Ein neuer in Co-Produktion GB/Luxemburg 2006 - für schätzungsweise 20 Millionen Dollar hergestellten Spielfilm, der es bei uns NICHT in die Kinos "geschafft" hat, sondern der "per DVD" seine deutsche Premiere erlebt. Dabei handelt es sich um den charmant-unterhaltsamen Kriminalfilm
"FLAWLESS - Ein tadelloses Verbrechen" von Michael Radford (GB/Luxemburg 2006; 108 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 12.01.2009).
Der heute 62jährige britische Filmemacher wurde auch hierzulande mit Filmen wie "1984" (1984/nach Georg Orwell; mit John Hurt + Richard Burton); "Die letzten Tage in Kenya" (1988/mit Greta Scacchi), der zweifach "Oscar"-nominierten Liebes-Komödie "Il Postino - Der Postmann" (1994/mit Philippe Noiret) und zuletzt mit der Shakespeare-Verfilmung von "Der Kaufmann von Venedig" (2005/mit Al Pacino + Joseph Fiennes) bekannt. Sein neues Werk spielt anno 1960 in London. Dave Brubecks Klassiker "Take Five" gibt die prickelnde musikalische Einstimmung: Wir blicken auf Eleganz. Viel Eleganz. Auf das feine britische Unternehmen "London Diamonds Corporation". Es ist das weltweit führende Unternehmen in Sachen DIAMANTEN. Hier arbeitet, sehr fleißig und SEHR ehrgeizig, Laura Quinn. Als Führungskraft. In der Chefetage. Doch es ist die Welt der Männer, und in dieser Domäne sich zu behaupten, ist in dieser Zeit nicht nur ziemlich schwer, sondern auch aussichtslos. Der "amtliche" Abgang von Laura Quinn ist beschlossene Sache, obwohl sie sich als ungemein tatkräftig und überzeugend-engagiert zeigt. Doch "die Kerle" wollen sie einfach nicht (mehr)....
Das allerdings erfährt sie nicht "von denen" persönlich, sondern von Mr. Hobbs. Mr. Hobbs ist Witwer und seit vielen Jahren als Hausmeister bei "London Diamonds" angestellt. Ein eher "grauer" wie unscheinbarer Typ. Jedenfalls wird er "so" von den Meisten im Haus wahrgenommen. Als altes Auslaufmodell. Doch Mr. Hobbs scheint ein cleverer Alter zu sein. Der beschlossen hat, die "Bühne der Arbeit" nicht so ganz "ohne" zu verlassen: Nicht ohne wenigstens "einen kleinen Anteil" vom "großen Diamantenkuchen" für sich zu beanspruchen. Als zusätzliches Renten-/Altersgeld. Was macht es schon aus, ein paar Diamanten mitgehen zu lassen; dies fällt doch sowieso Niemandem auf, wenn man es denn nur "geschickt" anstellt. Laura soll also die Geheimzahl zum Panzerschrank ordern, er würde für "den Rest" sorgen; und Beide könnten ein bißchen sorgenfreier in die Zukunft blicken. Lautet sein Plan, mit dem er sie erst "alarmiert" und dann, wir ahnen es, "in Stimmung versetzt". Gedacht, getan, doch dann sind eines Morgens SÄMTLICHE DIAMANTEN im Tresorraum verschwunden. Laura ist völlig außer sich, während Mr. Hobbs die Ruhe selbst ausstrahlt. Was ist passiert? Wie? Wo sind denn die vielen Klunker bloß hin? Und vor allem: Warum? Im Hause von "London Diamonds" ist ab sofort Alarm-Stimmung, die zuständige Versicherung kriegt "gehöriges Fracksausen", und dann taucht auf einmal eine Lösegeldforderung auf.....
"Flawless", zu Deutsch "Lupenrein", ist einer jener Spannungsmovies, die man sich gerne nach Hektik, Streß und Malesse unangestrengt wie augenzwinkernd "reinzieht". Denn hier geht es nicht laut, aggressiv und mit irgendwelchen Tricks & Fallstricken zu, sondern "gediegen", raffiniert und darstellerisch brillant. DEMI MOORE (einst "Ghost", zuletzt "Mr. Brooks - Der Mörder in mir"/neben Kevin Costner) gibt die aufgescheuchte Karriere-Frau, die nicht weiß, ob sie sich freuen oder ärgern oder zuviel ängstigen soll; während der inzwischen 75jährige zweifache "Oscar"-Preisträger und großartige Charakter-Mime SIR MICHAEL CAINE ("Hannah und ihre Schwestern"; "Gottes Werk und Teufels Beitrag") den unterschätzten Rache-Hausmeister mimt, der genüßlich seine ganz eigenen Pläne stur verfolgt. Ein spannendes wie superb-niveauvolles Katz-und-Maus-Spiel, das ist/das bedeutet "Flawless" wobei sich die Positionen von "Katz" und "Maus" mehr als einmal verblüffend-nett verändern sollen. Gute, solide Spaß-Spannungs-Unterhaltung.
Anbieter: "Universum Film".
ER ist - oder sollte ich besser sagen: ER WAR? - d e r smarte Sunny-Boy des "gepflegten" amerikanischen Unterhaltungskinos: Der heute 58jährige RICHARD GERE, der mit/in Filmen wie "Ein Mann für gewisse Stunden" (1980), "Ein Offizier und Gentleman" (1982/mit Debra Winger), natürlich "PRETTY WOMAN" (1990/mit Julia Roberts), "Sommersby" (1995/mit Jodie Foster), "Die Braut, die sich nicht traut" (1999/wiederum mit Julia Roberts) und dem Musical "Chicago" (2002/mit Catherine Zeta-Jones) den "Lover vom Dienst" mimte. Zuletzt aber bewegt er sich auch filmisch-"anders", ging auf resoluten Image-Wechsel, spielte in dem schrägen Bob-Dylan-Stück "I´m Not There" den gealterten Boby-Dylan-Billy The Kid, war in "The Hunting Party" ein ziemlich heruntergekommener Journalist, der im ehemaligen Jugoslawien einen hochkarätigen Kriegsverbrecher jagte. Nun ist auf DVD ein neuer Film (USA 2006) mit ihm veröffentlicht worden, der es hierzulande vorher erst gar nicht mehr ins Kino/auf die Leinwand schaffte, der also "per Scheibe" seine DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG erlebt. Titel:
„THE FLOCK - Dunkle Triebe" von Wai-keung Lau (USA 2007; 105 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 22.02.2008).
Es ist ein verstörender Psycho-Thriller, es ist ein konsequent-düsteres Unterhaltungserlebnis. Gere spielt darin den "Kontrolleur" Erroll Babbage. Der ist beim "Dezernat für öffentliche Sicherheit" angestellt und kontrolliert registrierte Sexualstraftäter. Babbage ist seit über 20 Jahren "mit-dabei". Hat unzählige Vergewaltiger, Frauenmörder, Misshandler erlebt, so dass er nicht nur selbst zum Zyniker, sondern auch zum permanenten Regelbrecher wurde. Er hat den Glauben an die Menschheit ebenso verloren wie an den Anstand; seine Methoden unterscheiden sich in der Brutalität kaum von denen seiner "Klienten". Deshalb will ihn das Amt in den Ruhestand verabschieden; Erroll Babbage ist "öffentlich" "untragbar" geworden. Es gilt, noch eine junge Nachfolgerin einzuarbeiten, dann soll endgültig Job-Schluss sein.
Doch dann wird erneut ein junges Mädchen entführt, und Babbage ist sich sicher, dass einer aus seiner "Herde" (engl. FLOCK) rückfällig geworden ist. Er will IHN finden, bevor es für das Opfer zu spät ist, und natürlich eckt der Profi-Jäger nochmal überall und permanent an. Doch er ist und bleibt beharrlich, während Nachfolgerin Allison (CLAIRE DANES) ihm auf/bei seiner letzten Mission letztlich dann zur Seite steht.
Ein unheimlicher, ein böser, ein abgründiger Alptraum-Thriller, ein atmosphärischer Reißer, der sich jeder "Gut-Stimmung" verweigert. Sehr dicht, sehr spannend sowie ganz exzellent in der darstellerischen Ensemble-Leistung. Und mit einem ganz und gar ungewöhnlichen/"gewöhnungsbedürftigen" Sau-Kerl-Helden RICHARD GERE als beeindruckend-gebrochene, desillusionierte starke Charakter-Figur inmitten dieses exzessiven, pessimistischen Spannungs-Movies.
Anbieter: "Kinowelt Home Entertainment"
Im Mittelpunkt steht ein angeberischer Knollennasentyp, den wir schon seit Jahrzehnten als TV-Serienstar kennen. Er stammt aus dem Steintal der bunten Vorzeit und heißt Fred Feuerstein. Durfte er auf dem Bildschirm bislang, immer nur mit kurzen Abenteuer-von Späßen auftreten, so kann er jetzt in
„FRED FEUERSTEIN LEBT GEFÄHRLICH“ von Joseph Barbera und William Hanna (USA 1966; 83 Minuten; Start D: 12.03.1968; Video-Veröffentlichung: 01.11.1990); ulkigen Neandertaler-Bond spielen.
Fred sieht nämlich dem Top-Agenten Steini Schlag zum Verwechseln ähnlich und muss einspringen, um die Ur-Welt von dem Schurken “Grüne Gans“ und seiner Geheimwaffe zu befreien. Dabei darf er natürlich niemandem etwas von seinem geheimen Auftrag sagen. Gemeinsam mit Freund Barney Geröllheimer und ihren Frauen geht es vom Krater-Airport zunächst nach Paris und dann...? Fred gerät von einer chaotischen Zwickmühle in die nächste, und seine Leute wundern sich nur noch über diese hektischen und ungewöhnlichen Aktivitäten.
Frei nach dem komischen Motto “Der Spion, der aus der Steinzeit kam“ wird in “Fred Feuerstein lebt gefährlich“ mit urigen Einfällen, flotter Situationskomik und parodistischen Anspielungen hübsch getrickst. “The Man Called Flintstone“, so der Originaltitel dieses Spaßes von 1966, ist eine unterhaltsame Zeichentrick-Show für Jung und Alt.
Anbieter: "Atlas"