Heimkino-Empfehlung  
 vom 11.07.2014 

 

 

 

 

 

Ich wurde und werde immer wieder gefragt, welcher Film denn in meiner persönlichen Hitliste DER BESTE sei. Ich nenne dann immer den Wolfgang Staudte-DEFA-Film „DER UNTERTAN“ von 1951 als den für mich besten, weil für mich bedeutungsvollsten aller (Film-)Zeiten. Dahinter „balgen“ sich mehrere Klassiker, darunter der heutige, den ich seit der (West-)Berliner Kino-Premiere am 23. Juli 1964 im hiesigen „Zoo Palast“ nie aus den Augen (und Ohren) verlor, geschweige denn vergessen konnte und DEN ich für einen absoluten Spitzen- und Wohlfühl-ZEIT-Film halte.

Anlässlich des 50. Geburtstages kommt dieses schwarz-weiße Event nun in einer feinen technischen Aufrüstung (mit einer nagelneuen 4K-Abtastung) in der sowohl deutschen Synchronfassung von damals wie auch in der originalen Fassung wie auch in einer OmU-Fassung heraus. Und zwar in einer Special Edition mit 4 Blu-ray-Discs, wobei zwei davon umfangreiches, aufwändig gestaltetes Bonusmaterial von über 250 Minuten enthalten. Liebhaber kommen erneut ins Schwelgen, „Neuankömmlinge“ können die Geburtsstunde des ersten – abendfüllenden – Musik-Videos nachholen und erleben. DER FILM IST AUCH HEUTE NOCH DER VOLLE UNTERHALTUNGSGENUSS:

A HARD DAY'S NIGHT“ von Richard Lester (GB 1964; B: Alun Owen/“Oscar“-Nominierung; K: Gilbert Taylor; M: Die Beatles; George Martin/“Oscar“-Nominierung für „Beste Filmmusik“/Adaption; 84 Minuten; Schwarz-Weiß; BRD-Kinostart unter dem „deutschen“ Titel „Yeah! Yeah! Yeah!“ am 23.7.1964; Neu-Start unter dem Originaltitel sowie jetzt auch in der Originalfassung bzw. in OmU-Fassung: 14.7.1994; Wiederaufführung in einer restaurierten Fassung, mit digital aufbereitetem Soundtrack: 05.07.2001; Video- & DVD-Veröffentlichung: 02.10.2001; jetzige umfangreiche Wiederveröffentlichung, dabei erstmals auf Blu-ray: 10.07.2014).

Der wahrscheinlich einflussreichste Musikfilm aller Zeiten also nun in neuem S/W-Glanz und in prachtvoller Rundum-Bonus-Ergänzung.

In Sachen umfangreichem Kritik-Text über diesen „5 PÖNIs“-Leckerbissen verweise ich auf den bereits im Archiv vorhandenen (s. KINO-KRITIK), den ich nur um ein hübsches Polit-Bonmot ergänzen möchte: „Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt, (…) sollte man doch Schluss machen“ (DDR-Machthaber Walter Ulbricht 1965, bei der Ankündigung des Verbots westlicher Beatmusik auf dem XI. Plenum des ZK der SED).

Was für ein wunderbarer Werbetext! Für einen Ewig-Knaller von Klasse-Movie!!!!!

Anbieter: „Koch Media“