Valid XHTML 1.0 Transitional

Heimkino-Empfehlungen mit U

Heute habe ich etwas GANZ BESONDERES, eine filmische Delikatesse sozusagen: Die DVD-DOPPEL-BOX mit jeweils 3 DVDs von

"UNGLAUBLICHE GESCHICHTEN - Volume I + II". (USA 1985; DVD-Veröffentlichung: 04.09. & 11.12.2008)

Insgesamt also 6 DVDs mit 24 Kurzspielfilm-Episoden aus einer bei uns weitgehend vergessenen oder unbekannten wie außerordentliche amerikanische TV-Serie aus den 80ern. Initiiert von keinem Geringeren als dem 1946 geborenen, 3fachen "Oscar"-Preisträger STEVEN SPIELBERG ("Schindlers Liste"; "Der Soldat James Ryan"). DER war bekanntlich Mitte der 80er Jahre auf einem gigantischen Erfolgstrip in den weltweiten Lichtspielhäusern. Hatte Hits wie "Der weiße Hai" (1975), das erste Indiana- Jones--Abenteuer "Jäger des verlorenen Schatzes" (1980) und "E.T. - Der Außerirdische" (1982) sowie "Indiana Jones und der Tempel des Todes" (1984) und "Die Farbe Lila" (1985) geschaffen und galt als Nr.1-Regisseur in Hollywood. Nachdem also DAS KINO "erobert" war, wollte sich Spielberg auch im FERNSEHEN "beweisen". Und so kreierte er, nach losem Vorbild der TV-Klassiker-Serie "Alfred Hitchcock präsentiert" (1955-1962), das ambitionierte Projekt "AMAZING STORIES". Mit ihm als ausführenden Produzenten und oftmals auch Story-Lieferanten. Für kurze Spielfilm-Geschichten aus der Welt des Übernatürlichen.

Stichwort: Gruselige Fantasy-Movies, durchsetzt mit viel Augenzwinker-Humor. Mit enormem Aufwand und einem - für damalige Fernseh-Zeiten ebensolchem Budget von 1 Million Dollar pro Folge hatte die Reihe mit dem Film "Der Geisterzug" von Steven Spielberg am 29. September 1985 im amerikanischen Fernsehen (beim Sender NBC) Premiere. Fortan traten Raumschiffe, magische Meteoriten, Mumien, seltsame Lehrer, böse Kinder, verrückte Weihnachtsmänner, gefräßige Kobolde, kreative Pflanzen oder lebende Tote in den eigenständigen, also in sich abgeschlossenen Geschichten von rd. 25 Spannungsminuten auf. In einer unterhaltsamen Genre-Mischung aus Horror, Thriller, Grusel, Komödie und Animation. Mit damals teilweise noch unbekanntem Regie-Personal wie Joe Dante, Martin Scorsese, Tim Burton, Peter Hyams, aber auch Clint Eastwood hinter und Heute-Promis wie Harvey Keitel, Charlie Sheen, Danny DeVito, Tim Robbins, Kiefer Sutherland, Patrick Swayze und Kevin Costner vor der Kamera. - Im deutschen TV-Nachtprogramm fanden die "Unglaublichen Geschichten" in den 90ern eine kleine, aber feine wie treue Fan-Gemeinde. -

Mein Lieblingsfilm heißt im Original "Mummy Daddy" , stammt von William Dear, ist Film 4 auf der ersten DVD von Box 1 und besitzt unter dem Titel "DIE MUMIE" inzwischen Kultstatus. Story: In einem düsteren Sumpf wird ein Horrorfilm über eine Mumie gedreht. Der Darsteller der Film-Mumie düst vom Filmset ab ins Krankenhaus, wo seine Frau vor der Geburt ihres Kindes steht. In voller Mumien-Kostümierung. Pech nur, daß sich in der Nähe des Filmsets eine TATSÄCHLICHE MUMIE aufhält. "Verwechslungen" sind an der komischen Grusel-Tagesordnung. Ein köstlicher Spaß, an dem vor allem auch Synchron-Sprecher Ronald Nitschke großen Anteil hat, weil er sich für die "korrekte" akustische Wiedergabe seines Helden-hier (Tom Harrison) Tampons in den Mund steckte, um DEN so "besser" "ausdrücken" zu können. Schön-irre. Dicke Empfehlung für die ersten 24 Kurz-Filme dieser entdeckungswürdigen Reihe in einer DVD-Doppel-Box: Insgesamt 589 Minuten originelle "Märchengeschichten" aus dem Hause von Spielberg & Co. aus den 80ern.
Anbieter: "e-m-s"/Dortmund.

Der innovative US-Pay-TV-Kanal HBO ("Home Box Office") und seine hauseigenen Produktionsperlen: Siehe die DVD-Kritiken zu "THE RAT PACK" sowie zu "DIE LEGENDE - DER KAMPF UM CITIZEN KANE". Jetzt ist erneut so ein Film-Juwel als deutsche DVD-Premiere zu annoncieren. Dabei handelt es sich um den vorzüglichen Psycho-Thriller "WITNESS PROTECTION", der im Jahr 2000 als "Bester Film" für den Globe" nominiert war, aber dem genannten HBO-Werk "Die Legende - Der Kampf um Citizen Kane" unterlegen war. Bei uns ist "Witness Protection" unter dem DVD-Titel

UNTER ZEUGENSCHUTZ" von Richard Pearce (USA 1999; B: Daniel Therriault + Robert Sabbag; 97 Minuten; DVD-Start: 14.04.2011); herausgekommen.

Grundlage des meisterlichen Spannungsfilms ist der Artikel "The Invisible Family" des Journalisten und Schriftstellers (und hier auch Co-Drehbuch-Autoren) ROBERT SABBAG im "New York Times"-Magazin vom 11. Februar 1996 (der Sonntags-Beilage der "New York Times"). Wir kennen DAS aus "herkömmlichen Krimis": Auf einen "hochrangigen" Kriminellen wird von seiner eigenen "Truppe" ein Attentat verübt, er überlebt und stellt sich fortan der Polizei und der Justiz aussagekräftig zur Verfügung. Für den Preis einer neuen Identität. Innerhalb des amtlichen Schutzprogramms. Was soviel bedeutet wie - irgendwo ein neues Leben unter neuem Namen anfangen zu können. Geschützt durch die Behörden. So können die Schurken überführt und ihrer Strafe zugeführt werden. Ein "rechtsstaatlicher Deal". Ende. Abspann. Hier fängt es genauso an.

Bobby Batton (TOM SIZEMORE) ist ein Geschäftsmann. In Boston. Die Polizei bezeichnet ihn als Berufskriminellen. Der für den Mob profitabel tätig ist. Dem aber bislang nichts nachzuweisen war. Als auf ihn und seine Familie in ihrem Haus ein Anschlag verübt wird, wird ihm bald klar: "Ich bin ab jetzt geächtet". Um Ehefrau, die kleine Tochter, den halbwüchsigen Sohn und sich zu schützen, stellt er sich der Justizbehörde und dem FBI "zur Verfügung". Packt aus. Will ein neues, das sichere Leben. Schon hier wird deutlich, der Film interessiert sich NICHT für den "Kriminalfall" Bobby Batton, sondern für "die Family" Bobby Batton. Für die Internas in "solch einem Familienverbund". Der vom einen Moment auf den anderen völlig sein Leben umstellt, umstellen muss. Anfangs glaubt Bobby Batton noch, "die Regeln" hier in der Hand zu haben bzw. selbst diktieren zu können. Stolz und obenauf. Laut. Dann jedoch wird ihm, wird der gesamten Familie klar (gemacht), dass alles ganz, ganz anders läuft. Dass ER keinesfalls in diesem Spiel um das (Über-)Leben die Trumpf-Karten besitzt. Ganz im Gegenteil. Er muss erkennen, dass seine "Ansprüche" völlig anders "bewertet" werden. Weil er auch privat zuviel vermurkst hat.

"Willkommen Freunde. Sie befinden sich im Sicherheits- und Orientierungszentrum des Zeugenschutzprogramms": Inspektor Steve Beck ("Oscar"-Preisträger FOREST WHITAKER) legt Wert auf Etikette. Und die bürokratischen Richtlinien. Vorschriften. Die "demokratischen Spielregeln". Und zu denen gehört der abzuschließende Vertrag zwischen der Bundesanklagebehörde und der Familie. In dem alles geregelt werden soll: "Wir erklären Ihnen, wie ihr Familienleben funktioniert, damit sie nicht wieder in die Scheiße kommen". Zugleich geht es auch die "Neuausrichtung der Erwartungen". Von Amts wegen. Bobby & Anhang sind erst entsetzt, dann verdutzt. Cindy Batton, die resolute Ehefrau (MARY ELIZABETH MASTRANTONIO), begreift schneller als ihr Gatte, dass Kooperation fortan die einzige Chance ist. Allerdings hat auch sie die individuellen Auswirkungen hierfür einigermaßen unterschätzt. Ist irgendwann mit den Nerven fertig und rebelliert. Und auch die Kinder sorgen für innerfamiliären Rabatz. Die Familie droht auseinanderzubrechen. Was allgemein auf natürliche Gleichgültigkeit stößt. Schließlich hat man sich jahrelang auf Kosten der Allgemeinheit, der Gesellschaft illegal bereichert. Da ist normales Mitleid fehl am Platze. Nur Steve Beck bemüht sich, ein halbwegs machbares Arrangement zustandezubringen. Sieht sich nicht nur als sturer Paragraphenreiter, sondern vielmehr als "Beteiligter". Als Vermittler zwischen den Menschen, zwischen der alten Parallerwelt und der möglichen neuen Realitätswelt des Mr. Batton. Doch dazu, dafür muss er erst Bobby "brechen". Ihn auf vernünftige, normale "Gesellschaftstemperatur" herunterkriegen. Damit er "eingliederbar" ist. Und die Seinen.

Ein hochinteressanter neuer Aspekt von Spannung. Interner Spannung. Von totaler An-Spannung. Bei sämtlichen Beteiligten. Weil das hervorragende Ensemble dies psycho-tief und porentief-dicht darzubieten weiß. Dabei wird auf Heldenklischees und Helden(ver)klärung verzichtet. Auf die Böse-Gut-Mätzchen. Stattdessen der Blick auf die faszinierenden verbalen Duelle. Das ständige Bemühen, Vorteile zu (be-)schaffen. Das ständige Spiel um Macht. Überlegenheit. Des individuellen Gewinns. Innerhalb einer demokratischen Ordnung. Aufregend ist DAS. Als Denk-Thriller. Freiheit gibt es hier nur für Opfer-Taten. Doch lohnen sich DIE überhaupt, wenn sie "so" ausfallen (sollen)...???

TOM SIZEMORE ("Black Hawk Down") gibt das macho-proppere Alphatier. Das auf keinen Fall auf seine (finanziellen) Privilegien, sprich den Luxus, zu verzichten gedenkt. Zunächst. Als Familienoberhaupt windet er sich wie eine listige Schlange, die weiterhin auf "bestes Futter" setzt. "Gattin" MARY ELIZABETH MASTRANTONIO ("Robin Hood- König der Diebe"/1991; seit dem Vorjahr Team-Mitglied in der TV-VOX-Serie "Criminal Intent - Verbrechen im Visier") fletscht brillant Zähne wie dann auch Fäuste. FOREST WHITAKER ("Der letzte König von Schottland") offenbart einmal mehr eine brillante, durchdringende Körpersprache der gespaltenen Seele. Regisseur RICHARD PEARCE (geboren am 25. Januar 1943 im kalifornischen San Diego), der für seinen Western "Heartland" bei der 30. Berlinale von 1980 den Hauptpreis, den "Goldenen Bären", zugesprochen bekam, hat mit "Unter Zeugenschutz" einen außergewöhnlichen, erstklassigen "anderen" Thriller geschaffen. Und lässt vor dem Abspann ausrichten: "Bis zum heutigen Tag haben sich 16.000 Menschen in das Zeugenschutzprogramm begeben. Jeden Tag werden überall im Land drei neuen Familien umgesiedelt".

Anbieter: "3 L".

Die heutige DRINGENDE "Scheiben"-Empfehlung betrifft einen neuen amerikanischen Spielfilm, der einen buchstäblich gedanklich "umhaut". Und nicht so einfach "abzuschütteln" ist. DER WIRKLICH an die Birne hämmert und sich lange Zeit nicht verdrängen läßt. Er ist bei uns soeben erstveröffentlicht worden, war also vorher - bedauerlicherweise - nicht im Kino zu erleben. Obwohl er ein wahnwitziges Groß-ERLEBNIS ist. Dabei handelt es sich um den Film

UNTHINKABLE" von Gregor Jordan (USA 2009; B: Peter Woodward; 93 Minuten; DVD-Veröffentlichung: 25.02.2011).

"Was Sie bei ihrem Plan vergessen haben, bin ICH!": Mr. "H" tritt äußerst selbstbewußt auf. Weiß um seine "Qualitäten" und wie begehrt er von Zeit zu Zeit ist. Mr. H (SAMUEL L. JACKSON) ist Experte. DER Experte. Als professioneller Folterer. Um von bestimmten "Kandidaten" "positive Ergebnisse" "herauszuholen". Für "das Land". Die Vereinigten Staaten von Amerika. Um DAS zu erreichen, darf er ALLES tun, was er für "richtig" hält. Dabei ist Mr. H kein plumper Sadist oder ein primitiver Gewalt-Lüstling, keineswegs. Mr. H ist glücklich verheiratet, hat zwei reizende Kinder, lebt ein zufriedenes Privatleben. Sieht man mal davon ab, dass er "offiziell" gar nicht existiert und von "höchsten Stellen" ge- bzw. beschützt wird. Doch nun wird er wieder gebraucht: Arthur Younger, der sich jetzt Yusuf nennt (MICHAEL SHEEN), ist ein zum Islam konvertierter US-Nuklear-Experte. Und hat es offensichtlich geschafft, in drei amerikanischen Großstädten Atombomben zu platzieren. Die in 3 1/2 Tagen hochgehen und möglicherweise "6 bis 10 Millionen Opfer" bringen werden. Arthur-Yusuf hat sich freiwillig einfangen lassen. Um "seine Forderungen" stellen zu können. Wohlwissend, was auf ihn jetzt zukommt. An Druck, an unvorstellbaren Schmerzen, an riesigen Qualen. Yusuf will, dass der amerikanische Präsident eine verbindliche Erklärung abgibt: Keine Unterstützung mehr für Marionetten-Regierungen und Diktatoren in muslimischen Ländern + Rückzug der amerikanischen Truppen aus allen islamischen Staaten. Wenn der Präsident dies baldmöglichst offiziell erklärt, würde er die Standorte der 3 Atombomben preisgeben.

Militär, FBI, CIA sind in Alarmbereitschaft. FBI-Agentin Helen Brody (CARRIE-ANNE MOSS) glaubt an eine "vernünftige" Klärungsmöglichkeit. Versucht es quasi "im Guten". Appelliert an Yusuf. Doch DER bleibt hart. Und konsequent. Also muss Mr. H "ran". Mit SEINEN grausamen Methoden. Jenseits jeder Menschlichkeit. Helen Brody ist entsetzt/sieht entsetzt zu. "Folter funktioniert einfach nicht", glaubt sie. Und dürfte auch NIE angewandt werden: "Wir stehen für unsere Werte ein". "Und wie viele Menschenleben haben uns diese Werte schon gekostet?", pariert der scheinbar coole Mr. H. "Wir stehen auf der Verliererseite. Wir haben Angst, DIE nicht. Wir zweifeln, DIE glauben". Und macht weiter. Um den Willen von Yusuf zu brechen, um an die entscheiden Informationen heranzukommen. Dabei "benutzt" er schließlich auch die Ehefrau des Attentäters und seine beiden kleinen Kinder.

Der 51jährige britische Drehbuch-Autor PETER WOODWARD hat ein packendes Drehbuch verfaßt. Der 43jährige australische Regisseur GREGOR JORDAN ("Two Hands"/1999; "Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly"/2003; beide mit Heath Ledger) schuf daraus einen "gigantischen" Psycho-Thriller-Kriegsfilm. Mitten im Heute. Wo die Welt sich "irgendwo" ständig in "einer Art Krieg" befindet und die Frage gestellt werden muss, wie weit eine zivilisatorische Gesellschaft gehen kann, gehen darf, um sich zu schützen??? Darf es sein, dass unsere moralischen Spielregeln völlig ausgesetzt werden dürfen, ja müssen, um schrecklichste Taten von uns abzuwenden?

Der Film "UNTHINKABLE", also "UNDENKBAR/UNVORSTELLBAR", stellt auf ganz außerordentliche, packende und SEHR, sehr spannende Art und Weise gemeine, düstere, beklemmende wie be-denkliche, aber vollauf berechtigte Fragen. Wenn sich unser globales Zusammenleben "SO" feindlich weiterentwickelt, dann kommen wir nicht mehr umhin, uns mit denen näher zu befassen. Auseinanderzusetzen. Wie können, wie wollen WIR "Frieden" behalten? Wenn die herkömmlichen Regeln, Gesetze, Werte nicht mehr "funktionieren"? Und die Moral-Ordnung nicht mehr gilt?

Der Film argumentiert mit viehischen, aber durchaus "vorstellbaren", weil vielleicht unvermeidlichen Lösungsvarianten. Bei der jede Position brisant durchleuchtet wird. Die menschliche wie die unmenschliche. Die militärische wie die politische. Die moralische wie die unmoralische. Die widerliche, aber möglicherweise notwendige. Der Film ist bitterböse, absolut seriös, also nie fahrlässig-dumpf und stellt uns auf eine furiose, brutale Geduldsprobe. Und entlässt mit einer unglaublichen Pointe. Aber einer durchaus vorstellbaren.

DIE AKTEURE sind großartig. Außen wie innen. Körpersprachlich wie seelisch. Kraftvoll wie zerbrechlich. Zeigen sich vor allem mental absolut überzeugend. Sind keine Pappnasen, sondern aufgebrachte, irritierte, gespaltene, wütende, verzweifelte Entscheidungsträger. Die ihre Ansichten, Positionen mehr als einmal neu durchdenken, neu definieren müssen. Auch gegen ihre eigentlichen Überzeugungen. Und Uniformen.

Der faszinierende 2 Meter-Kerl SAMUEL L. JACKSON ("Pulp Fiction") kommt anfangs wie ein selbstbewusster, RECHT-schaffender Westerner daher, den nichts erschüttern will, der seinen "herben" Job auftragsgemäß wie brutalstmöglichst schnell erfüllen will/muss. "FBI-Agentin" CARRIE-ANNE MOSS (bekannt aus den "Matrix"-Filmen) steht für den "guten Menschen" am Ende der Erträglichkeitskette. Der walisische Schauspieler MICHAEL SHEEN (der Tony Blair aus "The Queen"; der David Frost in "Frost/Nixon") zieht als eben nicht eindimensionaler "Bösewicht" sehr viel Wut und Fassungslosigkeit auf sich. Ist alles andere als irgendein "Islam-Schurke". Ist kein "bequemer" 08/15-Terrorist, von wegen. Michael Sheen liefert eine darstellerische Performance ab, die in die ganz tiefen Denk-Poren zieht. "UNTHINKABLE" ist ein brillanter, phantastischer Reißer von Psycho-Thriller, bei dem bisweilen auch die Gedanken explodieren.

Unbedingt: Ein Muss-Film im gegenwärtigen DVD-Angebot.

Anbieter: "Universum Film".

Pfeil nach oben