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Heimkino-Empfehlung mit Re


Keine Frage - FRANKREICH ist DAS kreative, innovative FILM-LAND in Europa. Dermaßen viele gute Produktionen aus allen Genres sind seit geraumer Zeit von dort wieder Niveau-Standard. Neuestes Heimkino-Beispiel ist ein politischer Kriegsfilm-Thriller, der auf wahren Begebenheiten beruht:

REBELLION" von und mit Mathieu Kassovitz (Co-B, Co-Pr, R + HD; Fr 2011; Co-B: Benoit Jaubert, Pierre Geller; nach einem Buch von Phillippe Legorjus; K: Marc Koninckx; M: Klaus Badelt; 129 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 18.01.2013).

Bevor wir einsteigen, müssen wir uns mit der Region befassen, in der dieser "packende Film" ("Stern") angesiedelt ist: NEUKALEDONIEN. Eine noch heute zu Frankreich gehörende Inselgruppe im südlichen Pazifik. Von 1946 bis 2003 war Neukaledonien Französisches Übersee-Territorium, davor französische Kolonie. Seit der Änderung der französischen Verfassung vom 28. März 2003 ist die Inselgruppe eine zu Frankreich gehörige Überseegemeinschaft mit besonderem Status (Collectivité sui generis). Zwei Vertreter Neukaledoniens sitzen in der Pariser Nationalversammlung. Nach den Artikeln 76 und 77 der Französischen Verfassung muss in den Jahren zwischen 2014 und 2019 eine Volksabstimmung in Neukaledonien abgehalten werden, ob die Inselgruppe auch weiterhin unter der Territorialeinheit Frankreichs bleiben will oder die Unabhängigkeit erwerben möchte.
Anmerkung: In Neukaledonien befindet sich eines der größten Erzlager der Welt. 100.000 Tonnen NICKEL, das silbrig-weiße Metall-Mineral, das derzeit weltweit jährlich mit mehr als eine Million Tonnen gefördert wird, kommen jährlich von dort.

Es ist der 22.April 1988. Frankreich befindet sich mitten in der Wahlkampfschlacht um den nächsten Präsidenten. Der 2. Wahlgang wird bald entscheiden, ob Francois Mitterand Regierungschef bleibt oder Herausforderer Jacques Girac die staatliche Führungsrolle übernimmt. Mitten in dieses aufgehitzte politische Wahlkampffieber "stört" ein Ereignis im ganz fernen "französischen" Neukaledonien. Dort haben Einheimische einen Stützpunkt der französischen Polizei überfallen und 30 Geiseln genommen. In dem Chaos wurden vier Franzosen erschossen. Die Forderung der Angreifer: Verhandlungen über die Unabhängigkeit, Abzug der Franzosen. Phillippe Legorjus (MATHIEU KASSOVITZ) ist professioneller Unterhändler: "Mein Job ist es, Leben zu retten". Der Kommandant einer Antiterroreinheit wird beauftragt, mit seinen Mannen 'rüber zu fliegen, um die Ordnung wieder herzustellen. Ungewöhnlich jedoch ist, dass der Premiereminister gleichzeitig das Militär mit demselben Auftrag "in Bewegung" gen Neukaledonien gesetzt hat. "Das Militär hat das Heft in der Hand, und die Politiker wollen, dass wir ihrem Kommando folgen", erklärt Phillippe seinem Team die schwierige Situation. Denn während ER bemüht ist, über Verhandlungen mit den Rebellen "ruhig" voranzukommen, möchte "Frankreich", sprich das Militär, eine möglichst baldige und "erfolgreiche" Klärung. Beendigung. Dieses eher "lästigen" Polit-Falles. Von wegen der anstehenden Präsidentenwahl. Während sich also das Militär wie Elefanten im Porzellanladen aufführen und die Einheimischen "amtlicherseits" komplett zu Terroristen erklärt und behandelt, hat Phillippe mit dem Anführer der Aufständischen, Alphonse Dianou (beeindruckend "fiebrig"-sensibel: IABE LAPACAS), Kontakt aufgenommen. Man kommt "in Gespräche". Die Aussichten, "dies hier" besonnen und ohne weitere Verluste über die "Kriegsbühne" zu bringen, sind vorhanden. Doch im fernen politischen Zuhause wie dann "natürlich" auch bei der militärischen Obrigkeit lautet das geschätzte Lieber-Motto: "Verhandlungen dauern eben länger, schießen geht schneller". Schließlich will das große Frankreich bei diesem Fußnoten-Ereignis der Weltgeschichte nicht als "Schwächling" dastehen. Heißt es. Offiziell dann. Der entsetzte Phillippe kann schließlich nur erschöpft wie desillusioniert konstatieren: "Wir wurden alle verraten".

Das Ereignis um die "Ouvéa Höhle-Geiselnahme", wie der Vorgang in den Analen der Geschichte lautet, ist passiert. Am 5. Mai 1988 erfolgte der Befreiungsangriff der Franzosen. Im Original heißt der Film "L'ordre et la Morale". Ein sarkastischer Häme-Titel. Denn von Ordnung und Moral war damals keine Rede. Mehr. MATHIEU KASSOVITZ, geboren am 3. August 1967 in Paris, gilt als "harter Hund" des französischen Kinos. Neben seinen Aktivitäten als Schauspieler ("Jakob der Lügner"; "Der Stellvertreter"; "München") provoziert er gerne auch als Drehbuch-Autor und Regisseur. So 1995, als er bei den Filmfestspielen von Cannes mit seinem Debüt-Spielfilm "Hass" die Gemüter schockte. Für den Schwarz-Weiß-Streifen um 24 Stunden im trostlosen Leben von drei Jugendlichen im Brennpunkt-Viertel von Chanteloup-les-Vignes bekam Mathieu Kassovitz die Auszeichnung als "Bester Regisseur" und später den "Cesar" als "Bester Film". Mit "Die purpurnen Flüsse" schuf Kassovitz 2000 einen außergewöhnlichen und weltweit vielbeachteten Thriller (mit Jean Reno + Vincent Cassel in den Hauptrollen). Bei seinem neuesten Werk spült er ein Ereignis aus der jüngsten Neulich-Vergangenheit hervor, das "so" sicherlich nicht in Erinnerung (der Franzosen) sein dürfte. Denen damals seitens gieriger Medien die Widerständler in Neukaledonien eher als "Kannibalen" denn als Menschen geschildert wurden, die die Schnauze endgültig voll hatten von ihrer ewigen Kontrolle bzw. Dauerbevormundung. Durch das ferne Oberhaupt-Frankreich. Phillippe Legorjus interessierte sich damals weniger um Politik und mehr um Verhinderung. Von Gewalt. Von Blutvergießen. Er setzte auf Verständigung, und aus dieser Sicht folgt der Film seinen Spannungsspuren. Geht sparsam mit Gewalt-Details um und beschreibt die aufregende Atmosphäre zwischen dem stets aggressiven "bereiten" Militär und den Wenigen, die auf mögliche Eben-Doch-Verständigung setzen. Doch "Angriff ist Eure Art, Probleme zu lösen", weiß auch der durchaus gesprächsbereite Alphonse. (Der übrigens damals durch einen Schuss verwundet, aber nicht behandelt wurde und dann starb).

"Rebellion" ist großes Unterhaltungskino mit Anspruch. Setzt ein bis in die kleinsten Rollen und Nebengeräusche erstklassiges Ensemble in glaubhafte Bewegung. Bei dem man von Anfang an den Eindruck der Wahrhaftigkeit und Tatsächlichkeit bekommt: Ja, DAS sind SIE doch wirklich. Oder? Eine überzeugende Darstellerriege. Die der Co-Drehbuch-Autor und Regisseur unaufdringlich vorsteht. Vorgeht. Mathieu Kassovitz inszeniert den Stoff sozusagen als französische Version vom aktuellen Kathryn Bigelow-Kinofilm "Zero Dark Thirty": Mit vehementen gesellschaftspolitischen (Demokratie-)Gedanken und einer ständigen enormen Spannung in Sachen Fakten und Psychologie. Als Action-Drama mit ausgezeichnetem Polit-Geschmack. Stark erinnernd an die Wirkung des anklägerischen "Z"-Filmes von Costa-Gavras (aus dem Jahr 1968). Motto: "Die Schreibtischtäter" als Kriegstreiber. Als inhumane Taktiker. Auf Posten, also Macht, und hohe Pensionen ("Ehrensold") versessen. Nicht an Menschen und Menschlichkeit interessiert. Wenn es gerade nicht in den "öffentlichen Kram" passt. "Rebellion" ist ein starker, (SEHR) aufregender Kopf-Thriller. In dem uns ein Alphonse einmal direkt anspricht: "Wenn ihr den ganzen Planeten in Geld verwandelt habt, dann werden WIR die letzten Überlebenden sein". Unwahrscheinlich? Unvorstellbar?

Frankreich kann auch mit diesem neuen (bei uns: Heimkino-)Film bestens bestehen: "Rebellion" ist ein ganz großer, also SEHR beeindruckender, spannender Filmwurf. Der im Kino sicherlich in die 5 PÖNIs-Bewertungsnähe gekommen wäre.

P.S.: Es soll gutes Bonusmaterial geben, aber auf meiner DVD war keines drauf. Schade. Hätte mich schon mächtig interessiert, was hier so im ideenreichen Hintergrund geschah. Zum Beispiel um die filmische Vorgeschichte um eine "inspirierende" Dokumentation mit dem Titel "Die Zeit der Kanaken" von Olivier Rousset aus dem Jahr 2007. Und auch das "Making Of" wäre hier sicherlich eine interessante ergänzende Information gewesen. Vielleicht achten SIE beim Ausleihen oder Kauf an DA-DRAUF.

Anbieter: "Capelight"

Hachiko, ein Akita-Hund, wurde am 10. November 1923 in Odate in der Präfektur Akita geboren. 1924 nahm ihn sein Besitzer, ein Universitätsprofessor, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab. Auch als der Professor während einer Vorlesung verstarb, wartete sein Hund jeden Tag am Bahnhof auf dessen Rückkehr. Sein ganzes Leben lang. Für den treuen Hachiko, inzwischen durch Veröffentlichungen in ganz Japan bekannt, wurde im Jahr 1934 am Bahnhof Shibuya eine Bronzestatue errichtet. Am 8. März 1935 verstarb Hachiko. Der westliche Bahnhofsausgang, der Warteplatz von Hachiko, heißt heute offiziell "Hachiko Exit". 2009 verfilmte der schwedische Hollywood-Regisseur Lasse Hallström die Geschichte dieses Hundes: "Hachiko: A Dog's Story", deutscher Kino-Titel: "HACHIKO - Eine wunderbare Freundschaft". Richard Gere spielte darin das Herrchen von Hachiko (s.KINO-KRITIK).

Auch ím staubigen Australien haben sie vor einiger Zeit, 1980, einem besonderen Hund, "IHREM Hund", ein Denkmal errichtet. Warum, weshalb, wieso erzählt ein australischer Spielfilm, der Zuhause ein Kino-Hit war. Es dort inzwischen in die Riege der 10 beliebtesten australischen Filme aller Zeiten geschafft hat, hierzulande erstmals im Berlinale-Programm 2011, innerhalb der Sektion "Generation 14plus", vorgestellt wurde und jetzt auf DVD deutsche Premiere hat:

RED DOG" von Kriv Stenders (Australien 2010; B: Daniel Taplitz, nach dem gleichn. Roman von Louis de Bernières, 89 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 21.08.2012).

Irgendwann 1971 taucht er auf. Im westaustralischen Dampier. In der Region Pilbara. Einer staubigen Gegend. In der Männer aus vielen Gegenden der Welt nach Erz bohrten. Gutes Geld als Bergleute, Stahlkocher, Raupenfahrer verdienten. Und sich im einzigen Pub abends (gerne "robust") trafen. Bei Jack & Maureen. Die IHN als erste entdeckten, den herrenlosen rotbraunen Hund. Mitten auf der Landstraße. Ihn mitnahmen und aufgrund seiner rötlichen Fellfarbe, die durch den Staub des Outbacks noch verstärkt wurde, "Red" nannten. Den zutraulichen Mischlingshund, ein Kelpie/Cattle Dog-Mix. Der zum Liebling der Region werden sollte. Der die Herzen der Kerle "auftaute". Deren Schicksale mit-beeinflusste. So fand der Italiener Vanno (ARTHUR ANGEL), der die Anderen mit seinen ewigen Geschichten aus seiner "tollen" Heimatecke, den Abruzzen, nervte, endlich einen geduldigen Zuhörer. Und sogar eine Ehefrau. Dank Red. Dem kräftigen, gutmütigen Peeto (JOHN BATCHELOR) leistete Red Gesellschaft beim heimlichen Stricken. Und Musik-Hören. Und Einzelgänger Jocko (ROHAN NICHOL) verhalf er sogar, über seine Depressionen hinwegzukommen. In John Grant aber, den Busfahrer (JOSH LUCAS), fand Red "seinen" Herrn. Die Zwei wurden zu besten Kumpels. Der Beifahrersitz war fortan immer pfotig besetzt. Auch als dessen Liebe Nancy (RACHAEL TAYLOR) "hinzukam". Doch dann verunglückte John bei einem Unfall. Tödlich. Red wartete lange vergebens, bis er sich selbst auf die Suche nach seinem Herrn machte. Sich auf eine lange, weite Wanderschaft begab. Durch das Land. Und "darüber hinaus". Zum "Wanderer von Pilbara" wurde. Um danach wieder zurückzukehren. Zu Nancy. Nach Dampier. Zu "seiner" Gemeinde. Seiner Sippe. Wo Ende der Siebziger Fernfahrer Tom (LUKE FORD) auftaucht und die Geschichten dieses außergewöhnlichen Charakter-Hundes erzählt bekommt. Weil alle sich im Pub versammeln. Wo "Red Dog" nebenan um sein Leben kämpft. Offensichtlich hat er ausgelegtes Strychnin gefressen.

Natürlich Rührung. Viel Rührung. Aber - SCHÖNE Rührung. Berührung. Nach dem Motto: "Manchmal suchst du dir einen Hund aus, manchmal ist es umgekehrt". Der Film "Red Dog" ist so etwas wie eine wunderbare filmische Erholung. Inmitten dieser ständig "unnormalen", also problemüberbeladenen, actionüberbeladenen, sinneüberbordenden Streifen. Die so gerne "zum Lernen", "zum Denken", zum Diskutieren auffordern. Wollen. Oder als Volldampf-Kracher daherkommen. Dieser Film fordert dagegen NUR "zum Fühlen" auf. Mit Mit-Fühlen. Um eine Kreatur, die Menschen gut tut. Tat. "Mehr" ist nicht. Gibt's auch nicht. Wem das filmisch "zu wenig" ist, okay. Mir hat DAS gerade mal - riesig - gefallen. Emotional angesprochen zu werden. Und dabei nicht blöd. Sondern human. Mit kitschlosem, augenzwinkerndem tierisch-menschlichem Humor. Und fein simpel: Ein Hund wird zum "Friedensstifter" unter rauen Menschen. Löst deren Biestigkeit. Einsamkeit. Klotzigkeit. Grobmotorik. Stellt "zwischenmenschlich-hündische", also humane Verbindungen her. Was für ein gutes Gefühl. Was für ein herrliches Gefühls-Movie!

"Red Dog" starb am 21. November 1979. Nach seinem Tod errichte man dort, im Dampier, eine drei Tonnen schwere Bronzestatue. Auf seiner Plakette steht geschrieben: "Red Dog. The Pilbara-Wanderer. Erected by the many friends made during his travels". 1983 veröffentlichte Nancy Gillespie unter dem Titel "Red Dog" eine Sammlung von Anekdoten und Gedichten von Menschen aus der Pilbara-Region, um das Leben des Hundes aufzuzeichnen. Ende der 90er Jahre wurde der britische Schriftsteller und leidenschaftliche Katzenbesitzer Louis de Bernières ("Corellis Mandoline") auf die Geschichten um Red Dog aufmerksam. Er begann zu recherchieren, ließ sich Anekdoten von Menschen berichten, die den Hund aus den 70er Jahren kannten, informierte sich durch Presseausschnitte, las mehrere Bücher sowie eine Gedichtsammlung, in denen "Red Dog" vorkam. 2001 erschien sein hundertseitiger Roman "Red Dog" ("Ich hoffe, meine Katze findet niemals heraus, dass ich eine Geschichte geschrieben habe, um das Leben eines Hundes zu feiern"). Ein Jahr später wurde er unter dem Titel "Der rote Hund" bei uns veröffentlicht.

Regisseur KRIV STENDERS, 1964 im australischen Brisbane geboren, ist Absolvent der "Australian Film Television & Radio School". Die ersten beiden Kinospielfilme des auch als Werbefilmer tätigen Regisseurs waren "The Illustrated Family Doctor" und "Blacktown" und liefen auf internationalen Festivals. Mit der mit 8 Millionen Australischen Dollars budgetierten "Red Dog"-Produktion avancierte Kriv Stenders in seiner Heimat zum Filmemacher-Darling. Wie auch sein vierbeiniger Hunde-Star namens KOKO, ein fünfjähriger roter Kelpie, der zu 85% den "Red Dog"-Star spielte.

"Red Dog", deutscher DVD-Kleinuntertitel "Ein Held auf vier Pfoten", ist ein filmtierischer Hammer.

Anbieter: "Ascot Elite Home Entertainment"

Manchmal bedarf es eines Hymnen-Anstoßes von Kollegen, um einen Film auf DVD auch endlich wahrzunehmen. Der, den ich heute vorstelle, steht schon seit Monaten in den Videothek-Regalen, dennoch bin ich erst jetzt auf ihn aufmerksam geworden. Über eine Kritik des von mir sehr geschätzten "Süddeutsche Zeitung"-Kritikers IVO RITZER (vom 6. Juli 2011). - DER mir übrigens vor einiger Zeit mittels seiner Kritik schon einmal geholfen hatte, den vorzüglichen britischen Hardcore-Thriller "TEN DEAD MEN" zu entdecken -. Dabei stand "sein" neuer Film aus Australien bereits im Special-Programm des letztjährigen Berlinale-"Panoramas" und war danach auch im Aufgebot beim FANTASY-Filmfest von 2010 vorhanden, einem im Übrigen immer film-wertvoller werdenden internationalen Film-Festival. Dennoch bekommt er erst jetzt die verdiente Würdigung:

RED HILL" von Patrick Hughes (B, Prod., Schnitt+R; Australien 2009; K: Tim Hudson; M: Dmitri Golovko; 95 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 9.12.2010).

Wieder so ein B-Movie-Genre-Hammer. Diesmal angesiedelt im Hochland von Australien. Wohin sich der junge Stadt-Polizist Shane Cooper (RYAN KWANTEN) versetzen ließ. Er hat von der Großstadthektik die Schnauze voll. Und möchte in diesem abgelegenen Kaff namens RED HILL zur Ruhe kommen. Auch und vor allem, weil seine Ehefrau hochschwanger ist und beide ihren Nachwuchs lieber auf dem "ruhigeren Land" bekommen und aufwachsen sehen wollen. Doch kaum angekommen, findet er im Umzugsgepäck seine Pistole nicht und wird nicht nur deshalb von seinem neuen Vorgesetzten, Polizeichef Old Bill (STEVE BISLEY), mächtig angemacht. Beziehungsweise abgewatscht. Doch allzuviele Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Kommunizieren bleibt nicht, denn ein Jimmy Convoy (TOM E. LEWIS) ist im Anmarsch. Auf Red Hill. Was dort für allgemeine wie "spezielle" Unruhe sorgt. Denn Jimmy, der Aborigine, DER mit dem Monster-Face, stammt von hier. Ist ein rechtskräftig verurteilter Mörder. Dessen linke Gesichtshälfte verbrannt ist. Aber nicht nur DIE. Auch seine Seele ist völlig verbrannt. Zerstört. Worden. Jimmy gelang gerade der Ausbruch aus dem Knast. WO es ihn hinzieht, ist den Alteingesessenen in der Gemeinde sofort klar. Und in der Tat, die ersten Meldungen bestätigen die Vermutungen: Leichen pflastern unaufhaltsam seinen stummen Weg. Gen Red Hill.

Und je mehr nun auch Cop-Neuling Shane Cooper hierin verwickelt wird, je mehr muß er seine eigene Rechts- und Moralposition überdenken. Denn die Gesetzesvertreter in Red Hill, so zeigt es sich bald, sind keineswegs nur "die Guten". Ganz im Gegenteil Und schon gar nicht Ober-Sheriff Old Bill, der hier das Sagen hat und dies weidlich nutzt(e). Benutzt(e). Ausnutzt(e). Shane gerät nun mitten hinein in diese Konfrontationen um üble Alt-Geschehnisse und unbeglichene, blutige Rache-Rechnungen. WIE soll ER sich positionieren? "Amtlich" oder "privat"??? Jimmy Convoy setzt währenddessen die Music-Box mit seinem persönlichen Lied vom Tod stimmungsvoll in Gang. Und zieht eiskalt "sein Django-Ding" weiter durch.

"Red Hill" ist ein moderner Polizeifilm-Western. Mit Horror-Elementen. Im australischen Heute angesiedelt. Erinnert an die billigen wie fasznierenden Kult-Anfänge eines John Carpenter ("Assault - Anschlag bei Nacht"/1978). A la: Wenn die Kälte dominiert. Und es nicht vieler Worte bedarf, um die spannende Show voranzutreiben. In der sich Gut & Böse bei dieser aggressiven Typen-Performance nicht ausmachen lassen. Zynismus triumphiert. Verdorbenheit. Grausamkeit. Viehische Brutalität. Und mittendrin: Das "Bübchen" Shane. Ein ganz und gar friedfertiger netter Bursche. Der noch niemals in seinem Berufsleben auf jemanden schießen mußte. Und DEN es jetzt gleich "voll erwischt". Der sich nun entscheiden darf. Von wegen WER bin ich und WAS mache ich. Verantworte ich. Denn: Wie rotzte es schon Western-Legende KEOMA in dem gleichnamigen Pracht-Western von 1976 cool-nüchtern 'raus: DIE WELT IST DRECKIG. DER MENSCH IST SCHLECHT. Also nimm' gefälligst das Gesetz in die eigenen Hände. Wenn es halbwegs "gerecht" zugehen soll. Beim Kino. Shane Cooper muß sich also entscheiden. Und zwar schnell. SEHR schnell.

"Red Hill" wurde ohne Zuschüsse innerhalb von vier Wochen mit dem Geld von privaten Investoren in OMEO, im australischen Hochland, gedreht. Vor phantastischer, beeindruckend eingefangener Naturkulisse. Sein Debütfilm, so Patrick Hughes im Bonusmaterial, sei inspiriert von Klassikern wie "Beim Sterben ist jeder der Erste" (von John Boorman/1971) und "Ein Fremder ohne Namen" (von + mit Clint Eastwood/1972). Aber auch von einem schwarzen Neulich-Western wie "No Country For Old Men" von den Coen-Brüdern (2007). Thema: Einer wurde einst isoliert. Ausgestoßen. Aus der Gemeinschaft. Wurde reingelegt. Übelst gedemütigt. Vernichtet. Und wehrt sich nun. Nach Jahren. Als Quasi-Toter, der nichts mehr zu verlieren hat. Den nichts mehr zu erschrecken vermag. Dessen Herz ein Stein ist, das nur noch nach Vergeltung schreit. Was die einstigen Schänder und heutigen "braven Bürger" in Angst und Panik versetzt. Und einen sensiblen jungen Polizeimann in arge Bedrängnis bringt. Versetzt.

Ein "Racheengel in Australien" heißt es in der Kritik-Überschrift der "Süddeutschen" zu diesem DVD-Film. Trifft die Pointe genau: Ein übler Bursche zieht seinen vorbestimmten, schmutzigen, elenden Weg. Denn die Schuldigen müssen endlich leiden. Büßen. Oder umgekehrt. Thema: Gebe ihnen Saures, Du alter australischer Django-Bronson-Dirty Harry-Fighter. "Red Hill" ist ein tolles Rotz-Movie von B-Spaß. Das Genre lebt. Und bebt schön-dreckig-unterhaltsam.

Anbieter: "Kinowelt Home Entertainment"

Natürlich und besonders in diesen WM-Tagen: WIR SIND FUSSBALL! Bzw.: Ich bin Fußball. Fan sowieso, seit ich denken kann. Vom Fußball verstehe ich sehr viel, und ich bin auch ein (SEHR) guter Beobachter, Kommentator, Begleiter, Ball-Kritiker. Ganz klar. Ich weiß viel vom und über den Fußball und vieles (natürlich) auch richtiger.....

Was, besser WER mich oft nervt, sind die FUSSBALLSCHIEDSRICHTER. Weil ich ja sooo viel vom Fußball mehr weiß, sehe, kenne, erkenne, also kompetenter zu beurteilen vermag, halte ich sie oft für inkompetent, falsch-liegend, desorientiert, kurzum - grottenschlecht. Mir kommt es (zu) oft vor, dass die sog. Unparteiischen die Spiele entscheiden und nicht die Spieler. Mit den "Schieris" liege ich oft quer, im Clinch. Das ist in der Bundesliga genauso wie bei der gerade laufenden Weltmeisterschaft in Südafrika (obwohl dort, bislang jedenfalls/Stand 14.6.2010, die Spielleiter okay waren). Seit 1873 gibt es sie im Reglement, nachdem bereits zehn Jahre Fußball gespielt wurde, seit 1882 wurden sie "Pflicht" für ein Fußballspiel. Den Schiedsrichter als alleinigen Spielleiter gibt es seit 1890. 1899 wurden die Bestimmungen präziser gefasst. Weltweit sollen heute über 240.000 aktiv sein, bei uns in Deutschland gibt es - Stand 2007 - rd. 80.000 Unparteiische. Beim Profifußball, in der Bundesliga, erhält der Schiedsrichter 3.600,-EURO pro Spiel, ein Assistent 1.800,-EURO, der 4. Offizielle 900,-EURO. In der 2. Bundesliga wird die Hälfte gezahlt. Die Altersgrenze für Bundesliga-Schiedsrichter liegt bei 47 Jahren, international bei 45 Jahren. Seit 2006 sind in den nationalen Spitzenligen und bei internationalen Spitzenspielen die Schiedsrichter über Funk (Headset) miteinander verbunden.

Warum ich das so ausführlich meiner heutigen DVD-Empfehlung voranstelle?: Weil es jetzt auf dem DVD-Markt einen ersten FUSSBALLSCHIEDSRICHTER-Film zu annoncieren gilt. Nicht irgendeinen, nicht einen läppischen Werbefilm für sie oder irgendwas Belangloses, sondern einen RICHTIGEN. SPANNENDEN. NAHEGEHENDEN. Kino-liken. Faszinierenden. Mit authentischem Direkt-Kontakt. Als eine Art menschelnder Dokumentarfilm mit vehementer Spielfilm-Spannung und mit viel Story-Charme.

Titel: „REFEREES AT WORK". Hergestellt haben ihn der belgische Produzent JEAN LIBON und der belgische Dokumentarfilmer YVES HINANT. Als Herstellungsland wird angegeben: UEFA, und da DIE bekanntlich in der Schweiz angesiedelt ist, schreiben wir ihn der Schweiz zu. (Schweiz 2008/2009; 90 Minuten; mit deutschen Untertiteln; DVD-Veröffentlichung: 21.05.2010).

Gedreht wurde anlässlich des UEFA-Europameisterschaftturniers 2008, das ja in der Schweiz und in Österreich stattfand. Dort durften die beiden Filmemacher ganz nah an die Spitzenelite der europäischen Spielleiter heran. Durften sie nicht nur auf dem Spielfeld beobachten, verfolgen, begleiten, sondern durften auch ihren "Funkverkehr" 1:1 mithören, mit-aufnehmen. Erstmals können wir original mithören, miterleben, worüber sich die Schieris unterhalten, austauschen, informieren; erstmals erleben wir sie hautnah und schweißtreibend bei ihrer nervenaufreibenden ständigen Sekunden-Arbeit. Erstmals erleben wir sie "siegen", erstmals erleben wir sie scheitern. "Manchmal sind wir die Gewinner, manchmal die Verlierer", bemühen sich UEFA-Offizielle die Wogen zu glätten.

Wenn Entscheidungen sich hinterher als fragwürdig, fehlerhaft und spielentscheidend falsch aufzeigen. In dutzendfachen Zeitlupen-Wiederholungen. In den vorwurfsvollen Kommentaren der TV-Reporter oder danach in den Kolumnen der Zeitungsjournalisten. "Es passieren viel schlimmere Dinge überall und jeden Tag in der Welt. Ist doch so", versuchen sich die Gescholtenen zu trösten. Und: "Es kommt nicht darauf an, was wir sehen, worauf es ankommt, ist, was darüber gesagt wird", fasst es der Italiener ROBERTO ROSETTI zusammen, der 2008 das Endspiel Spanien gegen Deutschland (gut) pfiff (2:0 für Spanien). Gemeinsam mit den Kollegen HOWARD WEBB aus England (der kürzlich das Championsleague-Finale Inter Mailand gegen Bayern München leitete/2:0 für Mailand), der während des Turniers hier, beim Spiel Polen gegen Schweiz, einen maßgeblichen (Abseits-)Torfehler machte und in der Verlängerungszeit einen - berechtigten - Elfmeter für die Schweiz gab, was zu harschen polnischen Protesten (sogar aus der hohen Politik), persönlichen Attacken und zu schlimmen (Internet-)Morddrohungen führte; PETER FRÖJDFELDT aus Schweden; MASSIMO BUSACCA aus der Schweiz und MANUEL MEJUTO GONZALEZ aus Spanien, der damals beim Spiel Deutschland gegen Österreich (1:0) die beiden Trainer Joachim Löw und Josef Hickersberger nach Assistenten-Aufforderung am Spielfeldrand auf die Tribüne verbannte, werden sie während ihrer Vorbereitungen, Einstimmung in der Kabine, während des Matchs untereinander und vor allem "danach", offiziell wie privat, unaufdringlich, aber präsent beobachtet.

"Referees At Work" taucht in unbekannte Seelentiefen ein. Erstmals befand sich eine Kamera direkt in der Kabine der Unparteiischen und nahm deren vielfältige "Reaktionen" auf. Emotional wie gedanklich. Aber ohne Voyeurs-Haltung. Zur interessanten menschlichen Ikone wird dabei der charismatische Engländer Howard Webb, weil hierbei auch dessen Familie mit in die "Berichterstattung" einbezogen werden konnte. Sowohl im Stadion (der Vater war früher auch Schiedsrichter) wie auch im häuslichen familiären Umfeld.

Kommentarlos sammeln die Autoren intensive wie breite Motive aus dem Innenleben des Fußballs. Aus dem UNBEKANNTEN Innenleben des Fußballs. Fügen sie zu einer rundum faszinierenden Anders-Fußball-Betrachtung zusammen. Bei der inzwischen auch viel "Mechanik" mit im Spiel ist. Denn wie und wieso und wie viel da während eines Spiels als "technische Kommunikation" zwischen den Offiziellen abläuft, ist bisweilen ebenso absurd wie ulkig wie außerordentlich packend. Eine jedenfalls jederzeit stimmungsvolle Tonart. Der Profifußball, das ist inzwischen ein ganz eigener Kosmos in der Mixtur von hochorganisiertem Business, Viel-Extrem-Anspannung, Sport und Spektakel. Und: Auffallend wie oft auch inzwischen Begriffe wie "Sicherheitskräfte" oder "Sicherheitscheck" eine immense Begleitrolle spielen. Auf die Frage, was einen guten Schieri letztlich ausmacht, worauf sich ein guter Schiedsrichter besonders einzustellen hat, antwortet einmal der Schwede Peter Fröjdfeldt: "Courage". Und: "Das Unerwartete erwarten!". Motto: "Wir sind keine Götter, auch wir machen Fehler" (Massimo Busacca).

Bemerkenswert auch das angebotene DVD-Bonusmaterial mit u.a. Interviews mit dem Regisseur Yves Hinant und dem italienischen Ex-Schieri-Star Pierluigi Collina. Der Film "REFEREES AT WORK", Untertitel: "Schiedsrichter im Fokus", ist derzeit d a s DVD-Spitzenangebot zum gegenwärtigen Welt-Thema FUSSBALL. Als emotionale wie intelligente Spitzenunterhaltung. Also ebenso amüsant wie klug. Fazit - P.S.: Werde wohl künftig von meinem "hohen Ross" als "Besserer Schiedsrichter" ein bisschen ´runterkommen....... (bis zum nächsten Gagelmann-Spiel jedenfalls).
Anbieter: "My Video".

Wir machen mal eine "Pause", also eine kleine cineastische Denkpause sozusagen. Heute steigen wir mal filmisch in die Niederungen des ebenso "einfachen" wie hübsch-ulkigen Spaßes. Mit dem in deutscher DVD-Erstveröffentlichung herausgekommenen tierischen Ulk

REICHER HUND MIT HERZ" von (unwichtig) David Devine (Prod.+R; USA/Kanada 2004; 89 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 19.01.2007).

Wie der Titel schon - richtig - vermuten lässt: Ein schelmischer Quatsch. Mit Zweibeinern, die entweder naiv-dööflich oder ganz fies sind. Während sprechende Tiere den vorwiegend fröhlichen Ton angeben: In der "Hauptperson", hier ein Prima, Golden Retriever-Clown (mit auch noch der deutschen John-Cleese-Stimme von THOMAS DANNEBERG kess-pointiert ausgestattet), der von seinem Frauchen Millionen geerbt hat, hinter denen natürlich "ganz fiese" Typen her sind...(sehr ulkig, nicht wahr???).

Fand ich mal entspannend, leicht-locker-beschwingt-amüsant wie schön-simpel-unterhaltsam-entspannend. Gefällt sicherlich Leuten (wie mir), die Tiere mögen und Menschen nicht ausstehen können, die Tiere gerne benutzen/quälen. "101 Dalmatiner" und "Ein Hund namens Beethoven" lassen dabei freundlich grüßen. In den menschlichen Rollen treten immerhin u.a. auf: JENNIFFER TILLY ("Bullets Over Broadway"; "Bound - Gefesselt"); TIM CURRY ("The Rocky Horror Picture Show"); DEAN CAIN ("Superman"-TV-Serie), LAURIE HOLDEN ("Fantastic Four"). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt/fühlt/sieht...

Anbieter: "Sunfilm Entertainment"/München.

Ein altes Genre wird wieder neu belebt, das “Historien-Kino“.„REVOLUTION UND LEIDENSCHAFT“ von Philippe de Broca (Fr 1987; 143 Minuten; Video-Veröffentlichung: 05.1990); entstand anlässlich der 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution.

Vor dem blutigen Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen jener Zeit steht ein liberaler Adliger aus der Bretagne im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Geschehens. Der kümmert sich weniger um die laute Pariser Tagesaktualität sondern vielmehr um seine große Leidenschaft, das Erfinden von Flugmaschinen. Und: Er hat nichts gegen gutes Essen und schöne Volks-Feste. Doch die Epoche schreit nach Veränderungen. Königstreue Anhänger stehen Republikanern gegenüber, aus langjährigen Freunden werden erbitterte Feinde, aber es geht natürlich auch um Gefühle. Um die Liebe zu einer schönen jungen Frau wird gebuhlt, intrigiert und gekämpft.

“Revolution und Leidenschaft“, das bedeutet: funkelnde Klingen und Uniformen, tönendes Machtgeschrei, dröhnende Kanonenschläge und die vielgenutzten Guillotinen. Philippe Noiret dominiert in der Hauptrolle als sympathisches Adels-Oberhaupt, an seiner Seite tauchen Stars wie Sophie Marceau oder Lambert Wilson auf. “Revolution und Leidenschaft“ ist ein farbenprächtiges Schauspiel vor grandioser Landschaftskulisse, ist ein aufwendiger Schmachtfetzen nach klassischem Muster.

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Wir spurten in Richtung Christmas, deshalb soll es heute filmisch mal eher FAMILIEN-FREUNDLICH zugehen. In deutscher Erstveröffentlichung gibt es auf DVD eine hübsch-nette Komödie, in der ein HUND die "Hauptperson" oder sagen wir besser DIE LEITFIGUR ist. Der amerikanische Film stammt von 2006 und heißt

REXX, DER FEUERWEHRHUND" von Todd Holland (USA 2007; 111 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 14.12.2007).

Der Regisseur ist bei uns verhältnismäßig unbekannt, hat überdurchschnittliche Unterhaltungsfilme wie "The Wizzard - Joy Stick Heroes" (1989) oder "Jagabongo" (1998/mit Richard Dreyfuss) gedreht. Hier stellt er Rexx vor, eine "wilde Mischung Hund" Marke IRISH TERRIER. Rexx hat in Hollywood als "der coolste Hund der Welt" Karriere gemacht, ist dort längst ein Super-Star, wird entsprechend hofiert, gehätschelt, verwöhnt. Doch bei den Dreharbeiten zu seinem neuesten Film geht etwas schief, Rexx fliegt - ohne Fallschirm - aus einem Flugzeug und landet sicher auf einem Tomaten-LKW. Während ihn Hollywood vermisst/betrauert, landet der clevere Vierpfoter auf einer fast abgewickelten Feuerwehrwache. Dort lernt er die netten, aber natürlich ob der bevorstehenden Auflösung auch deprimierten Helfer ebenso kennen wie den 12jährigen Shane und seinen alleinerziehenden Vater. "Die Stimmung" zwischen den Beiden ist angespannt, so dass der Hund ganz schön zu tun bekommt: Um einerseits die angespannte Situation-hier ein bisschen "freundlicher" zu gestalten und andererseits auch Sohn + Vater bzw. umgekehrt wieder zusammenzubringen. Zudem gilt es aber auch, einem übel-geschäftigen Brandstifter auf die Schliche zu kommen und zu überführen.

Der Film ist leicht, aber nicht seicht, hat natürlich mit dem Vierbeiner einen "kernigen Typen" "an Bord". TIERISCHE ACTION ist "unfallfrei" annonciert, während die Menschen eben nicht so süßlich-nett wie in vielen anderen Tier-Mensch-Movies durchschmalzen, sondern etwas "herber", also glaubwürdiger, gezeichnet sind. Zudem: Augenzwinkernde Anspielungen auf das überkandidelte Show-Business sind ebenso angesagt wie die sympathische Hunde-Show zum Wohlfühlen.

Die freundlich-gestimmten Darsteller (Josh Hutcherson/Bree Turner/Steven Culp/Bill Nunn) kommen aus der soliden "Bedienungsabteilung" Hollywoods und überlassen dem Vierbeiner gerne die komische Bühne. "So was" jetzt mal zu sehen, entspannt prima. Wie sagt man: Nette Unterhaltung in Sachen Familienfilm-Vergnügen mit Krimi-Touch.

Anbieter: "Kinowelt Home Entertainment"

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