? Der Knuddel-Charme von Teddy & Co., „Bärenmarke zum Kaffee“, ist hin. Stattdessen jetzt: Der Aufstand der Stoffies. Mit viel unfeinem Karacho und noch mehr unflätigem Anarcho-Charme. Von wegen Kuscheltier; eindeutig: Die „schlimmen“ Kino-Folgen von solch feurigen Machwerken wie „Hangover“, „Brautalarm“ & Co machen sich weiter bemerkbar. Und das herrlich Verrückte: Während man „Mensch“ dies eigentlich verübelt, wenn er sich jenseits der politischen Korrektheit (sowie unterhalb der Gürtellinie) bewegt, aufführt, sieht man es dem kleinen unkontrollierten Stoff-Gnom irgendwie und gerne nach. Der abgefahrene Kamikaze-Bär darf fluchen, sich vulgär geben, Drogen konsumieren. Ordinären Sex mit der drallen Kassiererin im Supermarkt haben. Yes heißt hier „real“ we can. Dreist-dufte: „Ted“ ist sozusagen die köstlich-menschlich gewordene Arschkarte. Wenn er loslegt, ist das saubären-komisch. Was stört es da, wenn die Story hin und wieder mal durchhängt. Man muss ja zwischendurch auch mal selbst kurz „durchhängen“, durchatmen dürfen. Bevor die Prollerei weiter prächtig abdampft. Abgeht.

Der Film „Ted“ ist ein trashiges Gag-Trauma. Von zerstörerischem, absurdem Beziehungsfilm. Als witzige Geschmacklosigkeit. Mehr davon. Bald. Und dann ruhig noch „konsequenter“, also hangover-hafter (= 3 ½ PÖNIs).

TEE IM HAREM DES ARCHIMEDES“ von Mehdi Charef (B+R; Fr 1985; 110 Minuten; Start D: 28.11.1985)

Die Geschichte der Entstehung dieses Films ist so interessant wie der Film selbst. Mehdi Charef, ein heute 33jähriger, in Paris lebender Algerier, arbeitete noch vor zwei Jahren in einer Fabrik. Michele Ray-Gavras, Produzentin und Ehefrau des durch Filme wie “Z“ oder “Vermißt“ weltweit bekannt gewordenen Regisseurs Costa-Gavras, stieß durch einen Zeitungsartikel auf seinen Roman “Le Thé au Harem d‘Archimede“, den er neben seiner Arbeit geschrieben hatte und der im Februar 1982 veröffentlicht wurde. Sie sicherte sich umgehend eine Option auf die Filmrechte und forderte den jungen Mann auf, selbst das Drehbuch zu verfassen. Die schwierige Finanzierung und Vorbereitung zur Realisierung des Projekts dauerte schließlich rund eineinhalb Jahre, währenddessen, mit “behutsamer“ Unterstützung und Beratung von Costa-Gavras selbst (um die Finanziers zufrieden zu stellen), aus dem Autor Charef schließlich auch der Regisseur Charef wurde. Der Rest ist das Wahrwerden eines Traums. Der Debütfilm wurde in Frankreich auf Anhieb mit Preisen, Kritikerlob und Publikumszuspruch nur so überhäuft. In Cannes beispielsweise erhielt er in diesem Jahr den Nachwuchspreis des französischen Kinos, gleichzeitig wurde ihm der diesjährige Jean-Vigo-Preis zugesprochen, und kein geringerer als Claude Chabrol schrieb im Mai in “Le Monde“ eine einseitige Hymne, die voller Achtung und Bewunderung für diese Arbeit und die Leistung des Mehdi Charef steckte.

“Tee im Harem des Archimedes“, der Titel bezieht sich auf ein Missverständnis in der Schule, das Folgen für den unfreiwilligen ‘Autoren‘ haben soll, erzählt vom eben in einer dieser vorgroßstädtischen Betonwüsten. Dort herrscht im allgemeinen Ghettoatmosphäre und dort findet man in der Regel auch die Aussätzigen der Gesellschaft: Alte, Sozialschwache, Ausländer. Während sich die meisten Alten mit diesem Dasein und Abgeschoben sein abgefunden haben, gibt es bei ihren Jungen noch reichlich Träume, Hoffnungen und Lebenslust. Und entsprechende Aktionen. Von ihnen erzählt dieser Film, von ihrer Unruhe, ihrem Aufbegehren, ihrer Suche “nach draußen“. Speziell zwei werden besonders in Augenschein genommen. Der Franzose Pat (RÉMI MARTIN), der sich mit den Gegebenheiten angefreundet hat und auf sie auf seine Weise reagiert, und DER Algerier Madjid (KADER BOUKHANEF), der zwar in Frankreich geboren wurde, aber wegen seiner Familie nicht ‘Franzose‘ werden darf. Sie besteht weiterhin auf den familiären Ausnahmezustand, auf eine Übergangszeit, und will auf gar keinen Fall die Abnabelung von der Heimat, von der Religion, von den herkömmlichen Traditionen. So befindet sich Madjid ständig in einem Zwiespalt. Arbeit bekommt er nicht, weil er nicht Franzose ist (und auch nicht. die “entsprechende“ Hautfarbe besitzt), aber die Staatsbürgerschaft darf er auch nicht annehmen, obwohl sie ihm sicherlich einiges erleichten würde. Dabei kennt er seine “Heimat“ höchstens von der Ansichtskarte oder vom Fernsehen.

Der Film beschreibt die Freundschaft der zwei, ihre mitunter kriminellen Versuche, um zu Geld zu kommen, ihre Suche nach Zärtlichkeit und Liebe, zeigt ihren Tagesrhythmus inmitten großer Sehnsüchte und Langeweile. Dabei unterlässt es der Film, allgemeingültige Polit-Phrasen nachzuzeichnen, etwa als anklagendes Sozialdrama daherzukommen, mit einer flauen Milieumitleidsschilderung aufzuwarten oder sich in Form einer vollmundigen Dokumentation auszudrücken, ganz im Gegenteil. Die hervorstechenden Eigenschaften dieses erstaunlich professionell und mit sicherem Gespür für sensible Spannung hergestellten Streifens sind die glaubwürdigen, überzeugenden Akteure und die Schaffung einer sehr dichten, aber unaufdringlichen realistischen Atmosphäre. Zwar ist hier der Kampf ums Überleben mit harten Bandagen zu führen, dennoch verlieren diese Protagonisten dabei nie ihre Wärme und ihren Humor. Mehr und mehr‘ entsteht der Eindruck, dass hier jemand ist, der weiß, wovon er zeigt und spricht.

Die Begegnung mit Mehdi Charef anlässlich der Präsentation seines Films bei den diesjährigen Hofer Filmtagen bestätigt denn auch schnell diesen Eindruck. Roman und Film sind bis auf kleine Randveränderungen absolut autobiographisch. Als er 11 war, ist er mit seiner Mutter und dem Bruder zu seinem schon längere Zeit in Frankreich lebender Vater gezogen und kam in eine Schule, die man mit der hiesigen Sonderschule vergleichen kann. Eine Schule für Lernbehinderte. Da waren französische Kinder aus Alkoholiker-Familien, von Prostituierten..., alles was eben in der normalen Gesellschaft nicht akzeptiert wird“. Dabei kamen sein Bruder und er, wie Mehdi Charef betont, aus sehr intakten. Familienverhältnissen, konnten aber die Sprache nicht und waren demzufolge durch diese Situation sehr geängstigt, weil man sie dort natürlich als Außenseiter behandelt und auf den Gängen schlimme Sachen mit ihnen angestellt hat.. Mehdi fing schon mit 14/15 mit dem Schreiben an. Nur für sich, ohne den anderen davon zu erzählen. Einzig im Fußballspielen wurde die Isolation ein wenig durchbrochen, ansonsten hatte “Bildung, Erziehung für uns keinen Sinn, weil wir wussten, dass selbst durch die Schule nichts zustande kommt, weil wir durch unsere Herkunft benachteiligt waren“. Aber er hatte auch sehr schnell mitbekommen, dass der Familienwunsch, irgendwann nach Algerien zurückzukehren, sich nicht erfüllen würde. “Ich wusste, ich würde immer entwurzelt sein.“. Aber er möchte heute auch nicht wieder zurück, weil zurück gleichzeitig für ihn auch “zurück zur Familie“ bedeutet, und das “ist nämlich Rassismus“. “Die Fremdenangst in Frankreich rührt daher, dass der Kern der Familie etwas ist, was grundsätzlich nicht nach außen offen ist. Familie bedeutet für mich Rückschritt. Ich fühle mich gern als Entwurzelter, was zwar auch Probleme mit sich bringt, aber ich ziehe es vor, entwurzelt anstatt engstirnig zu sein".

Mehdi hat zehn Jahre in der Fabrik gearbeitet und immer an den Wochenenden geschrieben oder wenn er sonst Zeit fand. “Ich fand das keineswegs außergewöhnlich, weil die Ausdrucksnotwendigkeit für mich gleichzusetzen ist mit Leben. Aus einer Angst heraus, innerlich abzusterben, entstand diese Notwendigkeit zu schreiben. Dabei ist es auch ein Fehlurteil der hiesigen Gesellschaft zu glauben, dass Fremde, die aus sogenannten unterentwickelten Ländern kommen, nicht in der Lage seien, sich auszudrücken". Der Wunsch, vielleicht eines Tages einmal selbst einen Film zu machen, war schon in Algerien da, als er seinen ersten Film, einen schwarz-weißer amerikanischer Western, sah. Dennoch war er in der ersten Zeit in Frankreich wenig im Kino, weil das Geld nicht reichte. “La Strada“ mag er wie überhaupt die Filme von Fellini und alle Filme von Scorsese. “Ich mag alle Filme, die aus dem Bauch kommen, also Gefühle vermitteln".

Als bei einem kleinen Verlag sein Roman herauskam, veränderte dies sein Leben kaum. Was er bekam, war umgerechnet nicht mehr als sein Fabriklohn, nur seine Kameraden “haben dadurch vielleicht auch Mut bekommen, etwas zu tun“. Als er dann den Film machen konnte, haben sie allerdings gedacht, dass er jetzt Millionär sei. “Sie glauben, wenn man ins Fernsehen kommt, ist man grundsätzlich reich“. Er genießt mittlerweile den Vorzug, jetzt machen zu können, was er will, aber ein 'Franzose' ist er damit längst noch nicht geworden. “Ich bin immer noch Algerier. Es wäre ja auch völlig sinnlos, jetzt Franzose zu werden, weil mich die Leute auf der Straße. niemals für einen solchen halten würden. Aber die Nationalität ist mir im Grunde auch völlig egal, wenngleich...die Situation schon etwas surrealistisch ist, weil ich in Frankreich lebe, arbeite und trotzdem keiner der ihren bin“. Aber, was auf dem Papier steht, ist ihm doch ziemlich gleichgültig, “die Hauptsache ist doch, dass ich weiterhin. meine Filme machen kann“ (= 4 ½ PÖNIs).

William Dear heißt ein Hollywood - Regisseur, den Steven Spielberg entdeckt hat. Von ihm startet jetzt ein Film im Kino, der den Originaltitel:„TEEN AGENT - IF LOOKS COULD KILL“ von William Dear (USA 1991; 88 Minuten; Start D: 04.07.1991) hat. Deutscher Zusatztitel: “DER SPION, DER AUS DER HIGHSCHOOL KAM“.

Inhalt: Eine Verwechslung. Ein Name, Michael Corban, zwei Typen. Der erste ist ein schlaffer Geheimagent und wird gleich abgemurkst. Der zweite ist ein Sunny - Boy von der Hochschule und soll seine schlechten Französisch - Kenntnisse in einem Sommerkurs in Frankreich verbessern. Er wird für den andern gehalten, darf in der 1. Klasse fliegen und wird gleich bei der Ankunft in Paris gekidnappt. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Dabei geht es um Europa bzw. das ganze Gold der EG - Nationen. Das will sich ein schurkischer Adliger aneignen, hat jedoch nicht mit Michael II gerechnet. Der wächst über sich hinaus und avanciert zum komischen Super - Helden. “Teen Agent“ ist eine blitzsaubere, temperamentvolle und sehr witzige Action - Komödie, bei der die Unterhaltungspost nur so abgeht. In der Hauptrolle: Richard Grieco, den wir auch bei uns über die TV - Serien “21 Jump Street“ und “Booker“ kennen.

“Teen Agent“, ein Kino - Hit (= 4 PÖNIs).

Der österreichische Muskelprotz Arnold Schwarzenegger ist derzeit d e r Mega-Star im Hollywood-Kino.

Neuester Auftritt in „TERMINATOR 2 - TAG DER ABRECHNUNG“ von James Cameron (B+R; USA 1991; 137 Minuten; Start D: 24.10.1991).

Das Thema, die Story ist alt und aus dem Western geklaut: “The Good“ gegen “The Bad“. Zwei Roboter in Menschengestalt duellieren sich ewig um einen 12jährigen Bengel, der später einmal als Ober-Rebell die Rasse Mensch vor dem Untergang bewahren soll. Story öde, die Technik dagegen vom feinsten. High-Tec für viele Millionen Dollar, rasante Special-Effects, spektakuläre Stunts.

“Terminator 2 - Tag der Abrechnung“ ist ein teurer Blech-Film (= 2 PÖNIs).

TERMINATOR: DIE ERLÖSUNG“ von McG alias Joseph McGinty Nichol (USA 2008; 115 Minuten, Start D: 04.06.2009); der am 9. August 1968 in Kalamazoo/Michigan geborene Regisseur und Produzent hat seinen Spitznamen „McG“, der später zu seinem Künstlernamen wurde, seit seiner Geburt, da sein Onkel und sein Großvater bereits „Joe“ hießen. Nach einem Abschluß in Psychologie begann McG als Fotograf im Musik-Buisiness, drehte Musik-Videos und Werbespots. Sein Spielfilmdebüt in Hollywood hatte er 2000 mit dem Kino-Remake der gleichnamigen US-TV-Erfolgsserie „3 ENGEL FÜR CHARLIE“ (1976-1982), das zum vollen kommerziellen Erfolg mutierte. Danach arbeitete McG an verschiedenen amerikanischen Fernsehprojekten. 2003 folgte mit „3 Engel für Charlie – Volle Power“ die Fortsetzung zu seinem ersten Kinofilm. Nach diversen TV-Serien- und –Filmprojekten inszenierte McG 2006 das Leinwand-Drama „Sie waren Helden“ (mit Matthew McConaughey). „Terminator: Die Erlösung“, eine (geschätzte) 200 Millionen-Dollar-Produktion, ist sein 4. Kinofilm.

Zur filmhistorischen Erinnerung, zum Anfang mit dem Film „TERMINATOR“ von James Cameron aus dem Jahr 1984: Aus der Zukunft des Jahres 2029, in der ein Kampf der – einst vom Menschen geschaffenen – Maschinen gegen die zahlenmäßig unterlegenen Menschen tobt, wird eine mit synthetischer Haut überzogene Killermaschine in das Jahr 1984 geschickt, um die Kellnerin SARAH CONNOR zu töten, BEVOR sie ihren Sohn John zur Welt bringt. Denn DER wird in der Zukunft Anführer, also Chef-Widerständler, der Menschen im Kampf gegen die Maschinen sein. Nacheinander ermordet der wortkarge TERMINATOR (vom Typ T-800, Model 101) alle im Telefonbuch erfaßten Sarah Connors. Doch BESAGTE Sarah ist selbst nicht ohne Schutz. Denn Sohn John hat seinen engsten Vertrauten, Kyle Reese, ebenfalls in die Vergangenheit entsandt, um seine Mutter zu retten. Und: Um sein Vater zu werden. Der mit einem vergleichsweise niedrigen Budget von 6,4 Millionen Dollar produzierte Action-Reißer entwickelte sich nach seiner Premiere vor 25 Jahren zum Erfolgs- bzw. Kultfilm. In dem der österreichische Muskelmann-Profi, der damals 37jährige ARNOLD SCHWARZENEGGER („Conan der Barbar“/1982), als böser Lederjacken-Roboter insgesamt nur 17, mit unverwechselbar österreichischem Akzent gesprochene Sätze mit ca. 70 Wörtern von sich gibt. die in den Fundus der Pop-Kultur eingingen/aufgenommen wurden („I´ll be back“).

1991 („Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ von James Cameron/Produktionskosten ca. 100 Mio Dollar/weltweite Kinokassen-Einnahme: etwa 520 Mio Dollar/4 „Oscars“ in technischen Bereichen wie Sound-Effekt + Make-Up) und 2003 („Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ von Jonathan Mostrow/Produktionskosten ca. 170 Mio Dollar/Schwarzenegger-Gage: 30 Mio Dollar) folgten Fortsetzungen, in denen der von Schwarzenegger gespielte Cyborg zum „Guten“ („Hasta la vista, baby“) und zum BESCHÜTZER von John Connor wurde („Komm´ mit, wenn du leben willst“) und sich mit immer fortschrittlicheren Terminator-Modellen auseinandersetzen mußte (T 800er/T 850er-Modelle). Nun also der Neuanfang als PREQUEL, also als Vorgeschichte (ähnlich wie neulich bei „Star Trek“ + „X-Men“) und nicht als Fortsetzung, im Fachjargon auch „Sequel“ genannt. Aber gleich gesagt, man muß NICHT unbedingt die vorherigen 3 Filme kennen/zitieren/im Kopf haben; „Terminator 4“ funktioniert auch „so“, als actionheiße „Einstiegsdroge“.

Wir befinden uns im postapokalyptischen Jahr 2018, also etwa ein Jahrzehnt v o r dem 1. Film: Im weltweiten Krieg zwischen den (stark dezimierten) Menschen und den mächtigen, außer Kontrolle geratenen Maschinen, angeführt vom Netzwerk Skynet. Nach dem „Tag der (atomaren) Abrechnung“ von 2004 liegt die Welt in Schutt und Asche. Skynet und seine Armee von verschiedensten Terminatoren (menschengroße Mechanik-Schlangen; die T 600er-Modelle; Mototerminatoren auf Motorrädern; die mit Schwerstbewaffnung ausgestatteten,18 Meter hohen Riesenroboter Harvester) jagen die Menschen erbarmungslos. Inmitten grauslich verwüsteter amerikanischer Örtlichkeiten: Der einstige Sonnenschein-Staat Kalifornien ist eine düstere, zerstörte und verseuchte Zone. Los Angeles gleicht einer totalen Ruinenlandschaft, während in San Franzisco, wo sich eines der Hauptquartiere von Skynet befindet, Menschen wie Schlachtvieh eingesperrt sind, damit an ihnen „herumexperementiert“ werden kann. Der menschliche Organismus wird von Skynet studiert, damit endlich das T 800er-Haupt-Modell fertiggestellt werden kann. Connor weiß, daß dann der Krieg endgültig verloren wäre. Gegen „diese Fertig-Maschinen“ könnte sich der Mensch dann nicht mehr behaupten. Endzeitstimmung allerorten (wie zu schlimmsten „Blade Runner“-Zeiten/Regisseur McG gab dem Produktionsteam die Anweisung, Philip K. Dicks Roman „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ zu lesen, Vorlage des Science-Fiction-Films „Blade Runner“).

JOHN CONNORs Schicksal ist es, den Widerstand der Menschen anzuführen. Und Kyle Reese zu finden und in die Vergangenheit zu schicken, damit er sein Vater werden kann (s. oben/Verbindung zum 1. Film, 1984). Aber die Zukunft sieht für ihn plötzlich anders aus als geplant: MARCUS WRIGHT taucht auf. Dieser kann sich nur daran erinnern, daß er 2003 wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilt wurde. Tatsächlich gab er damals seinen Körper zu Forschungszwecken frei. Nun ist er als Super-Android wiederauferstanden. Und bietet seine Hilfe an. Doch dieses Hallb-Mensch-Halb-Metall-Wesen erzeugt Mißtrauen. Denn man weiß nicht, „auf welche Seite“ er gehört??? Eine dramatische Entwicklung, die schließlich in das Innere, in das Zentrum von Skynet führt. Waren die Schwarzenegger-Filme noch ziemliche „Kaspereien“, mit viel Kraftmeierei-Blödsinn-Charme, weil Arnold ja auch nicht gerade d e r Top-Mime ist, sondern imgrunde immer nur sich selbst spielte, zu mimen vermochte, sind JETZT andere Töne und Geschehnisse angesagt: „Terminator 4“ entpuppt sich als knallharter, actiongigantischer Science-Fiction-KRIEGSFILM. Der Klassiker wie „Blade Runner“, „Mad Max“ und „Star Wars“ „zusammenpackt“ und sie thematisch wie technisch neu, aufregend, spannend, faszinierend definiert.

Ähnlich wie beim letzten Batman-Film „The Dark Knight“ sind heuer nun „die albernen Kinkerlitzchen“ ausgetrieben; jetzt geht es bitterböse wie absolut humorfrei und dafür äußerst dramatisch-packend zu. Mit herben, deftigen Realismus-Gedanken an unseren Planeten, den die Menschen durch ihr gieriges, verkommenes Tun verraten und verschachert haben. Oder: Auch zerforscht haben. Denn der Mensch hat schließlich DIE Technik „probiert“ und DIE Maschinen geschaffen, die SIE jetzt attackieren. Es wird uns immer besser gehen, aber dabei werden wir zusehendst verelenden…könnte das Motto-hier lauten. Eine wirklich grandiose Endzeitfabel. Zutreffend wie bombig-unterhaltsam. „The Dark Knight“-Hauptakteur CHRISTIAN BALE tritt als John Connor wütend, deprimiert, couragiert, kämpferisch an.

Der 35jährige Waliser („Todeszug nach Yuma“; „Prestige – Meister der Magie“; „American Psycho“) kommt als „heftiger“ Soldat und stoischer Action-Hero brillant ´rüber. SAM WORTHINGTON (bislang weitgehend unbekannt) gibt seinem Maschinen-Menschen Marcus Wright geheimnisvolles Profil; der 1989 in Leningrad geborene ANTON YELCHIN (kürzlich als Navigationsoffizier Pavel Chekov im 11. „Star Trek“-Film zu sehen) hat als Demnächst-John-Dad-Kid Kyle Reese mächtig zu tun. Weitere bekannte Mitwirkende: Bryce Dallas Howard; Helena Bonham Carter; Michael Ironside. Einnehmend auch, obwohl Dröhnungsstärke 11, der Soundtrack von DANNY ELFMAN, einst mit der Rock-Band „Oingo Boingo“ aktiv. DER läßt es hier, mit Richard-Wagner-Appeal, so „richtig“ „fröhlich scheppern“. Ein knallhartes, überzeugendes Spannungsding, mit viel exzellent choreographiertem Action-Zauber und ebensolchen kitzligem „Gedanken-Material“; „TERMINATOR 4“ ist ein richtig gut-wütender „Fiction-Spaß“. Marke: Endzeit, wir kommen…..(= 4 PÖNIs).

In „DIE TEUFELIN“ von Susan Seidelman (USA 1989; 99 Minuten; Start D: 19.04.1990); geht es um Ruth und Bob.

Während Er an seiner Karriere bastelt und erotischen Außer-Haus-Amüsements nicht abgeneigt ist, schindert Sie Zuhause für die Familie, zu der auch zwei rebellische Kinder gehören. Eines schlimmen Tages lernt Bob Mary kennen. Mary Fischer, die erfolgreiche Autorin trivialster Trivialliteratur. Die ist reich, blond, wohnt in einem Rosa-Luxusgebäude.....und holt sich Bob ins Haus. Hat Ruth bis hierhin alles hingenommen, was der Gatte angestellt hat, so ist jetzt die Galle voll. Sie fängt an zu überlegen und kommt auf so manch kesse Einfälle. Der erste sorgt gleich für reichlich Aufregung. Sie nimmt ihre Kinder an die Hand und gibt sie bei Pappi und Geliebte im feudalen Bad ab. Nun hat Ruth freie Hände und eigenen Geist und kann sich voll auf ihre künftige Rolle als "Teufelin" konzentrieren. Und siehe da, aus dem braven Hausmütterchen wird eine geschäftstüchtige, hinterlistige, clevere und auch äußerlich ganz verwandelte Erfolgs-Lady. Eine “Gräfin von Monte Christo“, die sich nichts mehr gefallen lässt und amüsant Rache nimmt. Bob und Mary erleben ihr nicht nur blaues Wunder.

"Die Teufelin“ ist ein köstlicher Spaß, ein urkomisches Vergnügen. Mit blitzgescheiten Pointen, witzigen Dialogen und frecher Situationskomik. Dass dieser Komödie nie die Puste ausgeht, ist vor allem das Verdienst der beiden hinreißenden Hauptakteurinnen ROSEANNE BARR und MERYL STREEP, die eine wunderbar weltfremde Zicke spielt. “Die Teufelin“ von Susan Seidelman, nach dem gleichnamigen Roman von Fay Weldon entstanden, ist ein Unterhaltungs-Volltreffer (= 4 PÖNIs).

DER TEUFEL TRÄGT PRADA" von David Frankel (USA 2006; 109 Minuten; Start D: 12.10.2006); mit einer hinreißend-kalten, arroganten, faszinierenden "Modezarin" MERYL STREEP (= weitere "Oscar"-Nominierung ist sicher); die mit ihrer bissig-pointierten Eises-Schnute sowohl dominiert wie auch triumphiert. Köstlicher Weiberfilm, der auch Kerlen Prima-Unterhaltung serviert (= 4 PÖNIs).

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