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Filmtitel mit Za

Legende:

5 Pönis= Einsame Spitze
4 Pönis= Richtig gut
3 Pönis= Geht so
2 Pönis= Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis= Grottig

ZAHNFEE AUF BEWÄHRUNG“ von Michael Lembeck (USA 2009; 101 Minuten; 18.03.2010); ach ist DER blöd: Ich meine sowohl den gesamten Krims-Krams-Doof-Plot (an dem gleich 4 Autoren und ein Story-Geber herumgebastelt haben), diese hahnebüchene Inszenierung von d e m Regisseur, der einst „Santa Claus 2 – Eine noch schönere Bescherung“/2002 als Debüt) + auch „Santa Claus 3 – Eine frostige Bescherung“/2006) verursacht hat, und natürlich meine ich vor allem auch Muskelpaket-Hauptakteur und Ex-Wrestler DWAYNE „The Rock“ JOHNSON, der uns neulich erst in „Die Jagd zum magischen Berg“ nervte.

Hier nun muß er, als An-Sich-Eishockey-Crack, bisweilen schön-rosa verkleidet, eine männliche Märchen-Zahnfee imitieren. Zahnfee, die ist zuständig, den kleinen Mädchen ihren herausgefallenen ersten Milchzahn nachts unter dem Kissen gegen einen 1 Dollar-Schein auszutauschen. Oder so. Plump, dumm und dämlich läuft das hier hin und her, wobei „Fee“ Dwayne („Daddy ohne Plan“ hieß neulich noch so eine unkomische Schote von ihm) völlig talentfrei, unulkig und beschränkt auftritt. Mit großen Flügeln „hinten“. Warum sich das-hier aber auch eine JULIE ANDREWS-Lady, die einstige „Mary Poppins“, mit-angetan hat, bleibt rätselhaft. SIE in solch einem schwachsinnigen Umfeld zu erleben, tut richtig weh (= 1 PÖNI).

ZAHN UM ZAHN" von Hajo Gies (BRD 1985; B: Horst Vocks, Thomas Wittenburg; K: Jürgen Jürges; M: Klaus Lage; 95 Minuten; Start D: 10.10.1985).

“Zahn um Zahn“: Tatort Duisburg-Ruhrpott, wo es schon in der ersten Viertelstunde gewaltig kracht. Häuser werden “amtlich“, also mit Polizeigewalt geräumt und sogleich zerstört. Natürlich heißt die Antwort Randale. Steine und Molotow Cocktails fliegen durch die Gegend, Polizei und Demonstranten prügeln wie wild aufeinander ein, während schon einige Wohnblocks brennen und Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski (GÖTZ GEORGE) in einer Pinte in aller Ruhe sein Bier schlürft. Dann stürzt er sich mitten rein ins Geschehen, aber nicht um kräftig mitzukloppen, sondern um in eine Wohnung zu gelangen, wo ein Familienvater und Schimanski-Bekannter seine Familie und sich umgebracht hat. Jedenfalls lautet so das schnelle, offizielle Ermittlungs-Ergebnis, mit dem Schimanski sich aber nicht abfinden kann und will. Was hat Grassmann (CHARLES BRAUER), der Flick des Ruhrpotts, mit dieser Sache zu tun? Schließlich gehört ihm hier der meiste Grund und Boden, und schließlich war Krüger, der Tote, noch bis vor kurzem bei ihm angestellt. Schimanski ist nicht aufzuhalten und dringt mit unorthodoxen Methoden in dessen gesicherte Luxus-Behausung ein, hat damit aber seine Kompetenzen weit überschritten und ausgereizt. Die Folge ist nicht mehr nur das Disziplinarverfahren, sondern auch die Abgabe von Dienstmarke und Waffe. Doch auch das kann dieses ständig unter Dampf stehende Energiebündel keineswegs davon abhalten, nun auf eigene Faust und im Schlepptau einer neugierigen, cleveren Journalistin-Freundin (RENAN DEMIRKAN) weiter zu schnüffeln. Dabei betritt Schimanski mehr und mehr ein gefährliches Terrain, zumal er sich auch nicht scheut, sogar in dieser Sache in Marseille herumzustöbern, wo ihm die örtlichen Kollegen mehr als einmal empfindlich entgegentreten. Und so langsam, ohne das er es sofort begreift, wird aus dem Jäger ein Gejagter, den allein sein “Tierinstinkt“ und seine aufgeweckte Helfers-Helferin überleben und nach Duisburg zurückkehren lassen, wo dann auch die Lösung wartet.

Es wurde wirklich allerhöchste Zeit, dass ein so starker Typ wie dieser beamtete Outlaw-Bulle Schimanski, inzwischen unverwechselbar mit dem großartigen Kraftpaket Götz George eins, nicht immer nur im jugendfreien 20 Uhr 15-Freiraum des deutschen Sonntagabend-Krimifernsehens herummacht, sondern sich endlich auch mal auf einer großen Kino-Breitwand zu bewähren versucht. Und es klappt. Während dort einige seiner TV-Kollegen früher nur als biedere, welke Mantel- und Pfeifenträger funktionierten, ist dieser Proletarier-Schnüffler auch hier voll präsent.

Götz “Schimanski“ George hat die fiebrige Ausstrahlung und nervende Wirkung eines deutschen Clint Eastwoods (Belmondo-Vergleiche sind nur eine Beleidigung für ihn), er beherrscht die Leinwand-Szenerie wie es derzeit kein anderer deutscher Mime fertigbringen würde. Sein Glück ist aber auch die konsequent-unbequeme, originell-rotzige “Heimat“-Sprache in einem aufregenden und, für die heutigen “Wende"-Verhältnisse, bemerkenswert polit-brisanten Drehbuch, das sich nicht scheut, in eine bundesrepublikanische Landschaft hinein zu stochern, die nicht nur aus den Träumen von zwei phantasiebegabten Autoren (Horst Vocks und Thomas Wittenburg) stammt, sondern sehr viel mit den täglichen Meldungen, mit der täglichen Nachrichten-Unruhe um uns herum zu tun hat. Kein Film also, der aus der Förderung kommt.

Dem bislang nur TV-erprobten “Tatort"- Macher Hajo Gies (s. auch Interview) darf man bescheinigen, für eine wirkungsvolle Kintopp-Dramaturgie und Spannung und mit der in der Türkei geborenen und hierzulande aufgewachsenen Renan Demirkan ("Super") für eine erstaunlich selbstbewusste und ebenbürtige George-Partnerin gesorgt zu haben, die dem draufgängerischen Charmeur und Macho-Angeschlagenen mehr als einmal Contra gibt. Mit “Zahn um Zahn“, übrigens auch über diese zünftige Klaus Lage Band-Musik locker angeheizt, wird endlich einmal diesen ewigen Produzenten-Vorurteilen widersprochen, dass bei uns Krimis nur noch auf die kleine Heimstuben-Mattscheibe gehören und im Kino keine Chance haben. Und - dieser Schimanski-Knaller bringt uns auch Hollywood wieder ein bisschen auf die Erde zurück, in dem er indirekt unterstreicht, dass dort auch nur mit (Profi-) Wasser gekocht wird.

Schimanski im Kino - bitte mehr davon (= 4 PÖNIs).

ZARTE PARASITEN“ von Christian Becker und Oliver Schwabe (B+R; D 2009; 87 Minuten; Start D: 09.09.2010); der erste gemeinsame Kinofilm war 2004 „Egoshooter“.

Nun, pardon, aber: Ach Leute = wieder einmal: Der langweilige deutsche Kinofilm, der ein TV-Filmchen ist. Mit diesen typischen Zum Beispiel-Atempausen, wenn einer was gefragt/gesagt hat und der andere 12 Sekunden wartet, bis er was entgegnet. Wenn überhaupt. Oder mit diesen ewigen Trauerkonstellationen, die so künstlich konstruiert sind, daß man das Personal auf der unterforderten Leinwand schütteln und anschreien möchte. Auf daß sie doch aufwachen und „zu leben“ anzufangen mögen. Um irgendetwas halbwegs Interessantes, Spannendes, Reizvolles zu tun. In Bewegung und Sprache. Im Seelen-Ausdruck. Aber nichts da. Die Kunsthochschul-Ausbildung hat die Dramaturgie- bzw. Erzähl-Regeln offensichtlich so trocken festgelegt. Deutscher CineasMUS……..achherjemenineeeee.

Ein Paar: Jakob (ROBERT STADLOBER) + Manu (MAJA SCHÖNE). Die leben, freiwillig, in einem Wald. Sozusagen unter der Plane. Im selbst hergerichteten Schlafsacklager. Abseits gesellschaftlicher Ordnung. Man hat so seine eigenen Überlebensstrukturen. Man verdient Geld, indem man sich „zur Verfügung stellt“. Manu bei einer älteren, pflegebedürftigen Dame; Jakob wählt sich ein trauriges Ehepaar aus (ganz trist: SYLVESTER GROTH; als Ehefrau mimt CORINNA KIRCHHOFF die verstörte Mutti). Das hat seinen Sohn verloren. Jakob bietet „Sohn-Ersatz“. Gegen Money. Fühlt sich bald im Totenhaus „zufrieden“. Auch in dem Part als Klon-Junior. Was natürlich Manu nicht gefällt. Also beginnt sie, sich dagegenzustemmen.

Was für ein theoretischer Gedanken-Quatsch. Was für eine uninteressante Ausführung: Lahm erklärt, ohne halbwegs akzeptablen dramaturgischen „Fleisch“-Inhalt, ohne Esprit, ohne jedwede Wirkung. Von „Pointen“ gar nicht zu reden. Stattdessen ein graues Kammerspiel, mit psychologischem Pseudo-Tiefgang (von wegen - unsere Gesellschaft benötigt mehr und mehr Lebenshilfe bzw. -helfer, modern - muss ständig gecoacht werden). Und blassen Charakteren, mit nur Oberflächen-Gestik. Von Reiz-Charme sowieso keine Spur. Müde zieht sich „das trübe Spiel“ über die Zeit. WAS SOLL DAS und WARUM??? (= 1 PÖNI).

ZATHURA - Ein Abenteuer im Weltraum" von Jon Favreau (USA 2005; 113 Minuten; Start D: 02.02.2006); einem Schauspieler ("Wimbledon"), der auch als Regisseur arbeitet ("Buddy - Der Weihnachtself") und hier das gleichnamige Kinderbuch von Chris Van Allsburg ("Jumanji"/"Polar Expreß") adaptierte. Allerdings werden ziemlich phantasielos-hysterisch alte Science-Fiction-Geschichten wie "E.T." oder "Krieg der Sterne" lahm und ohne Spannung zitiert (oder parodiert?). Die lieben Kinderchen nerven; es ist ein reiner "Berechnungsfilm", ohne eigene Inspiration/Ideen/Originalität. Macht als Kinder-/Familienfilm kaum Freude, bereitet nur dürftiges/spärliches Vergnügen (= 2 PÖNIs).

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