„YEAR ONE – Aller Anfang ist schwer“ von Harold Ramis (Co-B+R; USA 2008; 96 Minuten; Start D: 27.08.2009); ach, was ist DAS FÜR EIN BLÖDER FILM! Dabei ist der im November 65 Jahre alt werdende Ramis kein Irgendein-Dowietz aus Hollywood, sondern war einst stark mitaktiv in der amerikanischen TV-Anarcho-Ulk-Show „Saturday Night Live“. Hatte Erfolg als Schauspieler in verrückten Späßen wie „Ich glaub´ mich knutscht ein Elch“ (1981); „Airheads“ (1994); „Beim ersten Mal“ sowie zuletzt „Walk Hard: The Dewey Cox Story“ (beide 2007). Fand als Schauspieler und Regisseur mit den „Ghostbusters I+II“-Filmen (1984+1989) auf die Erfolgsspur und schuf den Komödien-Klassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993). Und war auch für die komischen Robert de Niro-Bekloppten-Shows „Reine Nervensache 1+2“ (1999/2002) verantwortlich. Was ihn aber hier geritten hat…..wir befinden uns, siehe Titel, in Ur-Urzeiten-Stimmung. Wo immerhin Comedian JACK BLACK (immerhin mal „School of Rock“/2003, „King Kong“/2005 und als Beatle Paul in „Walk Hard: The Dewey Cox Story“) als sich total überschätzender, angeberischer Neandertaler-Idiot Zed aus dem Dorf gejagt wird und sich nun mit Kumpel-Sensibelchen Oh (MICHAEL CERA/“Juno“; „Superbad“) durch die Urzeit-Welt schlägt, auf der Suche nach Erkenntnissen.
Schließlich hält er sich für „den Auserwählten“. Dabei landet er in der Bibelwelt, wo Kain Bruder Abel erschlägt und wo Sodom Las Vegas „sündig“ nachempfunden wurde. Zwei beknackte Urzeitler mit Heute-Jargon im „Milieu“ vom Alten Testament, dies könnte ganz lustig/witzig sein. Aber man labert nur sehr viel langweilig herum, beläßt es bei ziemlich unoriginellen Denk- und Raumbewegungen, setzt lieber auf die bekannten Furzkalauer und die abgestandenen Jungfrauen-/Sex-Witzeleien, stellt eine Art armselige Gag-Versuchs-Nummernrevue zusammen. „Year One“ ist „grober Unfug mit Körperflüssigkeiten“ und abgestandenem Schwulengetue „als Massenbespaßung“, schreibt ein Kollege und hat recht. Schwachsinn-pur (= 1 PÖNI).
„YELLA" von Christian Petzold (D 2007; 89 Minuten; Start D: 13.09.2007); einem 47jährigen Berliner "Theoretiker" des deutschen Films/Kinos. Filme wie "Die innere Sicherheit" (2000) und "Wolfsburg" (2002/3) haben ihn bekannt gemacht. 2005 nahm er mit seinem Film "Gespenster" am Wettbewerb der Berlinale teil. In diesem Jahr war er dort auch mit diesem Film vertreten, einem Tiefpunkt im deutschen Trocken-Filmschaffen.
Im Mittelpunkt: Eine Buchhalterin aus dem Osten (aus der brandenburgischen Kleinstadt Wittenberge). Mit Namen Yella. Die will ihren kaputten wie (geschäftlich) ruinierten Ehemann verlassen, doch auf dem Weg zum Bahnhof rast der verzweifelte Ben (in dessen Auto sie - warum bloß - doch nochmal eingestiegen war) absichtlich in die Elbe. Sie steigt sogleich aus dem Wasser, erreicht gerade noch mit nasser Kleidung den Zug in Richtung Westen, wo sie irgendwie schnell die Mechanismen des Kapitalismus kennenlernt. In Gestalt des ebenso smarten wie natürlich betrügerischen Finanzexperten Philipp (DEVID STRESOW/"Die Fälscher"), der sie als Assistentin engagiert. Warum - wieso - weshalb...völlig wurscht.
Alles ist/bleibt unglaubwürdig, wirr, behauptet bzw. Behauptung, unlogischer Blödsinn. Mit viel Schwermut, Bewegungslosigkeit, Behämmertheit. Eine strenge kapitalismuskritische Gespensterstory war wohl die Absicht/heißt es, allerdings: Selten so viel langweiligen Film-Staub eingeatmet/gefressen. Alles wirkt schwachsinnig, dauer-ermüdend sowie völlig unwirklich denn verständlich/berührend/gar spannend. NINA HOSS ("Die weiße Massai") mimt eine völlig uninteressante, pardon Naiv-Tusse aus dem Osten, deren Auftreten/Verhalten/Bewegung nur konstruiert, aufgesetzt, "gelenkt"/fehlgesteuert, grau, schwermütig, unverständlich ist/wirkt und bleibt. Für ihr emotionsloses Getue bekam sie auf der Berlinale den "Silbernen Bären" als "beste Darstellerin".
Eine Zumutung von deutschem "Papier"-Film; eine pure Zeitvergeudung von quälenden 89 Minuten; soviel Theorie-Scheiße gab es lange nicht mehr auf einer arg misshandelten deutschen Kino-Leinwand (= 1 PÖNI).